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Barcelona - Kurz Zusammengefasst

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 21. Februar 2015, 15:25pm

Kategorien: #Kommunikation

Barcelona - Kurz Zusammengefasst

"Seit dem Studium waren die beiden beste Freundinnen und hatten in den meisten Dingen den gleichen Geschmack und die gleiche Auffassung. Nur beim Thema Liebe hätten ihre Ansichten kaum unterschiedlicher sein können.
Vicky war weder auf Schmerz noch Kampf erpicht. Sie war bodenständig und realistisch. Von einem Mann erwartete sie Ernsthaftigkeit und Beständigkeit. Sie hatte sich mit Doug verlobt, weil er anständig war und erfolgreich und eine feste Bindung als etwas Schönes ansah.
Cristina wiederum erwartete von der Liebe etwas völlig Anderes. Sie hatte, wenn auch ungern, Leid als unausweichlichen Teil tiefer Leidenschaft akzeptiert und sich damit abgefunden ihr Herz auf's Spiel zu setzen. Hätte man sie gefragt, was sie sich vom Einsatz ihrer Gefühle versprach, sie hätte es nicht sagen können. Zumindest wusste sie was sie nicht wollte. Und genau das schätze Vicky über alles."

Was ich an Woody Allens Film VICKY CHRISTINA BARCELONA schon immer schön fand ist der inhaltliche Widerspruch gewesen, der letztendlich nicht nur von der Off-Stimme in o.s. Beschreibung der beiden Protagonisten beinhaltet, sondern eben auch wie so ganz nebenbei Barcelona bzw. Städte im Allgemeinen zu beschreiben sind!

Bereits vor ein paar Tagen hatte ich über meine kurze Reise in die katalanische Hauptstadt berichtet. Euphorisch: http://www.lomax-deckard.de/barcelona-einmal-wohlfuehlen-bitte. Vor zwei Jahren war ich das erste Mal in dieser Stadt, um mit Freunden das PRIMAVERA FESTIVAL zu besuchen. Einige dieser Freunde haben eine zeitlang dort gelebt, so dass Barcelona immmer irgendwie im Mittelpunkt steht.

Aber ich gebe es zu. Die iberische Halbinsel erobert mehr und mehr mein Herz. Bereits vor einigen Jahr hatte ich an dieser Stelle von meiner Reise nach Asturien http://www.lomax-deckard.de/article-oviedo-54914267.html berichtet. Und klar Woody Allens Film hatte auch hier seinen Einfluß. Oviedo bleibt unvergesslich!

Zurück also zum Thema Widerspruch! Wer mich kennt, weiß dass ich durchaus mit einer gewissen Kontradiktion ausgestattet bin. Und ja, ich gebe es zu (denn auch hier im blog kann man es häufiger lesen), dass andererseits und einerseits liegt mir sehr nahe. Übrigens meine ich, aus meiner Sicht und dem was ich sagen will, ehr eine konträre Sicht.

Denn insbesondere bei Beschreibung von Städten, sagt doch gern der Eine: "Oh, was für eine schöne Stadt" und der Andere: "Das ist die schönste Stadt der Welt". Beides ist grundsätzlicher Blödsinn um eine Stadt zu beschreiben und zeigt nur, wie wenig man (oder der eine oder der andere) von einer Stadt verstanden hat. Denn eine Stadt muss von seinen Bürgern wahrgenommen werden. 

Denn die verbinden eine Heimat mit ihrem Lebensraum und statten diesen eben so aus, wie er sich entwickelt. LIEBE DEINE STADT hängt in großen Lettern in Köln. Und da ist etwas dran! Denn wenn die Bürger einer Stadt ihre Stadt lieben wird sie schön und das überträgt sich auf jeden Besucher. Sehr einfach, scheinbar! Jedoch wenig beschrieben!

Köln und Barcelona geben für diese These eine gute Grundlage.  Obwohl ich Kölner bin, kann ich sagen, dass diese Stadt nicht schön ist. Aber! Sie strahlt, hat Herz und macht Sinn (um mal ein Karnevalslied zu zitieren).

Schlendert man so tageweise durch Barcelona im Februar, wo die Straßen noch touristenfrei sind und die Temperaturen weit und 20 Grad sind, so stellt man trotzdem eins fest: Die Menschen von Barcelona lieben ihre Stadt! Sie trotzen den kühlen Temperaturen, sitzen trotzdem draußen und trinken ihren Kaffee und essen ihr Mittagessen und umleben scheinbar immer entspannt, gutgelaunt und stolz ihren Tag und ihre Stadt.

Das was Barcelona dann auf mich vom Tibidabo bis zum Peix ausstrahlt, ist genau dass was Vicky über Christina bzw. was Christina über Vicky denkt. Es bleibt konträr.

...aber mit was für einer Wucht und mit was für einer Schönheit und mit was für einer Liebe!

Alan Lomax

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