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Musik, Kino, Kultur, Radio


Musée Mécanique - From Shores Of Sleep

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 21. Dezember 2014, 20:29pm

Kategorien: #Populäre Musik

Musée Mécanique - From Shores Of Sleep

Es sind dies Alben, nach denen ich persönlich von Zeit zu Zeit Ausschau halte. Musik, die über Genregrenzen hinausgeht, wohlklingend ist, in Schönheit erstrahlt. Musik voller Romantik und die Geschichten erzählt, denen man gerne zuhört.

Ein geradezu ideales Album zum Jahresausklang, welches die Band aus Portland, Oregon im Oktober 2014 auf den Markt gebracht hat, fast so, als solle es die Stimmung der Jahreszeit in Musik widerspiegeln.

Was an der Musik Spaß macht, sind die Melodien, der mehrstimmige und harmonische Gesang und die Opulenz der Produktion.

In 'From Shores Of Sleep' ist Folk-PoP zu hören in luxuriösen Arrangements voll orchestralem Zauber. Das ist alles sehr weich, sehr entspannend und auch bisweilen ein wenig kitschig. Aber warum nicht auch mal etwas Süße in den Alltag bringen?

Die Band erzählt Geschichten vom und um das Meer und tut dies neben dem erwähnten Gesang mit einer Fülle an Instrumenten. Vorherrschend und Ton angebend sind natürlich die akutischen Gitarren, sie werden ergänzt durch Keyboards, Holz- und Blechblasinstrumenten, diversen anderen Saiteninstrumenten, Streichern, Glockenspiel, einer Pedal Steel und vereinzelt mit einer singenden Säge.

Nein, neu ist das nicht, gab es auch in anderer Form bei den Fleet Foxes und diversen anderen Bands, aber die epischen Songs und auch die Kompositionen sind einfach schön, majestätisch und verströmen dadurch ein wenig Kinoflair. Man höre sich z.B. die wunderbaren Hörner, Blasinstrumente in 'The Lighthouse And The Hourglass' an. Ganz grossartiger Song, genauso wie z.B. auch das ruhige und wunderschöne 'Along The Shore'.

Man kann sich zu der Musik von Musée Mecanique entspannt zurücklehnen, die Augen zumachen, tief einatmen, träumen, sich auf das weite Meer unter einen sternenbedeckten Himmel gleiten lassen und den Alltag vollkommen vergessen. Das ist eine Qualität, die beileibe nicht vielen Künstlern oder Musikern innewohnt: Etwas vergessen zu machen, den Menschen sanft zu entführen.

'From Shores Of Sleep' ist ein sehr ruhiges, beruhigendes, langsames Album, voll betörender Melodien und bezaubernder Harmonien. Es ist einfach schön, sich manchmal fallen zu lassen, jeglichen Ballast abzuwerfen und sich an die Strände des Schlafes zu spülen ... .

Rick Deckard

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Alan Lomax 12/23/2014 17:12

Nö, stimmt nicht! Ich habe mir gestern zuerst das Instrumentalalbum angehört, dann die Songvariante. Beide finde ich sehr gut und ich werde sicherlich noch häufiger rein hören. Die beiden genannten "Hits" kann ich bestätigen! Mit Hörnern bekommt man mich doch immer;-) ...weißte doch!

Alan Lomax 12/22/2014 17:57

Bei soviel ungewöhnlicher Euphorie für ein Popalbum bin ich natürlich sofort neugierig geworden! Habe nach geschaut und festgestellt, dass es sowohl ein Instrumental und ein "normales" Album gibt. Welches empfiehlst Du hier? Und außerdem interessiert mich, wie Du auf diese Band aufmerksam geworden bist?

Rick Deckard 12/22/2014 21:52

Ich habe auch in das Instrumental-Album zuerst hineingehört, aber es klang trotz der schönen Melodien irgendwie "nackt" ohne Gesang, daher habe ich mich für die klassische Variante entschieden.
Aufmerksamkeit in Zeiten des "Wie funktionierst Du?": Ich habe ein Ritual. In der Woche an einem bestimmten Tag surfe ich durch das WWW und gebe Stichwörter in eine Suchmaschine ein, die mir gerade in den Sinn kommen, v.a., wenn ich über die Vergangenheit sinniere. Ich habe mich gestern an die Glitterhouse Ära erinnert. Über deren Seite bin ich auf dieses Album gestoßen. Was mich sofort angezogen hat, war das Cover (wie so häufig). Ich bin nach wie vor der "felsenfesten" Überzeugung (was natürlich nüchtern betrachtet Unsinn ist), dass es eine Symbiose zwischen Cover und Musik gibt und da ich Sternenhimmel über alles liebe, habe ich hineingehört ... .
Ihnen dürfte das Album vermutlich nicht gefallen, da es ein wenig überproduziert klingt und vermutlich auch ist, die Bässe sind nicht immer fein austariert und -gesteuert.

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