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U Boot in Not (Gray Lady Down) - David Greene

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 7. Juli 2011, 19:47pm

Kategorien: #Filme

U Boot

Und wieder ist es Koch Media zu verdanken, dass Filme auf DVD veröffentlicht werden, an die man sich gerne erinnert und die auch noch nach Jahrzehnten tief im Gedächtnis verankert sind. Ich erinnere mich diesen Film das erste Mal auf ARD gesehen zu  haben, nach dem klassischen 'Wort zum Sonntag'. Jetzt ist eine Dreier Box Vol. I mit Filmen von Charlton Heston erschienen, zu denen auch dieser Film aus dem Jahr 1978 gehört.

Eigentlich müsste er in der Kategorie 'Vergessene Helden' auftauchen, denn wenn man sich die Besetzung ansieht, kommt man um diesen Gedanken nicht herum: Charlton Heston, David Carradine, Stacey Keach, "der ewig unterschätzte" Ned Beatty und in einer Nebenrolle Christopher Reeve.

Ich habe lange überlegt, was das faszinierende an diesen Filmen ist, dass sie so lange haften bleiben? Ich glaube es ist die klare Bildsprache, die Kameraführung, das Licht, der Schnitt und die Dramaturgie. Das haben so viele Filme aus den 60'ern und 70'ern gemeinsam, wenn man genau hinsieht. Der Kontrast und die Bildschärfe, das Licht, alles das ist ein grosser Unterschied zu heute. Wenn man heute Filme sieht, dann hat man das Gefühl einen Film auf einem riesigen PC zu sehen. Nicht nur bestehen die meisten Filme aus extrem viel CGI, selbst die, die nicht dem Science-Fiction oder Fantasy Genre angehören sondern dem Standard wirken häufig "gekünstelt". Als Vergleich mag die LP-CD Diskussion herhalten. Haben die damals anderes Filmmaterial benutzt oder andere Linsen? Sicherlich.

Auch nach all der Zeit hat der Film (für mich) nichts von seinem Reiz verloren. Die Charaktere sind klar umrissen, der Plot ist straff und es wird keine Zeit mit unnötigen Nebenhandlungen verloren: Ein Atom-U Boot sinkt nach einer Havarie mit einem Frachter auf den Meeresboden und in den folgenden 100 min folgt man einer Rettungsaktion. Hört sich ziemlich banal an, ist es aber nicht. Grund dafür sind die schönen Unterwasser Aufnahmen und der langsame Spannungsaufbau. Wie so oft bei solchen Katastrophen Filmen fiebert man mit und hegt eine Sympathie für die Darsteller, die man schwer erklären kann. Damals wie heute freut es einen einfach, wenn man die o.g. Akteure sieht. Sie versprühen zum einen diesen unnahbaren Star-Status, andererseits kommen sie einem auch vor wie Altbekannte. 

Gut, Hestons Charakter ist sicherlich zweidimensional angelegt, aber was hat man nicht schon für Zeit mit diesem Haudegen verbracht, oder mit David Carradine in seiner Kultrolle als Kwai Chang Caine in der Serie 'Kung Fu. Exzellent wie immer Stacey Keach, bekannt geworden durch die wirklich gute Serie 'Mike Hammer' und Filmen wie 'Die weisse Göttin der Kannibalen', 'Geschändet hinter Gittern' oder 'Geiselnahme im Einkaufszentrum'. Reeve ist sowieso unvergessen als Superman.  Ein Wort noch zu Ned Beatty: kein Beau, aber immer ein ausgezeichneter Charakter- und Nebendarsteller, ein hervorragender Schauspieler! Man schaue sich mal seine Filmografie von 1972 bis 1979 an, da sind einige Klassiker und Meisterwerke dabei.

Vielleicht ist es auch die Nostalgie, die einem einen Streich spielt, aber wenn man Erinnerungen an Filme nicht verloren hat und sich freut, dass sie wiederveröffentlicht werden, dann ist wohl auch eines mit im Spiel: Leidenschaft und Herz für das Kino.

I love Motion Pictures.

Wie es wohl damals war, solche Filme im Kino zu sehen ... .

Fast hätte ich es vergessen! Ein weiterer Grosser schrieb die Musik zu diesem Film: Jerry Fielding! Seine Musiken sind abseits der Bilder fast "ungeniessbar", aber mit den Bildern einige der besten Kompositionen überhaupt. Hat viel mit Peckinpah gearbeitet.

Grüsse vom Meeresgrund und aus einer vergessenen Zeit.

Rick Deckard

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