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Vergessene Helden - Götz George

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 28. Juni 2016, 18:15pm

Kategorien: #Vergessene Helden

Vergessene Helden - Götz George

Es ist nicht so, dass ich Götz George als einen meiner Helden verstehe! Auch habe ich selten sehr, sehr gute Filme mit ihm gesehen, aber ich denke trotzdem, dass mit dem Tod des Schauspielers, etwas verloren geht! 

Ich habe lange überlegt, ob ich nun auch noch wieder was dazu schreiben muss. Noch ein Kommentar zu den vielen bedeutsamen Todesfällen in diesem Jahr und dann auch noch das ganze nach dieser wirklich tiefen Bud Spencer Trauer.

Aber ich fühle mich irgendwie verpflichtet! Gegenüber der Idee hier unsere kulturellen Gedanken zu archivieren und gegenüber den Menschen, die das hier mal irgendwann alles lesen werden, wenn jemand längst über mich ein Hommage verfasst hat und Nachfahren von mir sich vielleicht fragen: was war dieser Alan Lomax für ein Typ!?

Ich fühle mich aber auch Götz George gegenüber verpflichtet, den ich immer für seinen ständigen Kampf gegen alles bewundert habe. Der Spiegel schreibt von einer ständigen Oppositon und Unzufriedenheit. Nun ist es nicht so, dass ich per se unzufriedene Menschen toll finde, aber dennoch nervt mich die Anbiederung vieler deutscher Schauspieler und die Unfähigkeit der aktuellen Prominenz mal Stellung zu wichtigen Themen zu nehmen.

Auch hat mir an Götz George gefallen, dass er immer mehr einen Hang zum Mainstream hatte, zum großen Kino, zur Unterhaltung, als z. B. zum teilweise fiesen Autorenkino der 1970ziger und 1980ziger Jahre. So spielte er ja schon früh in den Karl May Verfilmungen und klassischen deutschen Vorabendkrimis mit und lieber in der Provinz großes Theater, als sich bei Schlöndorff, Wenders & Co. zu zeigen.

Über Schimanski müssen wir nicht reden und über den damit erzielten Wert für die deutsche Unterhaltungskultur und dem Fernsehen. Aber erwähnen muss man seinen Vater, den Schauspieler Heinrich George. George sen. war ein Plagegeist. Ein getriebener, der fast alles falsch gemacht hat, aber eben auch ein Schauspielergenie. Der Sohn hat unter ihm gelitten. Eine interessante Geschichte die ich empfehle nach zu lesen.

Ich habe Götz George einmal kurz auf Sardinien gesehen, wo er zurückgezogen gelebt hat. Es war in einem kleinen Dorf, an dem jeder seiner Beschäftigung nach ging. George kam mit einem alten Roller angefahren, parkte ihn genau vor dem Café in dem ich saß und ging mit einer Tasche Richtung Markt. Das war's! Trotzdem dachte ich: Was für ein geiler Typ! Wie er da so lang ging...;..so gehen nur Große aus! Der fällt auf! Und natürlich geht mit dem Mann was verloren. Nähmlich Einzigartigkeit, Persönlichkeit und das Außergewöhnliche! Der letzte Mann!? Vielleicht....

 

 

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