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Homeland – Staffel 4

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 16. Dezember 2015, 18:24pm

Kategorien: #Fernsehen

Hey ich bin John Milius! ...und ich habe rein gar nix mit dieser Serie zu tun! Oder doch???

Hey ich bin John Milius! ...und ich habe rein gar nix mit dieser Serie zu tun! Oder doch???

Francis Underwood und Dexter sind echte Anti-Helden, aber Carrie Mathison ist viel mehr. Weniger enthusiastische Homeland Serienfans stehen dann auch wahrscheinlich auf Anne Hathaways Parodie aus der Saturday Night Show. Kurz umschrieben als psychotisch, nervig und hysterisch. 

Wer will das schon jeden Abend sehen? Außerdem ist sie ja auch fies und hat scheinbar auch keine Moral mehr. Kurz überlegt Sie, ob Sie Ihr Kind in der Badewanne ertränken soll oder schläft mit dem Neffen des Terroristen Haqqani, um den 19-jährigen als Doppelagent zu gewinnen.

Carrie heult, Carrie ist aggressiv, Sie ist antifeministisch, sie hat ein manchmal unerträgliches Gesicht und ist zum dem gierig nach Macht. Wer also will das sehen?

Ganz nebenbei ist die Story die diesmal in Islamabad spielt völlig Hirnlos, Unlogisch, Anti-Amerikanisch und sind Pro-Terroristische-Aktionen zu sehen. 

Aber! Die Staffel ist sau spannend und reaktionär, erinnert vom Trashfaktor etwas an die ersten zwei besten 24 Staffeln und sondert sich mit seiner Heldin die Carrie nicht ist bzw. Anti-Heldin die sie nicht sein will vollkommen vom Serien Allerlei dieser Tage ab.

Wer hätte gedacht, dass diese Serie noch einmal eine Renaissance erfährt, nach der unerträglichen 2 und etwas schnelleren, aber auch wenig involvierenden 3 Staffel mit unerträglichen Ende. 

Kennen Sie noch John Milius? Milius hat unter anderem bei den beiden reaktionären Meisterwerken der achtziger Jahre Conan der Barbar und Die rote Flut Regie geführt und bei Dirty Harry II, sowie bei Apocalypse Now als Drehbuchautor große Werke zwischen Genialität und Irrsinn schuf. Ein Running Gag bei Filmbegeisterten, zwischen Deckard und mir sowieso. Die taz schrieb einmal treffend: „John Milius war mit seinem barbarisch primitiven Erzählstil zumindest originell.

Und genau das ist diese vierte Staffel von Homeland. Originell! Bis zur letzten Minute scheint alles möglich zu sein. Sogar, dass die pakistanischen Terroristen die Weltherrschaft übernehmen oder es ein einzelner Geheimagent als erster amerikanischer Gotteskrieger mit Bombengürtel auf Augenhöhe gegen seine Feinde in den Krieg zieht.

Dazwischen die manische, bipolar gestörte Carrie, die wie ein Junkie durch die Weltpolitik stockelt, in der inzwischen sogar vorkommen kann, dass der Mann der amerikanischen Botschafterin zum Feind im eigenen Bett wird. 

Das alles ist lustig, hoch unterhaltsam und erreicht wie gesagt in der seriellen US-Amerikanischen TV-Landschaft den Reifegrad des Kinos des Actionkinos der Achtziger Jahre.

Vor der roten Morgendämmerung stehend, mit einem Maschinengewehr im Anschlag

Alan Lomax

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