Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog

www.lomax-deckard.de

www.lomax-deckard.de

Musik, Kino, Kultur und Radiosendung musikabend 674.fm


Haldern Pop Festival Übersicht Line Up 2019

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 19. März 2019, 12:07pm

Kategorien: #674.fm, #Festivalbericht, #Festivals, #HPF2019, #Haldern Pop, #Kommunikation, #Populäre Musik, #Radio

#HPF2019

#HPF2019

…to be continued! Schreiben die Haldern Festival Macher auf das aktuelle Line-Up Plakat 2019. Darauf stehen bereits (Stand 06.03.2019) über 35 Bands, die sich wie eine beste Selektion des Möglichen anfühlen.

An dieser Stelle habe ich häufig genug die Schwierigkeiten und subjektiven Wahrnehmungen beim Booking, insbesondere beim Haldern Pop, beschrieben.

Oftmals erwähnte ich zu diesem Zeitpunkt nur wenige Bands oder Namen. Aber bei #HPF19 ist wieder mal alles besser. Wieder mal! …schafft es Booking Hauptgeschäftsführer Stefan Reichmann sich über alle Konventionen hinweg zu setzen, wundersame, paritätische Entwicklungen bzgl. der Frauenquote, wie z. B. beim Primavera Sound in Barcelona zu umgehen, in dem das in der Vergangenheit erst gar nicht thematisiert werden musste, da diesbezüglich nie Unterschiede gemacht wurden. Reichmann tut eben das, worum es geht: das beste Mixtape des Jahres zu kompilieren und in Form seines Festivals zu pressen. Anders gesagt: Uns die schönste Musik zur Verfügung zu stellen, die es in Form der besten Live-Darbietung in Europa gibt und für die Verhältnisse des Festivals möglich sind.

Schon jetzt ist ihm dabei das wahrscheinlich musikalisch ausgeglichenste, vielfältigste und wunderbarste Line-Up gelungen, welches sich Menschen, die sich für temporäre Popkultur interessieren, im Jahr 2019 nur wünschen können.

Aufgrund einer für uns eklatanten Veränderung des diesjährigen, zwanzigsten Haldern Besuchs und der Tatsache, dass hier jede Band in den Vorab-Fokus genommen werden muss, gibt es in diesem Jahr auch eine verstärkte, noch subjektivere und leidenschaftlichere Berichterstattung. Was zählt ist die Liebe zur Musik! Daher zuerst die Bands und etwas später in ein paar Tagen, Wochen, wirklich wundersame und fantastische Festivalsnews, die uns so zu diesem Zeitpunkt wohl keiner glauben wird.

Checkt also folgende Bands des 36. Haldern Pop Festivals und hört auf zu glauben, dass dies ausreichend ist…

WHITNEY (US)

Bereits im Jahr 2017 haben Max Kakacek und Julien Ehrlich bewiesen, dass WHITNEY für die Ewigkeit sind. Ihr Album „Light Upon the Lake“ ging bei unserer 674.fm Radiosendung direkt in die Jahrescharts und der Song „Golden Days“ sofort in die Diashow unserer digitalen Familienfotosammlung.

WAND (US)

Pff, was heißt schon Psychedelic Rock? Ein abgestraftes Genre voller Irritierungen und Blöße. Zur Einortung ist es vielleicht hilfreich zu wissen, dass die Band 2017 ein sensationelles Rockalbum veröffentlicht hat und aus dem Kreis des Huschers Ty Segall kommt. Improvisation ist nicht immer Garage und laut nicht immer experimentell. Diese Band lässt sich nicht so schnell fesseln.

THE DISTRICTS (US)

Ich bin jetzt bei der dritten Band von unten des Line-Up Plakates. Was im Falle von THE DISTRICTS auch zeigt, dass Haldern niemals ein Headliner Festival ist. Mal anders denken. Genau! Hören Sie sich die dritte Scheibe der Amerikaner an: „Popular Manipulations“. Ein tolles Programm!

THE CHATS (AUS)

THE CHATS sind sowas wie australischen THE DEAD MILKMEN. Punk, nicht ganz ernsthaft, spassorientiert, aber deswegen kein wenig blöd

SOAP & SKIN WITH STARGAZE (AT)

Ehrlich gesagt, ist mir die österreichische Künstlerin SOAP & SKIN (Anja Franziska Plaschg) bisher immer etwas zu bestimmt gewesen. Offensichtlich vielleicht! Aber ich lass mich überraschen, wenn ich Zeit habe. Akkustisch und atmosphärisch für viele sicherlich eines der Highlights, inbesondere mit der Orchestrierung.

