EWINGS (674FM) DEFINITIVE TOP FIVE DES JAHRES 2025
Ewing ist ein alter Mitstreiter, Kenner, rasender Reporter, Praktikant und Freund des Alan Lomax Blogs. Seit Jahren begleitet er uns – aufmerksam, neugierig, meinungsstark. Dazwischen meldet er sich immer wieder mit klugen Einblicken, präzisen Aufstellungen und Berichten, die hängen bleiben. Entsprechend hat es Tradition, hier seine definitiven Top Five des Jahres 2025 zu veröffentlichen.
Ein Teil davon – und vieles mehr von den anderen Members des Musikabends bei 674FM – ist in unserer Jahresauftaktshow am Samstag, 27. Januar 2026, um 18:00 Uhr zu hören.
Ewings Konzertmomente 2025 sind hier nachhörbar:
EWINGS DEFINITIVE TOP FIVE DES JAHRES 2025
Kultur ist nicht mehr sicher in diesen Zeiten. Fazit 2025. Deshalb hier ein Aufruf: kauft Schallplatten Eurer Lieblingsartists, wenn es irgendwie geht und macht das in unabhängigen Geschäften, bei Downloads am besten bei bandcamp, damit die KünstlerInnen etwas davon haben. Kauft frühzeitig Tickets für Live-Events, denn nur Planbarkeit schafft Sicherheit für Kulturschaffende. Die Förderungen für Kultur sinken massiv, wir werden das an vielen Ecken spüren. Lasst Euch nicht von einer KI Euren Geschmack erklären, findet es selbst raus, setzt Euch auseinander.
Weit entfernt von Verdrossenheit aber schreibe ich hier meine musikalisch wichtigsten Punkte 2025 auf.
Und dies sind aus meiner Sicht die schönsten Songs/7inches des Jahres:
It’s amazing to be young
Fontaines D.C.
XL Recordings
All the good men
Silver Gore
Island Records/Concord Music
Fanzine made of flesh
Mogwai
Rock Action Records
New dawn
Marshall Allen & Neneh Cherry
Weekend Records
Manhattan Youth
Been Stellar
Dirty Hit
Got to have love
Pulp
Rough Trade
Cloud land
Stereolab
Warp Records
Look what you’ve done
Radio Free Alice
Impressed Recordings
I’m in love
Andy Bell & Dot Allison & Michael Rother
Sonic Cathedral
Cologne
Allo Darlin
Vor dem TV/ Bela Lugosi’s dead
Moritz R./J.J. Jones Terzett
Formosa Punk Records
A Sua Diversão / Não Tem Nada Não
Ana Frango Elétrico
Mr Bongo, Risco, Psychic Hotline
Prudência - Praga
Tim Bernardes
Psychic Hotline
Scialla
Nu Genea
NG Records
If you ask
Soyuz
Mr. Bongo
Verstehen
Erobique & Ada & Arnim
Asexy Records
Und viel wichtiger, nun die besten Alben:
Diamond Jubilee
Cindy Lee
Cindy Lee/Superior Viaduct
Nicht zu toppen ist in diesem Jahr Patrick Flegel mit diesem famosen Triple Album voller Schönheit, es lässt einen stets fasziniert zurück. Ich kannte zuvor das Women Projekt und als dann, ich glaube von Pitchfork, „Diamond Jubilee“ unfassbar gefeiert wurde, kam die Neugier, dann die Gier, dieses Album immer weiter laufen zu lassen (wird bei sechs LP-Seiten zum Sport…) Das faszinierende ist die vielleicht ständig durchschimmernde Androgynität und die akribisch aufgebauten Songs, davon jeder in ein spezielles Abendkleid gehüllt, Flegel ist by the way für sich persönlich Freund des cross dressing und tritt in der Regel in Frauenkleidern auf. Die Vielfalt der Songs und deren Struktur ist im Rahmen eines Albums in jedem Fall bemerkenswert. Nachdem kurz nach Veröffentlichung des Albums eine US-Tour kurzerhand aus persönlichen Gründen abgesagt wurde, gab es im November einen Auftritt des Kanadiers in Chicago, der eine überragende Kritik erhalten hat. Flegel ist sehr autark unterwegs und man kann gespannt sein, ob Cindy Lee Auftritte in Europa hinlegen.
