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The Shins – Port Of Morrow

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 16. März 2012, 15:01pm

Kategorien: #Populäre Musik

Vielleicht ist die Band aus New Mexiko (Albuquerque) die letzte große alternative große Band auf unserem Planet, auf die sich Radiohead, Coldplay und Build To Spill Fans ebenso einigen können, wie auf eine schöne Umarmung.

Das dürfte daran liegen, dass die Shins immer sehr gefällig, harmonisch entspannt klingen und scheinbar einfachen Popsound machen. Was final auch stimmt.  Um sich diese Größe und diesen Status aber erst einmal zu erspielen, muss eine Band stilprägend sein und auch eine gewisse glaubwürdige Qualität haben. Die vielleicht mit Texten, vielleicht mit der Art und Weise ihrer geschrieben Songs zu erklären ist.

„New Slang“ z. B. ist durch Dauerrotation in Serien und Werbespots, aber auch durch die Manifestierung auf unzähligen kompilierten CDs zu einem Generationenhit geworden. Irgendwie steht dieser Song für eine kurze Zeit Anfang dieses Jahrtausends als Realität und Märchen und Suberversion für kurze Zeit zusammenrückte. Der Film „Garden State“, aber auch ein paar andere Filme aus dem Jahr 2004, stehen symbolisch für diese schwer zu beschreibende Zeit, da sie noch zu nahe ist, um sie richtig zu deuten.

Nun also nach fünf Jahren und der musikalisch famosen Platte „Wincing the Night Away“ das Nachfolgewerk „Port Of Morrow“. Eine lange Zeit in der viel passiert ist und insbesondere Sänger und Gitarrist James Mercer zu einer Art Ikone geworden ist. Natürlich muss seine Zusammenarbeit mit der Band Modest Mouse (einfach um mal Modest Mouse mal wieder zu erwähnen) genannt werden, aber insbesondere seine Zusammenarbeit mit DJ Danger Mouse bei dem gemeinsamen Projekt Broken Bells. Die gleichnamige Platte aus dem Jahre 2010 ist nicht nur für mich, das popmusikalische Referenzwerk des Jahres gewesen!

Mercer ist ein Phänomen! Trotz seiner sehr persönlichen Songs und einer geduldigen Neigung zur ehr verkopften Independent-orientierter Musik, kann er dem kommerziellen Erfolg nicht aus dem Weg gehen. Alles was er anfasst wird zu Gold!

So auch das neue Werk! Aber „Port of Morrow“ ist ein Mannschaftswerk geworden. The Shins sind eine Band und Mercer will kein Singer-/Songwriter sein, sondern eine Band haben. Dass die Shins unbedingt als Band verstanden werden wollen, kann man aber leicht hören. Die Single „Simple Song“ ist überhaupt kein Programm. Die Nummer ist äußerst komplex arrangiert und besticht durch eine unfassbare Dramatik die sich innerhalb von drei Minuten zu einem, wahrscheinlichen, Welthit des Jahres 2012 entwickeln wird.

Interessant ist natürlich die Herkunft der Shins! Wer sich vor der Serie Breaking Bad so sehr  verneigt wie ich, muss die Frage nach Albuquerque einfach stellen! Was ist da los in New Mexiko und wie fühlt es sich an, dort zu leben, Chemielehrer zu sein, Drogen herzustellen oder Musik zu machen.  Breaking Bad und The Shins machen neugierig auf New Mexiko, ohne direkt einen Zusammenhang auszurufen. Darüber sollen sich andere den Kopf zerbrechen. Ich gehe mit den Shins in den Frühling und freue mich über ein außerordentlich furioses Popalbum!

Aus der Küche

Alan Lomax

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