STELLA DONNELLY (AUS)

Ihre Text sind oft bitter und ernst. Traurig, aber nachvollziehbar. Wunderschön ist das ruhige „Boys Will Be Boys“, bei dem ich mir ein Duett mit Mark Kozelek von SUN KILL MOON vorstellen könnte. Oder gab es das schon? Egal! STELLA DONNELLY‘s Musik sollte man sich im aufgeräumten Zustand nähern.

ROBOCOBRA QUARTET (GB)

Ich habe die Nordiren beim Eurosonic Festival gesehen. Sagen wir einmal Moers Guten Tag! Schlagzeug und Saxofon und so eine Art John-Maus-Gesang dazwischen. Schöne Momente, live, aus dem Ganzen kann ein hypnotischer Strudel entstehen. Spannung!

RAYLAND BAXTER (US)

…möchte jeder auf seinem Festival haben! Seine Songs sind eine amerikanische Offenbarung, wenn man sich jemals für das Amerikanische Songbook interessiert hat. BAXTER klingt poppig, angenehm, genau richtig, wenn man mit einer einzigen Tasche irgendwo in Kalifornien unterwegs ist, sich fragt, wer diese Motels erfunden hat und das eigene Leben so vordergründig und verloren ist, dass man nicht merkt, dass einem ein Schnauzbart gewachsen ist.

PUTS MARIE (CH)

So ganz habe ich den Antrieb der Schweizer noch nicht ergründet. Überhaupt ist mir auch die Schweiz meistens sehr egal. Auch bei dem Song „All Yours Am I“ bin ich wieder hin und her gerissen: Dieses Genörgele ohne Schönheit gefällt mir ja nie, aber der Krach, die Dramaturgie und die Wand, das gefällt mir schon. Puts Marie will ich sehen. Vielleicht auch schon früher im Kölner Sonic Ballroom.

NIELS FREVERT (D)

Ein persönliches Highlight! FREVERT und ebenso die Band TELE halte ich für ja Hamburgs bestgewahrte Geheimnisse. Nach ihm sollte man mal wieder TOM LIWA Songs hören und dann beruhigt ins Bett gehen. FREVERT kann sehr gut Musik machen. Hören Sie nur einmal „Schwör“! Das ist eine große Komposition. FREVERT muss entdeckt werden. Bitte ruhig mal auf der großen Bühne eine Chance geben. Wenn er sich das zutraut…

MONEY FOR ROPE (AUS)

…sind der neuste Schimmel aus dem Stall des Haldern Pop Label. ROLLING BLACKOUTS COASTAL FEVER, KING GIZZARD AND THE LIZARD WIZARD und dann die nächste Band aus Melbourne. Verheißungsvoll und gut verteilt spielte die Band schon vor COURTNEY BARNETT und auf den wichtigen Festivals Primavera, SXSW und Glastonbury. Die arbeiten hart. Musikalisch wird man dann sehen, wo der Hammer hängt.

MOKA EFTI ORCHESTRA (DE)

Genau! Das ist die original Big Band aus der Fernsehserie „Babylon Berlin“. Sicherlich eine der spannendsten Ideen für Haldern. Spiegelzelt, Freitagabend, Musik aus den 20ern und vielleicht sogar das manisch magische „Zu Asche, Zu Staub“. Eine umjubelte Idee, die hoffentlich Wirklichkeit wird.

MANUEL TROLLER (CH)

SCHNELLERTOLLERMEIER kann und möchte viel erreichen zwischen Jazz und Pop. Wahrscheinlich ist der Ansatz, mal zu sehen, wo Grenzen sind. Künstlerisch immer nachvollziehbar, klanglich manchmal anstrengend. Aber Troller weiß, was er will: Klangliche Erweiterungen schaffen.

MAARJA NUUT & RUUM (EST)

Ist baltisch experimentell und klingt faszinierend minimalistisch. Ihre Violine sprökelt sich durch Loopschleifen und erfasst meditativ Klang & Raum. Sportzigarette bitte!

LISA MORGENSTERN (DE)

Es gibt ein Video auf YouTUBE zu dem Song „At the Top of a tree“, welches den Ansatz von LISA MORGENSTERN sehr gut zeigt. Dort sitzt sie in ihrem Wohnzimmer, zwischen akustischen und digitalen Tasteninstrumenten und singt dieses schöne Lied und bestätigt schnell den Eindruck, dass sie viel Kunst in ihrer Kindheit und Jugend verortet bekommen hat. Sehr elegant, bestimmt ergreifend.