More
Pulp
Rough Trade
Nach den Fontaines haben sich auch Pulp den Depeche Mode Produzenten James Ford geschnappt. Wie schlau! Es ist ein formidables Comeback geworden. Die Texte von Jarvis sind klug und schlüpfrig, wie immer, eine gewisse Altersweisheit ist eingetreten. Musikalisch befinden wir uns im besten Sinne im Theater, die Leichtigkeit fehlt zum Glück nicht, es gibt reichlich Hit- und hippotential, so dass man schon von einem neuen Meilenstein des Britpop sprechen kann. Das war so vermutlich nicht zu erwarten. Insgesamt ein Meisterwerk! More, bitte.
It's A Beautiful Place
Water From Your Eyes
Matador
Tolle Band aus New York City. Wir sind glücklich, dass sie bei uns im Club bei 674FM gespielt haben. Mit wahnsinniger Live Energie, das hat sehr viel Spaß gemacht. WFYE sind so melancholisch wie avantgardistisch, nicht vorhersehbar und was sie so spannend macht: einzigartig und in keiner Schublade zu Hause. Wie ein gutes Buch, das einen aus nicht klaren Gründen fesselt. Eine Auseinandersetzung mit Kunst. Demnächst auf den ganz großen Bühnen…
The bad fire
Mogwai
Rock Action Records
Glaswegian manifesto.
Forever, how long
Black Country, New Road
Ninja Tune
Die mutigen Besties, die nach dem harschen Ausstieg von Isaac Woods eine Neuerfindung des Bandkonzepts durchgezogen haben. Sie experimentieren weiter und setzen auf den mittlerweile fantastischen Gesang von Tyler Hyde, Georgia Ellery und May Kershaw. Togetherness zahlt sich da aus und es ist schön, das zu beobachten und zu hören.
Heavy Metal
Cameron Winter
Partisan Records/Play it again Sam
Getting killed
Geese
Partisan Records/Play it again Sam
Nach dem für ihn selbst überraschenden Erfolg seines Solo Albums Anfang des Jahres, ich spreche von Geese Sänger Cameron Winter, startet auch das dritte offizielle Geese Album durch und wird zum Kritikerliebling. Aufgrund der Diversität der Songs völlig zurecht. Höchst unkomfortabel und weird ziehen die Songs einen in den Bann, vergleichbar vielleicht mit einem Tom Waits, dem das immer ähnlich gelang. Garage trifft Chor, Wut und Dynamik weichen einem Chill-Modus. Gleich beim ersten Hören liebt man das Album. Geese sehen sich als Kollektiv und feiern auch Camerons Solo-Erfolg als Band-Ding, ungewöhnlich aber voller Liebe scheint dieses Quartett nun einmal zu sein. Verbundenheit im besten Sinn. Bitte so wild weitermachen.
Self Titled
Kae Tempest
Universal Music
Das Album ist nun mit einer männlichen Stimme versehen, von Kae offenbar lang ersehnt. Kae Tempest spielte endlich wieder in Köln. Die Live Music Hall war nicht ganz voll, aber es gab zwischendurch minutenlange Ovationen und Kae hat sich zurecht feiern lassen und sein neues George Michael Cover Freedom im Gepäck, es war einfach Zucker. Die Tracks vom neuen Album haben einen glorreichen Flow und begeistern. Man merkt, dass die persönlichen Kämpfe, die Selbstfindung und Gesellschaftskritik, die mit tiefer Verletzlichkeit verbunden sind, nun zu einem triumphalen Gefühl der Befreiung und Klarheit führen. Congrats!
Beim Blick nach Brasilien gibt es zahlreiche Lieblingsalben größter Güte:
Weyes
Luisa Almaguer
Download only/eigentlich aus 2024
Auch nach Auskunft des Schallplattenhändlers meines Vertrauens gibt es von ihr nix zu bestellen.
Luisa Almaguer ist eine Trans-Person und -Sängerin aus Sao Paulo, die ich nur zu gern in Utrecht beim Le Guess Who gesehen hätte, aufgrund des genialen Auftritts der Congos aber verpasst habe. Das Album „Weyes“ und alle weiteren zu findenden Songs mit ihrer Beteiligung sind außergewöhnlich und bestechend gut.
Africa Express Presents... Bahidora
Africa Express
World Circuit, BMG
Zu finden sind Songs mit Luisa Almaguers Beteiligung auch im Damon Albarn Projekt Africa Express mit deren aktuellem fantastischen Doppelalbum „Bahidora“. Das ist wirklich Weltmusik, Musik aus allen Universen eigentlich. Auch Fatoumata Diawara, Django Django, Nick Zinner und Joan Wasser sind beispielsweise beteiligt. Sehr gelungen ist auch das Smiths Cover von Panic: Pánico (Cuelga al DJ), ein großer Spaß, wie da in Mexiko vermeintlich der DJ gehängt wird.
