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The Killers - Battle Born

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 23. September 2012, 13:56pm

Kategorien: #Populäre Musik

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Jede Band hat ein eignes Verständnis. Ein Konzept, eine Idee. Das Verständnis von den Killers ist es eine Schlacht auszutragen. Natürlich nicht im Sinne eines Krieges, eines Kampfes. Die ewige Schlacht der Killers, ist es den brillanten Popsongs für die Ewigkeit und für die Massen zu schaffen. Nicht nur ihr neues Album heißt „Battle Born“, sondern auch Ihr Tonstudio in Las Vegas und wenn es nach Brandon Flowers gegangen wäre, würden auch die Killers „Battle Born“ heißen. Tun sie aber nicht, denn es ist ja ihr Auftrag für den Pop zu töten und alles dafür zu tun, dass ihre Idee lebt. 

Ein weiteres Wort, welches die streitbare Band immer mit sich führen wird, ist Pathos. Also die übertriebene Form der Artikulation. 

Will man einen Killers Fan aushebeln, sollte man dort ansetzen. Denn da wo andere Bands versuchen artifiziell zu klingen, versuchen die Killers noch mal eine Schippe Überzeugung für den Pop drauf zu legen. Es macht überhaupt keinen Sinn dagegen anzugehen. Es ist so. Und wenn Sie sich tatsächlich einen schönen Tag aussuchen und sich sagen, heute mache ich einen Killers Fan fertig, dann werfen sie ihm Oberflächlichkeit, einfache Strukturen, genügsame Melodien und vor allem Humorlosigkeit vor. 

Die Opposition wird sie allerdings „bekämpfen“. Killers Fans werden mit aller Macht ihre Band als die derzeit einzige Band mit der Fähigkeit zur überwältigender Emotionalität verteidigen. Eine der wenigen Band der ganzen Welt, die ganze Stadien zum Weinen, mitsingen und glücklich sein bewegen kann, ohne sich mit den Stilmitteln des Krachs, der Lautstärke oder der Ironie zu unterstützen. 

The Killers sind eine ernsthafte Band und verteidigen ihre Musik und ihr Konzept bis aufs Blut. Und letztendlich ist diese Ernsthaftigkeit zum Pathos und zum unbändigen Willen zum Erfolg durch Massenexzesse interessant, denn die Diskussionen dagegen werden meist von Kritikern und Musikfreunden geführt, die genau aus dem gegenseitigen Lager kommen! 

Erinnern Sie sich an meine Idee die Band The XX als Plattform zum Verriss zu missbrauchen? Warum? Eben weil die XX-Front es mit Mitteln der komplizierten Kompositions- und Darstellungsform (Minimalismus, Soundideen, Referenzen, Modischen Kontexten) versucht und es die Killers-Fraktion mit klassischer Struktur (Song und Rockband) versucht. Interessant, also warum, Lomax!? Nun ich denke, es gibt eigentlich keine Unterschiede und beide Überlegungsbereiche sind recht Euphemistisch! Interessant, mehr nicht! Keine Geisteshaltung, nur eine kleine Überlegung... 

Weder die angeblichen progressiven The XX noch die angeblich zu mainstreamingen The Killers, sind das was man als Anstößig oder Subkulturell bezeichnen kann. Mich ärgert lediglich, dass die XX-Fraktion sich mit diesen grundsätzlichen Punkthemenläden schmücken darf, die Killers-Opposition aber schnell als Hitparadengang abgetan wird. "Das ist alles"!

Schließen wir diesen Kreis! ...weil es nicht mehr um Musik geht, sondern um Musikkritikertum und künstlerisch motivierte Tarnung. Man kann dabei bleiben, Musik als kulturelle Norm zu verstehen und darüber zu diskutieren, man kann es aber auch bleiben lassen und sich die besten Hits von heute an hören. Übrigens Bugs Bunny hatte auch immer das letzte Wort. 

Battle Born ist ein klassisches, schönes und wertvolles The Killers Album geworden. Es kann als Einstieg in das Universum für neue Fans gelten und nach drei Alben als eingenommene Weiterführung der o. g. Grundidee geliebt und umarmt werden. 

Das Intro „Flesh and Bone“ zeigt den Weg. Balladen, Pop, Synthies, Chöre - der unbedingte Wille, den Text  zu kennen um mitzusingen. „Runaways“ die vorab ausgesuchte Single dürfte jedem Radiohörer bekannt sein. Ein Hit! Alles was nun folgt, klingt wie aus einem Guss. Stadionmusik der schönsten Güte! Nehmen Sie nur das für alles Handy- und Feuerzeuglichter dieser Welt komponierte „Heart of a Girl“ und das wirklich wunderschöne „Be Still“. Sie werden sich zusätzliche Wunderkerzen auf den Hut setzen und sind auf einmal gar nicht mehr so humorlos. 

Und wenn nun doch noch jemand diskutieren will, dann sollte man sich ausgerechnet „Battle Born“ vor die Brust nehmen. Denn klar, trotz meiner totalen Subjektivität, muss natürlich auch ich lachen über solche Nummern. Aber! Man wird es nicht glauben, auch ich verstehe Spaß und sehe nicht immer alles so verkniffen, wie es in diesen sonderbaren Zeilen hier oftmals erscheint. Das bisschen Stadionrock bringt uns nicht um! 

Oftmals wird diese Begrifflichkeit ja negativ besetzt. Ich sehe das überhaupt nicht so! Denn es gibt zu wenig Bands auf diesem Planeten, die diese A-Headliner-Qualitäten aufweisen. Ziehen wir also die Joker: Depeche Mode, Bruce Springsteen! Und hängen wir endgültig The Killers hinter das „und“. 

Diese Band ist ein glückliches und zufälliges Geschenk des Popgottes an uns Hörer und macht sie mit zur Konsens fähigsten Band dieser Welt. 

Aus der Nordkurve, am Lachen, Wunderkerzen schwingend und Musik hörend. Wie immer, eigentlich!

Alan Lomax

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