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Die Welt des Clutchy Hopkins“ – Wie nutzt man Macht oder wie kann ich noch schnell ein Mitglied bei den Beastie Boys werden erscheint in Kürze! - Teil 3 – Sabotage

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 24. September 2011, 16:05pm

Kategorien: #Populäre Musik

Teil 3 

g.) 1. Lord Newborn & The Magic Skulls 

Vieles von den folgenden Zeilen, Einträgen und Plattenbesprechungen sind Annahmen! Wir befinden uns immer noch in der Welt des Clutchy Hopkins! Seine Platten, sein Leben, sein Phänomen muss später besprochen werden. Um dort hinzukommen muss man anders anfangen. 

lord_new__82496.jpgBei mir beginnt der Trip nach vielen Überlegungen bei der Platte „Lord Newborn & The Magic Skulls“ des gleichnamigen Trios. Musiker sind: Shawn Lee (über den wir in späteren Folgen noch sehr viel mehr erfahren werden), Tommy Guerrero und Ex-Beastie Boy Money Mark. 

Money Mark hat einige bemerkenswerte Solo-Alben veröffentlicht, ist geborener Tontechniker und tja, vielleicht trifft es das am Besten, Soundfrickler. Der Sohn einer japanisch, mexikanischen Zusammenkunft von zwei Menschen ist das sog. ewige „vierte Mitglied“, den, alle großen Bands (die Beastie Boys zähle ich durchaus hinzu) haben. Die Stones, die Beatles, Led Z., Oasis. RhCP etc. Alle haben ein weiteres Mitglied. Vielleicht das verloren gegangene Genie. Einer der im Bandkosmos keine Akzeptanz fand, aber deutlich prägend für die Erfindung der Gründung war. 

Money Mark hat die Beastie Boys aus dem HipHop in die Welt des „Chillaxed-Rockadelic-Sound“ gebracht. Eine Referenz zum entspannten Wüstensound, zu Tarantino, zu AIR, zum Funk, meinetwegen zum Rock. Alles nicht greifbar, da zu verpuzzelt. Die Frage ist ehr, welche Einflüsse Mark Ramos-Nishita nicht verarbeitet hat. Fassen wir ihn mal als Klanggenie zusammen. Mit Shawn Lee hat er einen Amigo gefunden, der etwas poppiger, williger, aber ebenso vielseitig unterwegs ist. Shawn Lee's Geschichte in der Öffentlichkeit ist übrigens noch einige Teile wert und auch in diesem ganzen Zusammenhang, mein heimlicher Held. Die Geschichte wird abstruser. Lee hat fast immer eine Tigermaske auf. Diese muss er alle 2 h abnehmen, dann wieder aufsetzen, sonst überlebt er nicht!

h.) Soul Miner 

Der dritte im Bunde, Guerrero ist ein ehemaliger Skater und hat die geniale Platte „Loose Grooves & Bastards“ herausgebracht. 

Diese klingt beim ersten durchhören nach einer sehr oberflächlichen Gitarrennörgelei, für entspannte Beachclubs. Nach dem zweiten Durchlauf macht der Titel „Loose Grooves & Bastards“ oder die oftmals mit demWort „Blues“ betitelten Songs Sinn. 

Mark und Lee, brauchten bei aller Soundcollagerei ein Bindeglied. Einen Melodieerzeuger, der aber nicht zu klassisch, sondern durchaus auch mal moderner klingt. Moderner? Hm, schwer zu beschreiben, schließlich hören wir auf dem Album ehr Klänge, die in einem Jazzmagazin sicherlich als oberflächlicher Fusionsound abgetan werden. Da Guerrero aber eine alte Skateboardlegende ist hat er einen nicht zu beschreibenden Verve, der vielleicht mit dem Phänomen Jack Johnson und Donovan Frankenreiter zu beschreiben ist. Zwei alte Surflegenden, die es auch irgendwie schaffen, ihre relaxte Art und Weise in den doch Mainstreamingen Songs zu verpacken. 