Pequena vertigem do amor
Sessa
Mexican Summer
Sessa ist mit neuem Album da, auf dem steht „an intimate meditation on love and transformation“. Da lässt man sich gern drauf ein, Stimme und Töne verschmelzen in der Tat zu einer meditativen Wolke.
Inteira
Nina Maia
Seloki Records/Mr. Bongo
Was für ein Debut Album, es vermischt mpb mit leftfield und wird zurecht als modernes brasilianisches Album gefeiert.
Maravilhosamente bem
Julia Mestre
Mr. Bongo
Die Mitglieder von Bala Desejo sind nun alle auf Solopfaden unterwegs, die Kreativität muss raus, hier zeigt sich die Leichtigkeit des Pop im brasilianischen Gewand, kann man nur lieben.
Afim
Zé Ibarra
Mr. Bongo
Auch Zé geht solo. Rio de Janeiro. Sehr wilder Mix, der ihn aber als Singer/Songwriter bestens in Szene setzt, ihm gelingen die Cover Versionen ebenso wie seine eigenen Stücke. Brilliant!
Beleza
Rubel
Mr. Bongo
Sehr persönliches, intimes neues Album von Rubel, das kurz gerät und mit einer zuckersüßen Coverversion von Radioheads „Reckoner“ (die Streicher Arrangements sind von Artur Verocai) endet.
Lux
Rosalia
Columbia, Sony Music
Für mich eine absolute Überraschung in meiner Liste, aber an dem Album kommt man 2025 einfach nicht vorbei. In der TAZ hieß es, sie sei das „Licht der Welt“. Ihre Zusammenarbeit mit Bjork und Yves Tumor auf „Berghain“ ist jetzt schon legendär, weil Hit , obwohl als Anti-Hit konzipiert. In Porto 2023 beim PrimaveraSound haben wir das Konzert damals bewusst ausgelassen. Im Nachgang bereut man so etwas leicht, aber wenn man sich die alten Aufnahmen anschaut, war es vielleicht auch seinerzeit noch nicht das, was mich aufgewühlt hätte. Auf dem Album nun nutzt sie mehr als zehn Sprachen, tausend Styles und bedrückende Ernsthaftigkeit. Ein wilder Mix, auf den man sich gern einlässt. Höchst dynamisch, voller Weiblichkeit, Auseinandersetzung mit dem Glauben aus allen Richtungen, orchestriert begleitet und wieder zerstört. Purer Pop. Global Pop. Zuletzt gab es so etwas vielleicht von Madonna. Aber Rosalia ist unique bisher. Die Katalanin vermischt gekonnt die Flamenco-Elemente in ihre großen Popsongs. Wie kommt man darauf, so etwas zu wagen? Sehr mutig und leidenschaftlich und toll.
Eine lebenslange Passion ist Shoegaze, in diesem Jahr gab es viele tolle Veröffentlichungen von alten und neuen Helden. In meiner Live-Sendung habe ich ja bereits Attic Ocean gefeatured, die gerade an einer neuen EP arbeiten, aber 2025 keine Veröffentlichung hatten, but stay tuned.
Von Lush gab es Wiederveröffentlichungen und das Solo Album von Miki, nachdem Emma Anderson letztes Jahr bereist vorgelegt hat. Bei RIDE gingen erneut Andy Bell und erstmalig Steve Queralt auf Solopfade.
Another one making clouds
Everything Else
Big potatoe
Sehr viel Seele, sehr viel Traum, süßer Vogel Jugend, sehr viel Verzerrer. Habe ich oft gehört.
Night-bound eyes and blind to the day
Whitelands
Sonic Cathedral
Kommt noch aus 2024, entfaltet seine Wirkung aber 2025. Da überraschen die Melodien durch die beteiligten Protagonisten. Simon Scott hat‘s gemastert. Entwickelt sich zum meditativen Hörerlebnis. Still gazing…
Pinball wanderer
Andy Bell
Sonic Cathedral
Extrem geiles Album mit vielen smashern. Sehr krautig, nicht nur wegen Michael Rother. Hypnotic shit, bravo Andy! Grooved mit besten Vibes. „Apple green ufo” ist jetzt schon ein evergreen.
