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Lone Survivor - Peter Berg

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 25. Oktober 2014, 21:50pm

Kategorien: #Filme

Lone Survivor - Peter Berg

Oftmals ist die Rede davon, dass der Western zu Grabe getragen worden sei. Sieht man genauer hin, so ist zu erkennen, dass der Grundgedanke 'Cowboys gegen Indianer' in Hollywood nicht zu Grabe, sondern weiter getragen wurde. Das lässt sich die Traumfabrik nicht nehmen, bietet doch das plakative Duell 'Gut gegen Böse' die Basis für perfektes Unterhaltungskino.

Genau das ist 'Lone Survivor' von Peter Berg: Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger.

Wir schreiben das Jahr 2005. In Afghanistan ist eine Elite-Einheit stationiert, die Navy-SEALs. 4 Soldaten erhalten ihren Einsatzbefehl, einen Anführer der Taliban auszuschalten. Er beginnt als eine dieser minutiös und militärisch perfekt geplanten Operationen. Die Soldaten kennen sich untereinander und halten zu ihren Kameraden, man verteidigt und hält den Ehrenkodex aufrecht und freut sich auf die Zeit nach dem Einsatz mit den Lieben daheim.

Alles gelingt, bis die Mitgleider dieser Elite-Einheit auf einer Anhöhe, kurz nachdem sie den Feind gesichtet hat, mit dem konfrontiert wird, was nie in einen perfekten Plan passt: Es passiert etwas unvorgesehenes. Das löst einen moralischen Konfikt im Team aus und die Männer werden gezwungen eine Entscheidung zu treffen ... .

Was danach folgt ist ein tadlellos inszenierter Action-Thriller, der dem Genre des Kriegsfilmes gerecht wird. Es ist müssig darüber zu diskutieren, ob das Sinn macht oder nicht, ob das sehenswert ist oder nicht.

Lesen Sie dazu auch einen älteren Eintrag von Alan Lomax über den Sinn und Unsinn von Kriegsfilmen:

http://www.lomax-deckard.de/article-die-hbo-serie-the-pacific-sinn-oder-irrsinn-von-kriegsfilmen-63791674.html

Alan Lomax beschreibt es treffend und wir wollen doch mal ehrlich sein: Das kriegerische ist uns Menschen anheim, liegt in unseren Genen, ob wir wollen, oder nicht. Täglich führen wir ihn, nur nicht mit den Mitteln der Waffe, im Alltag viel subtiler und gemeiner, daher will ich auch hier die Diskussion nicht neu entfachen.

Wer das Genre des Kriegsfilmes "mag", dem wird dieser Film gefallen. Auch 'Lone Survivor' lebt ihn, diesen so oft in Hollywood-Filmen zelebrierten Militärpathos, aber das auf äusserst packende und höchst spannende Art und Weise. Es verwundert nicht, dass der Film für mehrere technische Oscars nominiert war, denn die Machart, sowohl seitens der Kameraführung als auch des Tons ist exzellent. Selbst ein Rezensent des sonst so kritischen Magazins SPEX hatte lobende Worte für das Spektakel übrig.

Zurecht wie ich finde, denn der Film ist äusserst straff und packend inszeniert und nimmt den Zuschauer gefangen, auch emotional. Der, der in der Lage ist, auf Distanz zu Klischees zu gehen und diese als notwendiges Bestandteil des Kinos zu akzeptieren, wird den Film mögen, die anderen werden die unendlichen Diskussionen weiterführen.

In der Hauptrolle ist Mark Wahlberg zu sehen, der Marcus Littrell spielt, auf dessen Tatsachenbericht der Film beruht und der in den USA äusserst populär wurde. Auch der Film war an den Kassen sehr erfolgreich.

Die Zuschauer lieben es eben, das Duell 'Cowboys gegen Indianer', hier natürlich ein einem anderen Kontext.

Erlebt weiter, der Western.

Rick Deckard

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