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Musik, Kino, Kultur, Radio


Update www.lomax-deckard.de Spring 2017

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 11. Mai 2017, 19:11pm

Kategorien: #Radio, #Konzerte, #Filme, #Populäre Musik, #Kommunikation

Update www.lomax-deckard.de Spring 2017

Ein Satz der mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt hat, ist ein Zitat von Kompagnon und Neu-Smart-Phone-Besitzer Rick Deckard: „…sitze in meiner Stammkneipe und dresche mir einen rein!“ Eine rudimentäre Aussage will man meinen, aber kennt man uns etwas besser, eine beruhigende Tatsache. Denn trotz Billionen von Themen die wir hier niederschreiben könnten, nehmen auch wir uns die Zeit es einfach laufen zu lassen. Es muss nicht alles kommentiert und archiviert werden. Denn unser Archiv ist nach über acht Jahren bloggen randvoll und kaum sortierbar.

Mit ist das kürzlich aufgefallen, bei den Vorbereitungen zu meinem Radiospezial auf 674.fm für Steely Dan. Ich saß stundenlang in meinem Ferienhaus in Dänemark und hörte meine ewigen Lieblingsscheiben von Walter Becker und Donald Fagen. Sätze, Anmerkungen und Geschichten die ich in dem Special sagen, wollte, hatte ich längst hier textlich manifestiert. Man muss sich nicht wiederholen, sondern weiter machen.

So ist es auch mit einigen Filmen die ich in letzter Zeit gesehen habe, aber auch mit sehr vielen musikalischen Alben. Vieles davon ist einfach nicht archivwürdig, weil zu vergleichbar, zu wiederholt, zu da gewesen. 

Manchmal täuscht man sich auch, braucht vielleicht einen zweiten Anschub oder eine andere Sicht auf die Dinge, um sich wiederholt für einen bereits abgelegten Künstler oder ein Werk neu zu interessieren.

So erging es mir z. B. mit dem Film THE ACCOUNTANT den Rick Deckard vor einigen Wochen hier besprochen hat. Nicht überschwänglich, aber immerhin so aufmerksam, dass ich verstanden hatte, dass ich einiges übersehen habe. Also nochmal ran an den Streifen und tatsächlich: Gavin O’Connor hat mehr Gabe als gedacht. Der Film lohnt sich, wird aber trotzdem überbewertet bleiben.

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Ähnlich erging es mir bei dem Film NOCTURAL ANIMALS von Tom Ford. Diesen Film habe ich lange erwartet, nicht zuletzt, wegen Tom Fords offensichtlichem Talent sehr gute Filme machen zu können. Ich kann es nicht genau erklären, aber von dem Film ist in mir kein Bild übrig geblieben, obwohl bildgewaltig und auch innovativ erzählt, so lassen einen die Geschichte und die Personen doch so kalt, dass es einem Angst und Bange wird, weil man denkt, dass einen die gefürchtete Demenzkrankheit bereits jetzt erwischt hat. Aber wer weiß!? …vielleicht hilft ja jemand anders oder Rick Deckard mir weiter, das Thema erneut aufzunehmen.

Und Themen gibt es viele. DIE STERNE aus HAMBURG betitelten diese, meine jetzige Verfassung, bereits vor vielen Jahren als THEMENLÄDEN. Ich finde dieses Wort sehr schön und passend und auch zeitgenössisch. Da wir uns ja im Prinzip alle jeden Tagen an allen THEMEN bedienen können, falls wir keine eigenen mehr haben.

Und immer wieder neue Regale aufzustellen und sie mit neuen Ansätzen zu füllen, ist tatsächlich anstrengender und vielleicht auch oberflächlicher als gedacht.

