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Breaking Bad – Das Ende / KEIN SPOILER

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 2. Oktober 2013, 12:49pm

Kategorien: #Fernsehen

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„Walter! Dieses Geschäft ist nicht das richtige für Sie!“ (Krazy 8)

Seit dem 31.01.2011 berichten wir nun von der Serie Breaking Bad auf diesen Seiten. Neben den Sopranos ist es übrigens eine der wenigen Serie, die Rick Deckard und mir in gleichen Massen gefällt.

Nach der gestrigen dem Rahmen würdig entsprechenden Showcase auf der 2013er Cologne Conference im Astor Kino Saal, bleibe ich gerne bei meiner Aussage von vor einigen Monaten: „Breaking Bad wird der ewige Apokalypse Now-, Vertigo- und Der Pate- Film unter den Serien bleiben, weil eben Spiel mir das Lied vom Tod und The Sopranos für ewig unerreicht bleiben werden.“

Breaking Bad hat von den Sopranos gelernt. Kompletter, fokussierter auf das Drama, auf die Hauptcharaktere eingehend, ist das Ende. Und was ist das für ein Ende! Aber man muss bedenken, zu welchen Zeiten Gilligan -der per se ein großer Plagiator ist- und Dave Chase angefangen haben diese beiden wunderbaren Werke zu produzieren. Gilligan hat sich millionenfach über das Ende der Serie um die italienische Mafiafamilie und den Fehlern von David Chase Gedanken gemacht. Und ist zu dem Schluss gekommen, dass er dieses offene Ende den Fans nicht antun kann. Aber sehr wohl kann er ihnen Spannung, Dramatik und Authentizität anbieten und Kälte, Kompromisslosigkeit und Konsequenz. Und das sind zu gleich die 2x3 Kernattribute der letzten 8 Folgen von Breaking Bad und auch (fast) meine letzten Worten zu dem Ende, welches hier nicht gespoilt wird.

Reviews von unserem Blog zu allen Staffeln von Breaking Bad:

http://www.lomax-deckard.de/article-breaking-bad-sinistre-trostlose-aber-furiose-unterhaltung-66154611.html

http://www.lomax-deckard.de/article-breaking-bad-season-2-68029634.html

http://www.lomax-deckard.de/article-breaking-bad-season-3-72981479.html

http://www.lomax-deckard.de/article-breaking-bad-season-4-103162023.html

http://www.lomax-deckard.de/article-breaking-bad-staffel-5-teil-i-118669771.html

Extras von unserem Blog zu Breaking Bad:

http://www.lomax-deckard.de/article-erfindung-einer-neuen-begriffsbestimmung-combover-73140191.html

http://www.lomax-deckard.de/article-breaking-bad-in-hannover-108883243.html

http://www.lomax-deckard.de/article-darondo-let-my-people-go-94183099.html

In allen großen Serien gibt es die Kernepisode. Niemals wird das die Letzte sein. Der Kern eines so langen Erzählstrangs wird irgendwann zwischendurch aufgebrochen. Ähnlich wie es ein musikalisches Solo in einem Musikstück in der Mitte der Komposition kann. Bei Boardwalk Empire ist es „Margate Sands“, bei Mad Men „Damals in Rom“ (Staffel 3), bei The Wire „Ein neuer Tag“.

Experten sprechen bei Breaking Bad von der Episode „Ozymandias“ bei mir wird es wohl für ewig „Granite State“  (5x15) sein. Niemals zuvor habe ich im Film oder Fernsehen ein hoffnungsloseres Werk gesehen, wie diese  70 Minuten. Es ist unfassbar und eigentlich nicht zumutbar, was dem Zuschauer dort an radikaler Dramatik präsentiert wird. Der Autor der Episodenzusammenfassung auf www.serienjunkies.de hat die einzig wahre Zeile dafür gefunden. Es löst „blankes Entsetzen“ beim Zuschauer aus.

Jeglicher Humor, jegliche Frage nach dem Warum? Jeglicher philosophischer Ansatz, jeglicher Auswege, alles, alles scheint vorbei zu sein. Tristes, Trostlosigkeit und rücksichtslose Vorkommnisse der Autoren bringen den Zuschauer zu Übelkeitsanfällen und ratlosen Kopfschütteln über so viel leidenschaftslosen Abgesang an seine Helden. Als wenn Gott mit einem Wisch alles Böse radikal ausräumt und keine andere Meinung zulässt.

Und so hinterlässt mich die Serie ratlos, fassungslos und leicht deprimiert, ob des inhaltlichen Dramas. Welches die Theater- und Filmtheorie wohl modifizieren wird. Breaking Bad wird bleiben. Generationen von Zuschauern werden sich an den famosen Dialogen, an der gelungenen Darstellung und an dem Aristotelimus erfreuen.

Denn fassen wir den Kern nach Aristoteles noch einmal zusammen, ohne zu spoilen: Die Funktion der Tragödie besteht darin, Furcht und Mitleid zu erregen, um beim Zuschauer eine Reinigung von diesen Emotionen zu bewirken.

"It's over" Saul Goodman

Alan Lomax

 

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