KIRRILL RICHTER (RUS)

Ein weiterer Vertreter der neoklassischen Musik. Seine Konzerte sind unerschütterlich ruhig in der Präsentation und durchaus angespannt. Ruhige Momente werden von überschwänglichem Bombast überrollt. Eine weitere musikalische Herausforderung.

KIKAGAKU MOYO (JAP)

Tokyo, ein Musikkollektiv, welches ich als modern und verpflichend einordnen würde. KIKAGAKU MOYO vermischen zwar gekonnt die in der dritten Reihe stehenden Bands aus den Regalen Acid Folk und Krautrock, wie so viele, sind dabei aber irgendwie cooler und befreiender als viele andere. Eine weitere Band der Stunde.

KEIR (GB)

Introducing Glastonbury 2017. Beeindruckend. Man denkt sofort, weshalb nicht ein paar Bühnen größer. Und klar ein wenig später sprechen viele über den Songwriter KEIR. Musikalisch wird hier aus vielen Quellen geschöpft. Das in England häufig verwendete Wort „eclectic“, also „vielseitig“. Spannende Popmusik auf jeden Fall, mal wieder ein wundersamer Act, der wahrscheinlich groß wird. So wie Sam Smith, der später, also nach Haldern, sogar einen Oscar bekam.

KAT FRANKIE (AUT/DE)

Australierin, die inzwischen nach Berlin gezogen ist. Hat ein schönes Duett mit OLLI SCHULZ (Feelings aus der Asche) gesungen und das noch schönere „When You’re Near To Me“ gemeinsam mit GET WELL SOON eingespielt. Das war der Titelsong zu der Talkshow Schulz und Böhmermann. KAT FRANKIE kann kompexe Gesangsharmonien, aber auch eingängige Melodien. Fängt man an ihr Werk zu entdecken, braucht mal viel Zeit. Vieles ist überraschend, vieles ist sehr intim.

JUNIUS MEYVANT (IS)

Dieser isländische Musiker sollte mit einem 80-köpfigen Orchester auftreten. Der Grundstein ist gelegt, es wird eine 7-köpfige Tourband geben. Natürlich dürfen hier die Bläser nicht fehlen. Das neue Album „Across The Borders“ flattert zwischen MICHAEL CARR, HAL und dem 1996er Album „Hawaii“ von den HIGH LLAMAS. Ganz oben auf der Liste steht dieser Unnar Gisli Sigurmundsson bzw. JUNIUS MEYVANT

JESSE MAC CORMACK (CAN)

…macht modernen Folkpop. Er wird millionfach gestreamt und ist weltweit fast ein Superstar. In Deutschland kennt ihn fast niemand und so kommt man hier noch in den Genuss der „Erstverwertung“ in kleinen Clubs. So spielt er z. B. am 29.05. im Kölner Blue Shell. Die Karten für die Arena in 3 Jahren wird es auf den Portalen bald für über € 200,00 geben. Wer also schnell ist, kann noch ein Bier mit ihm trinken…

JAMES LEG (US)

Anders als MAC CORMACK singt John Wesley Myers aka. JAMES LEG. Dumm wäre es von verrauchten Bars und staubigen Garagen zu schreiben. TOM WAITS? TEX PERKINGS? Vielleicht. Ein wandlungsfähiger Musiker? Auf jeden Fall! Lange Haare und animalischer Rock.

HAIKU HANDS (AUS)

Hoffentlich fliegen nicht alle in Haldern auftretenden australischen Bands in einem Flugzeug. So viele sind es, dass dann im Falle eines Unfalls, Australien kaum noch welche hätte. So viele Bands ähnlich wie Haiku Hands gab es in Haldern noch nicht. Dancefloor ist das Stichwort. Party das zweite. Drei Ladys, denen es egal ist, ob ihre Kunst aus dem Dance, RnB, Hip-Hop oder aus dem Warehouse kommen. Frei nach einer großen Popikone: Lets Dance!

GURR (DE)

Stimmungsmachend werden Andreya Casablanca und Laura Lee HAIKU HANDS in nichts nachstehen. Erinnerung an die TING TINGS werden wach. Ein Hot Summer der Liebe? Auf jeden Fall Unbekümmertheit.