Tripla
Miki Berenyi Trio
Bella Union
Mikis Wirkung ist einzigartig, ein fulminantes Werk voller Träume und Kraft und mit einigen Hits versehen, sofort wieder schockverliebt, ich mag sie noch genauso wie am ersten Tag.
Eine opulente Entdeckung im Jazz ist das folgende Album:
The ruin
Elliot Galvin
Gearbox
Ist mir wegen der Beteiligung alter Helden aufgefallen (Shabaka Hutchings und Seb Roachford) Shabaka frönt, wie er mir vor zwei Jahren in Haldern backstage bereits verraten hat, fortan nur noch seinen Flöten, weil er mit seinem Tenor Saxophon eigentlich alles gemacht hat, und das mit Verve. Das Album hat eine ganz eigene Stimmung, very trippy. Deshalb empfehle ich auch die ganze Dosis.
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10 Sault 2025 Forever Living Originals Immer noch mysteriös. Inflo und Cleo soulen sich durch die R& B Landschaften und versprühen Leichtigkeit mit Tiefgang und pure Schönheit. Die Frequenz der qualitativ hochwertigen stets politischen Alben ist immer noch atemberaubend. |
Die International Anthem Posse haut auch 2025 wieder geniale Alben raus. Höchst politisch allesamt, gut so.
Saul Williams Meets Carlos Niño &
Friends At Treepeople
Saul Williams, Carlos Niño, Friends Of Carlos Niño
International Anthem Recordings
Wir haben das Projekt in Utrecht live gesehen, Saul mit unbändiger Dringlichkeit in seiner politischen Poesie, für seinen Zorn erhält er immer wieder nachhallenden Zwischenapplaus. Carlos Nino kam mit einem Koffer voller Spielzeug, mit dem man Musik am Schlagwerk machen kann, das war sehr experimentell und schön. Gegen Rassenungerechtigkeit und Klimakrise!
A blade because a blade is whole
Alabaster de Plume
International Anthem Recordings
Sein improvisiertes und schräg angehaltenes Saxophon ist immer noch unique. In Haldern hat er mit seinem Set den Rasen leergespielt, weil die Menschen die Auseinandersetzung nicht ausgehalten haben. Meditative und moralisch anprangernde Poesie verpackt in ein experimentelles musikalisches Gewand ist nicht (massen-)kompatibel. Ich finde dieses neue Album wieder sehr gut. Insbesondere seine positive Haltung den Menschen gegenüber ist bemerkenswert zukunftsorientiert.
Touch
Tortoise
International Anthem Recordings
Dieses neue Signing auf IAR ist folgerichtig, genreübergreifend sind die Helden des Postrock wieder zurück und machen alle glücklich, eine Konsensplatte! Es krautet und rumpelt und alle haben Spaß.
List of demands
Damon Locks
International Anthem Recordings
Spoken Word, Samples, historische Protestreden im Rhythmus der Zeit und das gepaart mit Hoffnung, dem Blick auf das Schöne und Zukunftsaussichten führt einfach zu einem emotionalen Werk.
Sweetface Killah
Infinite Coles
2025 Don't Sleep, Ipias
Dennis Coles ist der Sohn von Wu Tang Legende Ghostface Killah und legt als offen schwul lebender Artist im HipHop hier ein spannendes und sehr schönes Album vor, das Songs mit ungewöhnlichem Flow und auffallender Softness ans Licht bringt. Ein Manifest für die Vielfalt!
Caroline 2
Caroline
Rough Trade
Viele Instrumente sind bei dieser achtköpfigen Band im Einsatz, viele Brüche in den Songs, massenhaft Spannungsbögen, sie arbeiten mit nicht vertrauten Rhythmen und verblüffen dadurch. Sehr spannend, tolles Album!
