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JACK RYAN - 2. Staffel (Amazon Prime)

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 2. Februar 2020, 13:04pm

Kategorien: #Fernsehen

JACK RYAN - 2. Staffel (Amazon Prime)

Clear And Present Danger. So hiess der Film, in dem Harrison Ford zum letzten Mal den CIA Analytiker Jack Ryan aus der Feder von Tom Clancy spielte. Wörtlich übersetzt: Klare und präsente Gefahr. Der Titel erinnerte mich an den Inszenierungsstil der 2. Staffel: Klare und präsente Machart.

Dass ich kein großer Anhänger der "Serien-Hysterie" bin dürfte bekannt sein. Endlos-Serien mit unsinnigen, künstlich in die Länge gezogenen Handlungen, 482 Charakteren und 48 Nebenhandlungen sind nicht meins. Eine Serie sollte eine Geschichte klar, geradlinig und mit chirurgischer Präzision erzählen. Genau das gelingt der 2. Staffel.

Wer das Subgenre des "High-Tech-Military-Actionthrillers" liebt, der kommt in der 2. Staffel voll auf seine Kosten. Jack Ryan kommt international agierenden Unternehmen, Waffenschiebern und korrupten Politikern auf die Spur. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Die 2. Staffel überzeugt auf der vollen Distanz. Man sieht der Serie die Produktionskosten an, der Zuschauer wird mit seinem Helden rund um den Globus geschickt, von Moskau über Caracas und London nach Washington. Die Schauplätze sorgen für mondänes Gefühl. Die Schauspieler agieren dem Format entsprechend gut und die Handlung wird ohne viel Aufhebens mit Druck und Schnelligkeit vorangetrieben.

Doch das Augenscheinlichste an der 2. Staffel ist ihre unglaubliche Spannung! In der Art der Erzählung gleicht die Serie den Kinofilmen. Die Handlung springt zwischen den Kontinenten hin und her und die Spannungsschraube wird kontinuierlich angezogen. Die Actionszenen sind (für eine Serie) erstaunlich gut inszeniert und sorgen für atemlosen Thrill.

Natürlich darf Heroismus, reaktionäres Gedankengut, Pathos und das ewige "Gut gegen Böse" nicht fehlen, ebenso ein wenig Propaganda und missionarischer Eifer im Stile eines John Wayne und John Milius. Aber über solche Stereotypen sieht man gerne hinweg, wenn man 8 Folgen lang hervorragend unterhalten wird.

Die Geschichte ist zu Ende erzählt und man hat seine freie Zeit gut in packende Unterhaltung investiert.

Aus London

Rick Deckard

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