FONTAINES D.C. (IRL)

Ich hatte es mir geschworen. Und sogar verbrieft und versiegelt. Post Punk, Du alte Tante! Ich wollte nie mehr von Dir sprechen. Aber was soll man bei diesen Gitarrenriffs, der erzählerischen irischen Authenzität und diesem Punk in der Stimme sonst sagen. Da freue ich mich sehr drauf. Das sage ich…

FLAMINGODS (GB)

Mal in den Atlas gucken: Was heißt eigentlich Naher und Ferner Osten? Afrika is far away. Tansania, der Amazonas? Ferne Länder? The Guardian hat in Verbindung mit der Musik unserer fünf neuen Helden das schöne Wort Folkadelia kreiert. Progressiver Ureinwohner Rock. Dschungel Psych! All sowas. Ich tausche den Atlas gegen einen Globus oder nehme doch direkt die Scheibe „Hyperborea“ mit in meinem Koffer!

ELEKTRO GUZZI (AUT)

Was mir gut gefällt, ist die bei YouTube zu findende FM4 Session von 2015. Erinnert mich sehr an unseren eigenen Sender 674.fm. Aber ich mag diese sample-basierte elektronische Musik. Detroit Techno sagt Wikipedia. Circling Above The Tapeworm…

DAUGHTERS (US)

Sam Walker (B), Jon Syverson (DR) Nick Sadler (Git) und Alexis Mashall (Voc.) müssen als eindringlich beschrieben werden. Noise ist der manische, peitschende Antrieb dieser Band. Ganz schön bedeutsam.

CHARLIE CUNNINGHAM (GB)

Ein Gegensatz ist nichts schlimmes! Sondern ein Verhältnis äußerster Verschiedenheit. Wenn man also wie der Songwriter vor den DAUGHTERS auf einem Plakat für ein Festival steht. Und es gibt so viele wie diesen Cunnigham. Was auch kein geschriebener Faustschlag ist, sondern eine Feststellung. Und er berührt viele Menschen mit seiner intimen Musik. Danach kann er ja vielleicht mal ein Bier mit Alexis Mashall trinken….

BLANCO WHITE (GB)

…oder mit Josh Edwards aka. BLANCO WHITE, der ähnlich behutsam wie Charlie ist, aber dennoch anders klingt. „Lie Alone“ von 2017 ist eine Anspielhilfe. Spannend ist das Gitarrenspiel des studierten Gitarristen. Man denkt schnell an Andalusien, Argentinien, Spanien und an all‘ die Länder wo Gitarre gespielt wird. Wo ist mein Globus?

BLACK MIDI (GB)

Bevor ich nun in den Tunnel Bandnamenwitze verfalle, ein Hinweis auf meine mit am meisten erwartete Band bei #hpf2019 BLACK MIDI. Mathematischer Rock würde im Bandlexion stehen. Und es stimmt. Black Midi ist kein Gegenentwurf zu Blanco White, sondern nach einer interessanten Tätigkeit im Bereich des Editoring benannt: Es geht darum Millionen von MIDI-Noten in wenigminütige Kompositionen zu pressen! Heraus kommen interessante Ergebnisse. Man muss dem folgen, um es zu verstehen. Black Midi verstehen ihre Musik aber genau so: Tausend musikalische Ideen pro Sekunde. High-End! Totale Spannung!

BARNS COURTNEY (US)

Ein echter Coup ist die Buchung des jungen Musikers Barns Courtney. Der Song „Fire“ ist fast ein Welthit geworden. Nach mehr als 400 Miliionen Streams auf Spotify durfte er mit Ed Sheeran, Blur und Tom Odell auf Tour gehen. Aber - Vorschusslorbeeren schmecken nicht. Er wird beweisen müssen, dass er wirklich einer der derzeit spannensten Songwriter und Sänger ist. Mal sehen. Erste Headliner Tour und Auftritt, interessanter Typ!

KADAVER (DE)

Kommen wir also zu den in großen Lettern geschrieben Namen. KADAVAR! Oder der tote Körper eines Tieres.  Die Band macht echten Vintage Hardrock. Ich weiß nicht, liebe Kinder, ob ihr wisst, was Hardrock ist, aber es ist Musik der 1970er Jahre. Direkt in die Fresse. Manch einem(er) wird das merkwürdig vorkommen. Und die drei Berliner, sind keine Hippster oder sonst was. Es ist eine Band. Die wollen das so und viel Gutes aus dem Genre erreicht einen ja nicht gerade mehr so oft!