Erst letzte Woche musste ich an alte Helden denken, als ich in Kassel auf einmal rein zufällig vor dem Wohnhaus von F.W. Murnau stand. Der Stummfilmregisseur hatte dort immerhin fast 4 Jahre gelebt. Natürlich lief mir ein wohliger Schauer über den Rücken, bei meinen direkten Phantasieausschweifungen, wie das Genie aus diesem Haus kam, auf den kleinen Kirchplatz schaute: Licht-Wärme-Stimmungen in sich aufnahm und sie in seinen wunderbaren Filmen verbaute. Aber ich dachte auch darüber nach, wie lange es eigentlich her ist, dass ich das letzte Mal, einen seiner wunderbaren Streifen gesehen habe? Ebenso als ich vor einigen Wochen zufällig bei arte gesehen hatte, dass dort HEAVENs GATE von MICHAEL CIMINO gezeigt wurde. Ich nahm ihn auf und hatte gerade mal Zeit, mir die 20 minutige Rollschuhtanzsequenz anzusehen, die ich für eine der schönsten Momente halte, die jemals ein Mensch als Kunst geschaffen hat, weil sie so viel rasante Lebensfreunde, ehrlich ausstrahlt und wieder gibt. Gleichzeitig stellt diese Sequenz in dem Tanzzelt HEAVENS GATE den dramaturgische Umbruch in dem Film dar,  hin zum fürchterlichen Drama. Man sollte also alles sehen, um zu verstehen.

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Überhaupt beneide ich Menschen die sich tagein – tagaus mit dem Thema Film beschäftigen dürfen. Ebenso, dass es keine Trennung zwischen Beruf und Leidenschaft gibt. Klar, es entstehen dann elitäre Dogmen und auch eine gewisse elitäre Denkweise in Bezug auf das Wissen und die Übermacht des Gesehen, aber dafür sind diese Menschen ja auch Experten. Ebenso wie wir es eben auf einigen Ebenen sind, aber bei kulturellen Dingen dann als Halbwissende dar stehen. Was in der Natur der Sache liegt.

Einer dieser Experten, die sich zu recht so nennen dürfen, ist unser Freund und Cineast MARC HAIRAPETIAN. Auch MARC ist auf diesen Seiten archiviert und zwar mit einer langen und lesenswürdigen  Hommage.

Winkler Film veröffentlicht am 2. Juni 2017 drei Filme mit dem Jahrhundertschauspieler Oskar Werner. DAS NARRENSCHIFF erscheint erstmals auf Blu-ray , ZWISCHENSPIEL und ICH DURFTE AM TISCH DER GÖTTER SITZEN sind DVD-Erstveröffentlichungen mit exklusivem Bonusmaterial und jeweils einem Booklets von Marc Hairapetian.

Genau zur richtigen Zeit und auch im Sinne meines Updates und meiner kruden Gedanken, erscheint also eine beachtenswerte DVD-Box mit den Worten des Oskar Werner Experten MARC HAIRAPETIAN. Das wird wohl eine etwas größere Geschichte. Eben auch, weil es sehr spannend sein wird, die Filme neu zu entdecken. 

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Und es gibt weitere Höhepunkte die angekündigt werden müssen: Unsere nächste Radiosendung musikabend ft. lomax-deckard.de steht an. Unsere mittlerweile sechste. Und es ist nicht nur der geliebte Sender der inhaltlich, wirtschaftlich und thematisch wächst. Es sind auch unsere Sendungen die hoffentlich weniger mit Technikproblem beladen sein werden, dafür aber desto mehr wunderbare Musik und Themen beinhalten haben sollten. Wir planen und sprechen derzeit mit einigen interessanten Bands und Überraschungsgästen. Lassen Sie sich also selbst überraschen und machen sie die Sache bekannter. Ein Internetradio lebt vom Sozialen Marketing, vom Dialog und vom Weiterleiten.

Radio macht Spaß, noch mehr Spaß machen allerdings Festivals! Der Sommer kommt und wir fahren alle zusammen weg.

Zuerst Anfang Juni nach Porto zum NOS PRIMAVERA SOUNDFESTIVAL. Aufgrund des extrem übersichtlichen, aber extremeren qualitativ hochwertigen Line-Ups, darf man gespannt über unsere Meinungen und Eindrücke sein. Etwas später dann, im August, freuen wir uns alle auf das HALDERN POP FESTIVAL am Niederrhein. 

