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www.lomax-deckard.de

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Musik, Kino, Kultur und Radiosendung musikabend 674.fm


Wer ist eigentlich Dieter Wedel ?

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 22. Januar 2010, 07:41am

Kategorien: #Fernsehen

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...natürlich, zunächst einmal ein deutscher  Regisseur und Drehbuchautor, der alle paar Jahre, die Budgets des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (Ausnahme 1998 „Der König von St. Pauli“ für Sat 1) anzapft und soviel GEZ-Geld ausgibt, dass die Einzugszentrale einen ganze Scharr von neuen Vertriebsmitarbeiter einstellen muss, um das Loch zu stopfen.


Die Filmografie listet somit auch nur nennenswerte Fernsehfilme auf. Für das Kino gab es kaum Gelegenheit!?


Die meisten seiner Inszenierungen sind überzeichnet und täuschen einen satirischen Ansatz vor. Ein Gespür für aktuelle Themen kann man ihm nicht absprechen, allerdings ist das auch keine Variable für Talent, sondern ehr eine redaktionelle Anreicherung für den Erfolg.

„Der neue Wedel“ hat aber sein Publikum. Der vorgestern und gestern gezeigte Zweiteiler „Gier“ schafft teileweise über 7 % Quote für die ARD und torpedierte am Mittwoch sogar die Freakshow „DSDS“.

Was bei „Gier“ sofort auffällt ist die unglaubliche Banalität mit der Wedel rumwerkelt.

Die „Gier“ ist eine der sieben Todsünden der klassischen Theologie. Neben „Hochmut“, „Wollust“, „Rache“, „Selbstsucht“, „Eifersucht“ und „Faulheit“ die Leitthemen für die Filmgeschichte der letzten einhundert Jahre. Wedel wurden schon oft Plagiatsfälle und Kopierlust an klassischen Stoffen vorgeworfen, da er offensichtlich wenig talentiert ist, selbst zu erzeugen. Die dekadente Darstellung der „Großverdiener“ und die tägliche Tanzlust der „Glanz-Truppe“, die gleichzeitige Darstellung des Kleinbürgers und die Aussicht auf den plötzlichen Reichtum, der dann zum Fluch wird, erinnert doch stark an Erich von Stroheim Meisterwerk „Gier“.


Im Gegensatz zur beklemmenden Atmosphäre der Ausweglosigkeit bei Stroheim, gelingt dem Fernsehregisseur nicht einmal die schlichte Botschaft: Gier macht blöd!

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung schreibt dann auch sehr richtig, dass es Wedel aus der eigenen ausgesprochenen Analyse „ …Es ist nicht nur die Gier nach Geld, die Menschen antreibt, sondern auch die Gier nach Liebe, nach einem erfüllten Leben, nach Anerkennung, dem Bedürfnis, einer auserwählten Gruppe anzugehören“, nicht gelungen ist großes Fernsehen zu machen. Dies alles allerdings ist aus cineastischer Sicht völlig unbedeutend und ich frage mich natürlich auch schnell, warum ich mir a) beide Teile angesehen habe und b)auch noch meine Zeit verschwende, einen Veriss über das Machwerk „Gier“ zu schreiben!?


Veranlasst hat mich folgender kleiner Artikel aus der Bild-Zeitung:


Regisseur Dieter Wedel (67) lästert über die Qualität der deutschen Fernsehunterhaltung.

„Wenn ein Publikum zu faul zum Kauen ist, darf ich ihm nicht immer nur Breichen servieren, sondern muss es auch hin und wieder zum Kauen zwingen, weil ihm sonst die Zähne ausfallen“, sagte Wedel („Der große Bellheim“) der Zeitschrift „Super Illu“. „Wenn das so weitergeht, statt guter Unterhaltung dauernd nur flache Zerstreuung, dann sind wir irgendwann ein Volk von Zahnlosen.“ In Wedels neuem Zweiteiler „Gier“ (Mittwoch und Donnerstag in der ARD, 20.15 Uhr) geht es um einen Finanzbetrüger.
http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/telegramm/unterhaltungs-telegramm,rendertext=11159388.html


Diese Aussagen sind verdammt noch mal dramatisch zu verstehen. Es fängt natürlich dabei an, dass dieses Zitat in der Bild-Zeitung aufgeführt wird, aus einem Interview mit der „Super Illu“!!! Das kann doch nur ein Witz sein.


„Hochmut kommt vor dem Fall“


Es hört natürlich damit auf, dass Wedel als Privatperson selbst den Anschein macht, alle Sünden zu personifizieren.


Es bleibt die Frage offen, „Wer ist Dieter Wedel ?“ und wer will das wissen!


Alan Lomax

 

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