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www.lomax-deckard.de

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Musik, Kino, Kultur und Radiosendung musikabend 674.fm


The Trial (Der Prozess) - Jean Ledrut. Jazz und Barock als Untermalung kafkaesker Welten.

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 28. April 2012, 17:59pm

Kategorien: #Orchestrale Musik

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Laut Liner Notes soll die LP extrem rar sein. Das Label Kritzerland hat nun das Album mit 40 min. Musik auf CD gepresst. An der Veröffentlichung dürften mehr oder minder nur Sammler interessiert sein. Die Neuerscheinung ist auf 1000 Exemplare limitiert.

Grundlage der Filmmusik ist das Adagio in G Moll des vermuteten Komponisten Tomaso Albinoni, einem italienischen Komponisten des Barock. Vom italienischen Musikwissenschaftler Remo Giazotto wurde es im Jahre 1958 herausgegeben und trat fortan seinen Siegeszug in der Klassik aber auch als Verwendung in der Filmmusik an. U.a. in dem Film 'Rollerball' von Norman Jewison sowie in 'Gallipoli' von Peter Weir. Selbst in 'Flashdance' soll es benutzt worden sein.

Es überrascht nicht, denn trotz seine "Alters" klingt dieses Stück erstaunlich "modern". Hört man es sich näher an, auf der CD ist die Version für Geige und Orgel enthalten, versteht man auch warum es für das Kino häufiger verwendet wurde. Die Musik ist schnell eingängig, pathetisch, melancholisch und nicht sonderlich komplex oder kompliziert - ohne es pauschalisieren zu wollen: Wie geeignet für einen Soundtrack.

Das Adagio wird im Film und somit als Auskopplung auf CD erheblich variiert, vornehmlich auf dem Spielfeld des Jazz. Mit von der Partie sind das Martial Solal Trio, zu hören auf den Tracks 'Sentimental Slow' und 'Diabolic K'. Solal ist ein französischer Komponist und Pianist, 1927 in Algerien geboren. Mit Daniel Humair und Guy Pedersen gründete er das Trio 1955, welches hier nun zu hören ist.

'Der Prozess' aus dem Jahr 1962 ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Franz Kafka. Hauptdarsteller sind Anthony Perkins, Jeanne Moreau, Romy Schneider und Elsa Martinelli.

Regisseur: Orson Welles.

Der eine oder andere mag mit diesem Namen vielleicht etwas anfangen können.

Aus dem Gerichtssaal,

Rick Deckard

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