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Rejjie Snow - Dear Annie

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 17. März 2018, 10:57am

Kategorien: #Populäre Musik

Rejjie Snow - Dear Annie

Ja, klar! Lomax schreibt am St. Patricks Day 2018 über einen irischen Rapper. Und das ist natürlich kein Zufall. Sicher! Denn wie Sie ja wissen, liebe ich dieses Irland aus dem tiefsten Herzen, habe das Land aber noch nie mit HipHop verbunden. Gar nicht boshaft oder aus Ignoranz oder Unwissenheit. Alexander Anyaegbunam hat sich damals wahrscheinlich auch ähnliches gedacht, als er die grüne Insel, wie so viele vor ihm Richtung USA verlassen hat, um in Florida ein Sportstipendium anzunehmen und nicht World-Famos-Rapper zu werden.

Wie es dann so kommt ist die Musik mal wieder wichtig gewesen und unser neuer Freund Rejjie Snow unterschreibt also bei 300 Entertainment.

Im Jahr 2018 ist HipHop eine bunte Tüte. Man bekommt im Prinzip alles was man liebt und wie man es sich zusammenstellen möchte. Dabei ist die Qualität der Produktionen im Mainstream, Charts, aber auch Undergroundbereich extrem hoch. Selbst Ausnahmekünstler wie Kendrik Lamar, Loyle Carner...

...oder Tyler, The Creator werden permanent überrundet. Ein wunderbares Beispiel wäre ein Battle zwischen, eben, diesem Tyler und Rejjie Snow der seinen Song RAINBOWS in den Ring werfen könnte.

Aber was sollen diese ewigen Vergleiche, wenn man wie Snow ein so hervorragendes Konzeptalbum wie DEAR ANNIE auf den Markt wirft. Das alles hat, was ein zeitgemässes HipHop-Album benötigt. Humor, Schönheit, Kitsch, Überheblichkeit, Down- und Breakbeats, Retrospektiven zur Alten Schule und eine wundersame künstlerische fast autorenhafte Einheit. 

Auch wenn einige Textzeilen nicht direkt darauf hinweisen;-)...der irische Musiker Snow bezieht sich auf das Musical ANNIE von Harold Gray. Und wirklich! Langsam bekomme ich schwitzende Hände, da wir das Wort Musical in dieser Woche bereits zum zweiten Mal auf diesem Blog erwähnen. In einer ähnlich fatalen Situation befand sich JOHN ROSS EWING mit seinem tollen Bericht über das DAVID BOWIE Musical.

 

 

Natürlich sind wir Musicalhater aus vielen Gründen. Aber ich will mich gerade nicht damit beschäftigen, da ich mir den Tag nicht verderben lassen will, ebenso wie ich die letzten sehr euphorisch verlebt habe, weil dieses Album DEAR ANNIE von RENJJIE SNOW permanent bei mir war und wie eine Playlist der schönsten Poplieder aus den letzten Jahren ist.

​​​​​​​Und diese Musicals könnten natürlich andere Generationen anders getoucht haben als "uns". Und ja klar ITs A HARD KNOCK LIFE und auch TOMORROW sind nicht nur Popkultur, sondern inzwischen HipHop-Kultur.

Die Scheibe fängt mit dem Titel HELLO ziemlich jazzzig an und geht direkt mit dem bereits RAINBOWS in die Tyler/DE LA SOUL Flowersphase rüber. Um schonmal recht früh ein Manifest zusetzen und klar zu machen, dass man hier auch Hits erzeugen möchte. Zwischen den weiteren Stücken gibt es Moderationen und auch kurze Gespräche. Alles sehr, sehr catchy und süchtig machend. Und es ist auch tatsächlich so, dass die Scheibe einen gerade dazu zwingt, sie permanent vollständig von Anfang bis zum Ende zu hören, weil diese so eine glorreiche Einheit ist.

Aus der wundervollen Welt der Annie 

Alan Lomax

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