Ich bin froh in diesem Jahr keinen erneuten Bericht schreiben zu müssen, sondern diese Herausforderung Freund und Zeltplatzkollegen Rick Deckard zu überlassen. Nach so vielen Jahren, hat er sich entschieden mitzukommen. Es wird furios!

Ich bin sehr gespannt auf seine Eindrücke und Kommentare. Sicherlich eine Bereicherung, nach so vielen Jahren für mich, einmal einen anderen Blick auf HALDERN zu bekommen. Zudem planen JOHN ROSS EWING und ICH eine LIVE-RADIO-SHOW vom Zelt- und Festivalgelände, welche wir dann verspätet und als zusammengefasste Review am 26.08. auf 674.fm von 18:00 Uhr – 22:00 Uhr präsentieren werden.

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Filme und Serien wird es in diesem Jahr noch viele geben. Es werden, wie immer, Überraschungen dabei sein, aber auch Enttäuschungen. Egal! Schön ist es doch, wenn einem der Boden unter den Füssen weggezogen wird und man gar nicht weiß, wo man mit seinen Emotionen hin soll, wenn es mal wieder passiert.

Mir ist „es“ letzte Woche passiert, als ich die ersten beiden Episoden der dritten Staffel von FARGO gesehen habe. Was dort passiert, wie dort erzählt wird, wie einen die COEN BROTHERS herausfordern viel zu verstehen und vor allen Dingen was EWAN MAC GREGOR dort in einer furiosen Peter Sellers annähernden Performance in einer Doppelrolle anstellt, ist atemberaubend und macht einen erst mal fassungslos, wortlos. Schaut man parallel die dritte Staffel BETTER CALL SAUL, zieht es einem ebenso den Boden unter den Füssen weg. Da muss dringend drüber geschrieben werden und es gilt das bald zu archivieren, damit es nicht vergessen wird. Reviews folgen in Bälde.

Und dann der BLADE RUNNER 2049!!! Im Oktober 2017 kehrt der frühere Polizist RICK DECKARD zurück. Ich freue mich nicht nur auf eine gesteigerte CONVERSATION RATE auf dieser Seite, weil die ahnungslosen Menschennatürlich diesen Namen RICK DECKARD googeln werden und hier landen müssen, sondern insbesondere auf den Film und auf die Meinungen meiner sehr geschätzten cineastischen Freunde, auch die der Nord-Connection-Kinorunde. 

Und dann die Musik! Meine Güte was für par force Unternehmungen in letzter Zeit. Sensationelle Veröffentlichungen ohne Ende, weiterhin revolutionierende HipHop-Alben und alte Helden und merkwürdige eigene Ritte. Nach dem schönen STEELY DAN Erlebnis in Dänemark mit sehr viel umliegender Jazzmusik und Entdeckungen, ein HochzeitsDJing, welches mich kurz zum Konsens zurückbrachte und auch alte schöne Erinnerungen wachgerufen hat, jetzt hin zu einem sehr elektronischen musikalischen Leben, weil ich das so will, es aber auch gefordert wurde und es sehr spannend ist, neue Welten zu erschließen. Kein Songhunting, sondern ehr eine Tür aufstoßen, für die ich schon lange die Schlüssel am Bund getragen habe. Auch dazu demnächst etwas mehr!

Auch das Thema Kommunikation könnte, mannigfaltig bedient werden. Meine Gedanken zur Arbeitswelt, falschen Einschätzungen aufgrund immer gleicher Eindrücke und gesellschaftliches Versagen, werde ich wohl dann doch zu Thema meines zweiten Buches machen. Wobei das ERSTE JEDEN TAG REGEN noch immer im Lektorat ist und auf seine diesjährige Veröffentlichung wartet. Aber selbst wenn es nicht durch die harte Jury kommt, werde ich Teile davon hier veröffentlichen und in einer geplanten Lesesendung auf 674.fm zitieren. Aber! Man muss halt aufpassen, ob man was zu sagen hat. So wie Rick der sich lieber sagt (…); …aber lesen Sie vom Anfang!

Hält dich das aus, was dich aufhält gehörst du dazu und wie hältst du das aus? (DIE STERNE)

Aus dem TOM SHARPEN ECK

Alan Lomax

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