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How to Steal a Million? - William Wyler

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 30. August 2011, 09:50am

Kategorien: #Filme

Die Genrebezeichnung "Heistmovies" habe ich noch nie gemocht und auch nie wirklich verstanden! In der heutigen Zeit, in der alles eine klare Struktur haben muss, eine Schublade für jedes nicht zu erklärende Werk geöffnet werden muss, ist es natürlich denkbar einfach, einen charmanten, vielseitigen und tempolehrreichen Film wie diesen hier in diese Schublade zu stecken.

Aber natürlich hat auch William Wyler, dessen Filme ich auch nie sonderlich gemocht habe, das Genre prima ausgenutzt. Der Zuschauer erfährt recht früh, welches Objekt gestohlen werden soll und wie die Hindernisse überwunden werden sollen.

Nun ist es aber nicht die Handlung, die mich so freudig erregt hinterlässt und auch nicht die Qualität des gesamten Filmes und auch nicht der unwichtige kleine Zorn über die Genrebezeichnung. Es sind vielmehr diese 3 Eindrücke:

1. Die Titelsequenz! Man sieht Audrey Hepburn mit einer unglaublichen Sonnenbrille und einem noch unglaublicheren Hut in einem unfassbar winzigen Auto sitzen, mit dem sie fortan nach Hause zu ihrem Großvater dem Kunstfälscher Charles Bonnet fährt! Im Hintergrund ertönt der flotte sechziger Jahre Score von einem Mann Namens Johnny Williams, der danach erwachsen wurde.

Diese Sequenz hat einen solch unfassbaren Verve, man saugt die Stimmung Paris der sechziger auf, man vermutet, dass sogleich ein unfassbar lustiger , aber eleganter Film beginnt. Leichtigkeit! Insbesondere nach 2 Wochen Filmentzug!

2. Peter O' Toole und Audrey Hepburn in der Besenkammer! Das ist famose Komik! Stündlich schaltet, der schlaue Meisterdieb, die Alarmanlage ab. Stündlich bricht der gleiche Terror bei den Nachtwächtern aus. Stündlich gibt es für den Zuschauer atemberaubende Lachaanschläge von Wyler, im besten Wilderstyle umgesetzt, dargeboten. Dazwischen die fantastisch aussehende Hepburn, mit dem noch viel fantastisch aussehenden O' Tool der so unglaublich viel Witz und Freude in diese Sequenzen steckt.

3. Die Performance des Eli Wallach als Davis Leland. Einem Millionär der fanatischer Kunstsammler ist und zeitgleich Nicole Bonnet (Hepburn) heiraten will. Alleine diese Darstellung sollte einen Liebhaber bemühen diesen Film zig mal zusehen.

Dieser Film infiziert Menschen das Kino zu lieben und ist in den Lehrplan, wie funktioniert ein Hollywoodfilm aufzunehmen!

Alan Lomax


 


 


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