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Musik, Kino, Kultur, Radio


Grand Budapest Hotel - Wes Anderson

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 7. September 2014, 15:03pm

Kategorien: #Filme

Grand Budapest Hotel - Wes Anderson

Ich bin froh, dass es Regisseure wie Wes Anderson gibt. Künstler mit originären Ideen und v.a. den Mut diese auch umzusetzen, vollkommen unbeeinflusst von gängigen Strömungen, Vorgaben oder Erwartungen. Sie haben diesem Blog bestimmt entnommen, dass Lomax und ich ein Faible für ihn hegen. Das liegt an seiner Einzigartigkeit, seinem andersartigen Sinn für Humor und v.a. seiner Art Geschichten zu erzählen.

Auch in seinem neuesten Film 'Grand Budapest Hotel' erzählt er uns eine Geschichte und wieder so wie man es nicht erwartet hätte. Auf mehreren Handlungsebenen bekommen wir die Geschichte eines Concierge aus einem Grand Hotel gezeigt und seines Auszubildenden Lobby Boys. 

Heraus kommt dabei eine absurde mit skurrilen Gestalten gespickte Erzählung in verschwenderischen Kostümen, üppigen Dekors und herrlich alten Settings. Die Art und Weise wie wir die Bilder präsentiert bekommen, macht Anderson so besonders. Während in der heutigen Zeit der Computer die Bilder dominiert, so sehen wir hier "Special Effects" voller Charme und mit einem grossen Hauch Nostalgie präsentiert, oder zumindest erweckt der Regiesseur den Eindruck sehr geschickt.

Wie sehr Wes Anderson selbst das Kino liebt, ist in den vielen Szenen zu sehen, in denen er bekannte Filme zitiert oder Querverweise auf diese liefert.

Der Humor ist unnachahmlich. Gerade deswegen, weil man häufiger die Lust verspürt zu lachen und es doch nicht tun will. Das klingt eigenwillig, ist aber so, sehen sie sich den Film an. Bewusst hangelt sich 'Grand Budapest Hotel' am Nonsense entlang, eine tiefere Bedeutung hat er nicht, aber er ist ungemein romantisch, nostalgisch und herrlich altmodisch.

Die Schauspieler scheinen Anderson zu mögen, der Cast liest sich wie das 'Who is Who' bekannter Hollywood Grössen. Es sticht keiner besonders heraus, aber Willem Dafoe als durchgeknallter Killer macht eine grotesk-skurille Figur. Ausserdem ist er Bestandteil einer der besten Szenen des Films: Eine spektakuläre Verfolgungsjagd durch schneeverwehte Berge. Sensationell gefilmt!

Wer Lust auf ein etwas anderes Kino hat, sein Herz schönen, altmodischen, zuckersüßen Geschichten öffnen möchte und Humor einmal anders erleben will, dem sei der neue Wes Anderson ans Herz gelegt.

Wie gesagt: Ich bin froh, dass es solche Regisseure gibt.

Aus den Südkarpaten,

Rick Deckard

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alan Lomax 01/25/2016 17:11

Ach Du meine Güte! Jesses! 2 Jahre später habe ich diesen Film nun endlich gesehen! Keine Ahnung was mich davon abgehalten hat, denn eigentlich wollte ich bereits im Kino das Erlebnis haben!

Manchmal ist es halt so! Aber egal, was für ein weiterer toller Anderson Film der nicht nur seine Berechtigung hat, sondern bestätigt, dass dieser Autor und Regisseur immer wichtiger wird für das zeitgenössische Kino. Warum? Danke, Rick, dass Du bereits vor einiger Zeit zusammengefasst hast!

Aber warum meinst Du, dass dieser Film keine tiefere Bedeutung hat? Oder sehe ich dort zu viel und mehr als "nur" Unterhaltung! Das ist doch hoch philosophisch, tragisch und kritisch! Aber vielleicht dichte ich auch zuviel. Nicht der Rede wert, aber ein großer Film, wir sind uns einig...

Zero Lomax (war ja übrigens auch mal Hotelpage)

Alan Lomax Rick Deckard Blog 01/26/2016 16:39

Dafoe ist immer eine Granate beim Wes, ich erinnere nur an Die Tiefseetaucher, lach....

Wes Deckard 01/25/2016 21:21

Na ja. Ich habe damals dem Film keine "grosse" Bedeutung abgewinnen können. Das war damals, vielleicht wäre es heute anders. Was halten Sie eigentlich von Willem Dafoe (in diesem Streifen)? Exzellente Leistung, oder? :-D

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