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Auch die orchestrale Fraktion ist unter den besten Alben hervorragend vertreten: |
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La Symphonie Des Éclairs (Orchestral Odyssey) Zaho De Sagazan Disparate, Virgin Music
Die Vollendung einer langen Reise mit ihrem Debut Album und einer fortwährenden Entwicklung und neuen Songs. Schaut Euch den phänomenalen Auftritt bei arte concert dazu an. Zaho de Sagazan Symphonique - Auditorium von Lyon, 2025 - Programm in voller Länge | ARTE Concert Ihre live Konzerte in Haldern und im Kölner Palladium waren ganz wundervoll. Diese Stimme, dieser Mensch mit unverblümten Emotionen, diese Attitüde, alles ganz großartig. |
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Downton Abbey - The Grand Finale John Lunn Decca
Ohne diese Musik wären Serie und Film nicht erfolgreich. Es ist so anrührend wie würdevoll, so melancholisch wie dramatisch opulent, ein Füllhorn der Gefühle, I like. |
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Beetlejuice Beetlejuice (Score From The Original Motion Picture Soundtrack) Danny Elfman Waxwork Records |
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Danny Elfman passt einfach perfekt zu Tim Burton. Er verarbeitet all diese kleinen Gimmicks in seiner Musik, die für Absurdität, Weirdness und total schrägen Humor mit willkürlichen Gruselaspekten steht. Was für ein großer Spaß, der so kunstvoll inszeniert ist. Bei den etwas lauteren Artists kommen wir nicht um die New Yorker ShootingStars von Been Stellar herum. Scream from New York Been Stellar Dirty Hit Der Titel sagt es schon. New York wird mal wieder laut, grungy auch. Im Killertrack des Albums „Manhattan Youth“ gibt man sich jungweise desillusioniert und kokettiert mit der roughen Stadt. Sehr energetisch und authentisch, live in Porto wie beim Haldern Pop sehr überzeugend. Learning Greek |
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Humour So Young Record |
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Glasgow. Euphorie und Weltschmerz, die Band Humour macht gute Punkte und gute Punksongs, das geht direkt ins Blut.
Und last but not least, hier die besten EPs:
Dogs in heaven
Silver Gore
Island Records/Concord Music
Kein Genre, keine Schublade, einfach saugut. Ava Gore von Silver Gore kann mit Stimmungen spielen, die Texte haben besondere Moves und überraschen einfach. Eine EP, die wirklich glücklich macht, mit viel Freude aufwartet und dennoch kritische Töne mit einer Portion Melancholie beinhaltet. Ich freue mich sehr auf mehr, sehr.
Lackluster writing makes fundamental reading
Makeshift Art Bar
Dinked Edition – NERD01
Das Left oft the Dial Festival in Rotterdam hat auf jeden Fall wieder einige Überraschungen bereitgehalten und uns gute neue Bands vorgestellt. Die wichtigste Band waren für mich Makeshift Art Bar. Die Jungen Menschen kommen aus Belfast und sind ganz schön sauer, was man ihnen natürlich anhört . In der Selbstbeschreibung: the rising sonic powerhouse hailing from Belfast; die Radiokollegin Marie Hops von BBC 6, sagt über die Band: “Imagine catching the tears of 1980s Bargeld and Cave and using them to wipe down a devastatingly beautiful cafe racer motorcycle” Es ist poetisch und finster in Belfast, wenn Makeshift Art Bar in der Nähe sind.
owhere Near Today
Midding
Tough Love Records
Bemerkenswert beim Left Of The Dial Festival in Rotterdam war außerdem im Club Rotown die Band MIDDING, bei denen haben wir vermutet, dass der psychologische Betreuer der Band aus dem Jugendheim mit den Kids einfach mal losgezogen ist. Ich hatte ein tiefes Gefühl von Velvet Undergroundiger Dronigkeit, es ist auch reichlich Hall im Sound der Band aus Cardiff. Die sehr junge Schlagzeugerin Nia Abraham stand und war saucool, der für Bier viel zu junge, maximal 14-jährige Gitarrist trug ein Morphine Shirt und war fast so gut wie sein vermeintlicher Bruder. Das ist Deep-shit, gebt euch das.
Time Stands Still & Le Temps S'arrête
Project Gemini & Wendy Martinez
Mr Bongo
Irgendwo habe ich gelesen, dass dieses Vinyl ein Liebesbrief an französiche Filmscores ist. Stimmt und deshalb ist es großes Kino. Ziemlich psychedelic zudem…
Blixa Bargeld sings David Bowie
Blixa Bargeld
Eigenvertrieb
Accompanied by Nicco Weidemann nimmt sich Blixa die Stücke mit Berlinbezug vor und steuert es aus. Das ist schon gut. Heute, der Tag, an dem ich das schreibe, ist King David Bowie zehn Jahre tot.
Tour Ep
Garth Erasmus & Broken String Ensemble
TAL
Habe ich leider beim Weekend Fest live verpasst, da wir in diesem Jahr das Le Guess Who vorziehen mussten. Das ist schon schade, da ich diese avantgardistische Herangehensweise gerne gesehen hätte. Pure Ästhetik im Gewand von freiem Jazz.
John Ross Ewing
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