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Musik, Kino, Kultur, Radio


LOGAN - James Mangold

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 5. August 2017, 18:09pm

Kategorien: #Filme

LOGAN - James Mangold

Lonesome Wolf. Das letzte Mal erlebte ich Hugh Jackman als Wolverine in Tokyo, in WOLVERINE - DER WEG DES KRIEGERS. Regisseur James Mangold hat sich jetzt erneut dieses Charakters der Comicreihe X-Men angenommen, diesmal schlicht betitelt als LOGAN. 

Alt, leicht heruntergekommen und sichtlich zermürbt fristet er sein Dasein in Mexico in einer Schmelzanlage. Warum und wie er da hingekommen ist, erfährt der Zuschauer nicht. Mit einem anderen Mutanten namens Albino pflegt er Professor Charles Xavier, den Vater aller Mutanten, der am Gehirn erkrankt ist.

Logan aka Wolverine verdient seinen Unterhalt als Chauffeur. Eines Tages bittet ihn eine fremde Frau ihre Tochter nach North Dakota zu bringen, um sie vor den Häschern eines skrupellosen Pharmakonzerns zu retten. Logan lehnt ab, ahnend, dass dieser Auftrag Ärger einbringen wird, doch sein Gewissen lässt ihm keine Ruhe.

Ich kann von Comicverfilmungen nicht die Finger lassen, obwohl die meisten dieser Filme schlecht inszenierte Massenware sind. LOGAN bewegt sich, wie auch sein Vorgänger, irgendwo zwischen massenkompatiblem Mainstream und ambitionierter Comicverfilmung. Wie auch bei WOLVERINE - DER WEG DES KRIEGERS fehlt den Machern der Mut über gängige Genrekonventionen und Erzählmuster hinweg neue Pfade zu betreten.

Dem Film fehlt es an Raffinesse und Mut, wobei Mangold sich sichtlich Mühe gibt aus dem Stoff eine Art Noir-Actionthriller zu machen. Das gelingt ihm gut im ersten Drittel, sobald jedoch die Actionszenen einsetzen, driftet der Film in Belanglosigkeit ab. Etwa ab der Mitte des Films verdichtet sich die Atmosphäre wieder,  LOGAN wird vorübergehend zum Kammerspiel und zunehmend düsterer. Leider wird dieser Weg nicht konsequent zu Ende gedacht.

Ausser mir scheint das nur wenige gestört zu haben, weil annähernd 60 Millionen Zuschauer weltweit dafür sprechen, dass Produzenten und Regisseur scheinbar genau mit dieser Herangehensweise alles richtig gemacht haben. Das Budget soll 97 Mio Dollar betragen haben, die weltweiten Einnahmen belaufen sich auf 604 Mio Dollar. 

LOGAN ist ein düsterer und in Teilen atmosphärisch dicht inszenierter Abgesang auf einen Comichelden der Neuzeit, der leider zu sehr Schemen und Schablonen folgt, als sich auf Kreativität und Innovation einzulassen. Weniger Action und mehr stilistische Genrevariationen hätten dem Film gut getan. Auch hier wäre ein besserer Film möglich gewesen.

Aus South Dakota,

Rick Deckard

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