JULIEN BAKER (US)

Die amerikanische Sängerin aus Memphis, Tennessee muss entdeckt werden. „Turn Out The Lights“ (2017) ist ein Standard geworden für Sängerinnen ihrer Generation, zu der auch z. B. PHOEBE BRIDGERS gehört. JULIEN BAKER gibt sehr persöniche, wunderschöne Konzerte. Sehr bewegend….

KHRUANGBIN (US)

Ein Raunen ging durch dieses Internet, als die Band um Bassistin Laura Lee, Gitarrist Mark Speer und Drummer Donald Johnson für das Haldern Pop Festival bekannt gegeben wurde. Die Klangästhetik und der Coolness Faktor, der Bezug zum bisher unentdeckten Thai Funk, der instrumentale Surfsound, die Wah-Gitarren und die sehr gute Kleidung von Laura und Mark machen die Band zur Band der Stunde und des Jahres (vielleicht!). Ich wünsche mir die große Bühne zu später Zeit mit magischen Momenten. Aber ganz ehrlich. Die Drei verwandeln auch einen leeren U-Bahnschacht in einen schicken exotischen Nachtclub. Highlight so far für mich!

BALTHAZAR (BE)

Die neue Single „Fever“ ist ein Hit. Die belgische Band gibt es schon länger (2004), 2013 spielten sie schon einmal in Haldern. Schöner Indiepop-Sound aus Flandern. Hört sich jetzt nach einem Postkartengruß an, macht aber viel mehr Spaß und man kann durchaus von Nachhaltigkeit sprechen

DERMOT KENNEDY (IRL)

Noch ein junger Mann mit seiner Gitarre mit dem Hit „Power Over Me“ im Gepäck. Starke gefühlvolle emotionale Stimme und Musik

LOYLE CARNER (GB)

Ein Rapper aus England, der für ganz schön viel Furore in den letzten zwei Jahren gesorgt hat und zurecht von Kritik und Fans abgefeiert wird. Loyle war bereits in Haldern, hat aber auch schon den renommierten Mercury Prize gewonnen. Sein Vorbild NAS gehört eher zu den Poeten der Liga, sein Album „Illmatic“ (1994) ist ein Meisterwerk. Ein ruhiger aber rebellischer Vertreter, anders als CARNER, der zwar auch eher ruhig, aber nicht als rebellisch gilt. Dennoch ist der Identifikationsgrad zum Hip-Hop des Briten sehr groß. Lässige Beats, interessante Samples, fast kein Autotune, angenehm selten und wohltuend.

FATHER JOHN MISTY (US)

Ich war so nass bei seinem letzten Auftritt auf dem Reitplatz. Hatte zwar ein Regencape über mir, aber es war porös. Es standen ca. 200 Leute vor der Bühne und ich erinnere mich an den Blick des etwas schrägen Genies auf mich. Ich tat ihm leid. Lustigerweise traf ich ihn schon einmal. Ein paar Jahre zuvor als er noch mit den FLEET FOXES als Schlagzeuger unterwegs war. Es war in der Grugahalle auf dem Klo. Die Band zog sich dort um. Ich betrachtete das natürlich aus dem Blickwinkel im Spiegel. Unsere Blicke trafen sich. Er tat mir leid. Vielleicht finden wir noch einmal zusammen. Gründe gibt es genug.

SOPHIE HUNGER (CH)

Die Schweizerin liebt das Haldern Pop Festival. Und das Haldern Pop Festival liebt SOPHIE HUNGER. Eine gute Zusammenfindung. Ein schöner (mindestens) Moment. Die Musikerin ist nicht nur sympathisch, manisch und klug, sondern macht auch extrem betörende Musik, die man nicht mehr verlieren will.

MICHAEL KIWANUKA (GB)

„Cold Little Heart“ gilt bei meinen Freunden musikalisch als sowas wie der Pakt mit dem Teufel, den Bluesgitarrist Robert Johnson erlebt. Ihre Seele haben sie aber noch alle. Ganz bestimmt. Zeitlos, warm, eindringlich.

IDLES (GB)

Das können andere besser: “IDLES are hard to capture, because they're not Fat White Family, they're not Sleaford Mods, they are very much their own incarnation of uncompromising rhythmical punk rock. Lyrically, a mixture of dry obsessional humour and poetic slogans. But, best of all, they really get the adrenalin pumping.“ (Steve Lamacq, BBC6 Music)

„Music, in performance, is a type of sculpture. The air in the performance is sculpted into something.“ Fank Zappa

Aus einem Plattenladen in Bad Rothenflede

Alan Lomax

Blogarchive

Soziale Netzwerke

Neueste Posts