Dorau hat also recht! Die Musik ist immer nur ein Teil vom Ganzen und wenn es eine Addition von coolen Jugendsubkulturen gibt, dann doch wohl HipHop, Rock und Skatekultur. Dieses Video von Guerrero, kann belegen, was ich meine: 

 

Merkwürdiger Weise wurde die Platte auch euphorisch im Spex besprochen. Hans Nieswand hatte damals den Kniff, offensichtlich bereits gefunden, dem ich hier auf der Spur bin. 

Das Album der Skatelegende möchte ich in zweiter Reihe empfehlen, da ich glaube, dass das nicht unbedingt, die vermeidliche Coolness der Leserschaft trifft. 


Zurück zu den Magic Skulls! 

g.) 2. Lord Newborn & The Magic Skulls 

Disco Loco ist vielleicht der Track auf der Platte der am besten vermittelt worauf ich hinaus will. Wir hören hier eine massive Gitarre, einen Bass und einen recht rockiges Riff, bevor ein merkwürdiger achtziger Keyboardsound hinzustößt. Das ganze wird zu einem Discobeat gespielt und später kommen die üblichen Soundcollagen hinzu, die, die gesamte  Faszination von Money Mark und Shawn Lee ausmacht. 

Ich stelle mir das so vor, dass einer der Herren, ein riesiges Studio hat, in dem mindestens 5.000 Instrumente stehen. Man trifft sich, kifft, trinkt hat Spaß, irgendwann fängt man zu jammen und wenn es passt, wird’s aufgenommen. Das klingt, treffend beschrieben, manchmal nach „Die Straßen von San Francisco“ und dem Score der Zeichentrickserie „The Peanuts“. 

Subsummiert ist das Album ein Traum, dass unglaublich viel Spaß macht. Es ist verwendbar für’s Autofahren, am Strand liegen, zum Nachdenken, Träumen, grooven, tanzen, trinken, f.....! Es ist ein ewiger Sound, der süchtig macht. Abgesehen davon, dass er famos klingt, dieser Sound. 


i.) Ringa Ding Ding Ding 

Eine weitere hauptsächliche Erkenntnis dieser neuen Musikwelt für mich ist, dass wir hier von amerikanischer Musikkultur sprechen. Wenn man bei ähnlichen Platten von AIR, Daft Punk, Kid Loco, Mocky oder Caribou spricht, ist da immer etwas europäisches zu hören. Man denkt an Frankreich, ans Mittelmeer, an große, schöne alte Städte. Das gesamt Gebilde und neue Klangspektrum was ich hier entdecke, bleibt in meinem Kopf in Amerika. Ein Gefühl, dass ich persönlich sehr befürworte und ja bereits mit der ewigen Lieblingsband Steely Dan zementiert habe. 

„Macht“ ist in diesem Zusammenhang „Instinkt“. Money Mark verbindet geschickt musikalische Ebenen, Subkultur und coole Menschen zu einem gesamt Gebilde. 

Nach dem ich im letzten Teil, bereits geäußert habe, dass ich gerne Marketingmitarbeiter beim Label wäre bzw. gerne ein eigenes hätte, dann muss ich jetzt manifestieren, dass ich gerne Money Marks Lücke bei den Beastie Boys schließen würde, um meine Idee in die etwas eingeschlafene Bandstruktur zu bringen (die neue Platte ist wirklich nicht so gut), um anschließend den Coolness-Faktor zu haben, solche Platten zu machen, wie Money Mark mit den Magic Skulls. 

Lord Newborn, sich also neu selbst zu erfinden, Musik als gesamtes personifiziertes Kunstwerk, auf aber hunderten von Ebenen zu präsentieren, ist eine großartige Idee und ja letztendlich auch das worum es hier in diesem Mehrteiler geht. Um die Welt des Clutchy Hopkins, die eigentlich nur ein Mann sein kann... 

Alan Lomax 

Der vierte Teil von „Die Welt des Clutchy Hopkins“ – Endloses BlaBla oder tatsächlich ein wichtige Erkenntnis Herr Lomax! Und der fünfte Teil von „Die Welt des Clutchy Hopkins – Ein Zwischenresumee für die Nachwelt, bevor das ganze hier weiter geht, lesen Sie demnächst auf www.lomax-deckard.de

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