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McMafia (Amazon Prime) - Erste Staffel

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 17. Juni 2018, 14:16pm

Kategorien: #Fernsehen

McMafia (Amazon Prime) - Erste Staffel

Eines gleich zu Beginn: Eine hervorragende Serie und erste Staffel!

Vor einiger Zeit empfahl mir Serien-Mastermind Alan "The Season" Lomax drei Serien, weil ich, bei der Fülle an Veröffentlichungen unsicher war, was ich schauen sollte, da ich wieder über etwas Zeit verfügte und diese "sinnvoll" zur Erholung nutzen wollte. Alan "Showrunner" Lomax empfahl mir mit freundlichen Empfehlungen und in Kenntnis meiner Sehgewohnheiten unter zwei anderen diese Serie und landete - ausschlaggebend war seine erstklassige Zusammenfassung in zwei Sätzen - einen Volltreffer!

Ich liebe Qualität, Qualität die man auch sehen kann und die erste Staffel von McMafia genügt im Bereich der seriellen Unterhaltung höchsten Ansprüchen. Die Folgen sind hervorragend gefilmt, am Budget wurde nicht gespart, der Zuschauer wird rund um den Globus geführt und mit vielen Schauwerten und Bildern entlohnt.

Das ist der eine Pluspunkt.

Der andere: Die Geschichte. Normalerweise finde ich es unerträglich, wenn familiären Verwicklungen und Dramen die Kernhandlung verwässern, nur um die Lücken aufzufüllen, die eine schwache Geschichte hinterlässt. Doch im Falle von McMafia ist gerade die Verbindung von Familie und Kernhandlung das entscheidende Argument für die Betrachtung der ersten Staffel.

Da haben wir es wieder: Entweder erobert ein Junge ein Mädchen, verliert es wieder und versucht es gegen alle Widerstände zurückzuerobern, oder die Familie wird bedroht. Die Familie als das verbindende Element gegen alle äusseren Widerstände. Ein Klassiker.

Wir werden Zeuge, wie ein in London lebenden russischer Investmentbanker durch die Geschäfte und die Vergangenheit seiner Familienmitglieder und den jähen Tod eines geliebten Onkels in unheilvolle und nicht absehbare Machenschaften gezogen wird. Das Spannungsfeld, dem er sich dabei aussetzt, ist zum einen sein Wunsch die Integrität und Sicherheit seiner Familie zu schützen und zu wahren, auf der anderen Seite aber auch sein Wunsch nach Vergeltung, das Verlangen den Tod seines Onkels zu rächen.

Das ist in seiner Umsetzung grosses, dunkles und pathetisches Kino vom allerfeinsten. Nie hat man den Eindruck, dass man hier eine Serie schaut sondern einen längeren Kinofilm. Die Besetzung aller Charaktere ist gut gelungen, dadurch, dass die Handlung über den halben Globus verteilt ist, kommt ein romantisch-mondänes Element hinzu und die Tragik der einzelnen Charaktere erinnert in einigen Momenten sogar an den drittel Teil der Pate Trilogie von F.F. Coppola. Unglaublich, aber wahr!

Wunderbar ausgeleuchtet wird in der Serie neben der Haupthandlung auch die Nebenhandlung, nämlich wie Menschen aus ihrer Laufbahn geraten, wenn sie aus ihrer Heimat und ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden. Gerade hierauf legen die einzelnen Folgen grossen Wert und die Autoren verstehen es sehr geschickt eine Familiengeschichte mit den Themen des Kapitalismus und Globalisierung zu verschmelzen.

Nach dem meisterhaften True Detective und dem sehr unterhaltsamen Babylon Berlin ein wirkliches Serienhighlight aller erster Güte!

Um eine Fortsetzung wird in diesem Fall ausnahmsweise gebeten.

Für www.lomax-deckard.de erneut aus London,

Rick Deckard

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