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Musik, Kino, Kultur, Radio


Raphael Gualazzi - Reality And Fantasy

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 26. September 2012, 18:11pm

Kategorien: #Jazz

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Dem SZ-Magazin der Süddeutschen Zeitung antwortete Gualazzi auf die Frage, warum der Jazz selbst über 100 Jahre nach der Entstehung für ihn noch total cool sei:"Weil Jazz für Freiheit steht. Es ist intensive Musik, die sich ständig verändert. Jazz ist wie das Leben, wie das Licht, wie das Blut, das durch unsere Adern fliesst."

Demnach müsste Jazz zur Natur (des Menschen) gehören, denn Natur ist Bewegung.

Wie jeder Musiker hat auch Raphael Gualazzi ein künstlerisches Ansinnen und das geht hoch hinaus: Der Sänger und Komponist will dem Jazz eine zeitgemäße Form geben und ihn dadurch dem Massenpublikum näher bringen, weg von den elitären Jazzkreisen.

Das gelingt dem am 11. November 1981 in Urbino geborenem Italiener auf seinem zweiten Studio-Album nach "Love Outside The Windows" aus dem Jahr 2008, in dem er Tradition mit Moderne verbindet. Ragtime, Swing und Pop-Jazz werden mit Klangelementen anderer Genres kombiniert.

So hören wir Reggae auf "A Three Second Breath", Latin-Percussion auf "Tuesday" und Discorhythmen im Gilles Peterson Remix des Titelstücks, des Weiteren Rhythm & Blues auf "Empty Home".

In dem Titel "Behind The Sunrise" singt er im Duett mit der Britin Roxanne Tataei und Jamiroquai mitsamt Funk klingt durch in "Scandalize Me". Doch seine Herkunft vergisst der Musiker bei so vielen modernen Stilismen nicht. In den beiden Songs "Savo Sarai" und "Lady 'O" bezieht sich Gualazzi auf die Folklore- und Cantautore-Tradition der Heimat.

Der junge Musiker erhielt mit neuen Jahren seinen ersten Klavierunterricht, mit vierzehn wurde er im Rossini Konservatorium in Pesaro aufgenommen. Zwischen 2011 und 2012 ging er auf Tournee und spielte u.a. mit der WDR Big Band zusammen.

Reality And Fantasy wird am 28.09.2012 auf EMI/ Blue Note erscheinen.

Entscheiden Sie selbst, ob Sie die blaue oder rote Pille möchten. Nur eines sollten Sie wissen: Danach gibt es kein zurück mehr.

Rick Deckard

 

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