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Musik, Kino, Kultur, Radio


Subversion – Roche & Böhmermann auf dem guten Weg / Krafklub schon lange angekommen!

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 4. September 2012, 15:57pm

Kategorien: #Kommunikation

Ich nehme mal kurz Wikipedia zu Hilfe, weil ausnahmsweise mal eine gute Erklärung gelungen ist!

Zwei wichtige Herleitungen:

Definition Allgemein

 

Der Begriff der Subversion (lat. subversor „Umstürzer“, engl. „Zersetzung“) hat mehrere Bedeutungen. Allgemein bezieht er sich auf Vorgänge, Bestrebungen oder Darstellungen, welche die bestehende soziale Ordnung (Autoritäten, gesellschaftliche Zugehörigkeiten und Hierarchien, Ausbeutung von Gruppen, Machtkonzentrationen, usw.) in Frage stellen bzw. verändern wollen.

Da mir als Pazifist Wörter wie Terror, Sabotage und Diversion abgehen, dann auch gleich die Definition für den Komplex Subkultur, der mir eindeutig näher ist:

Der offiziellen Kultur, die für die offiziell erwünschten Werte eintritt, wird eine eigene Kultur entgegengesetzt, die gegensätzliche Inhalte propagiert, z. B. in der Pop- und Rock-Musik (Punk), in der elektronischen Musik, in der Kunst oder der Literatur.

Die genannte Kunst kann subversiv sein, wenn sie der bestehenden Wunschvorstellung der sozialen Ordnung ein Gegenmodell vorhält oder sie mit Realitäten konfrontiert.

Als unpolitisches Beispiel seien an dieser Stelle exemplarisch Exploitation-Filme der 70er und 80er Jahre genannt, die subversiv waren, indem sie mit Kombinationen aus Themen wie Kirche/Religion, Nationalsozialismus und übertriebener Gewalt an bestehende Wertvorstellungen ankratzten um zu provozieren; freilich ohne dabei einen politischen Willen zu verfolgen, sondern schlicht um Menschen in die Kinos zu locken. Subversive Themen haben also häufig auch einen gewissen Reiz auf Menschen.

Was inspiriert Dich zu diesen Überlegungen Alan Lomax?

Es ist die grundsätzliche Überlegung, ob Subversion in der heutigen Gesellschaft überhaupt noch Sinn macht?

ROCHE--1.JPG

Ein gutes Beispiel ist die Talkshow Roche & Böhmermann, die es auf zdf.kultur an jedem Sonntag um 22:00 gibt. Mit verschiedensten Mitteln versuchen die beiden Moderatoren und Redakteure subversiv zu sein. Scheinbar gelingt dies, geht aber doch spätestens dann daneben, wenn man beide Moderatoren auch als Menschen nervig findet. Gehen wir also mal davon aus, dass ich eine gewisse positive Grundneigung zu beiden Persönlichkeiten habe!

Aktuell berichtet die Bild-Zeitung folgendes: Charlotte Roche pöbelt Max Herre aus TV-Studio und zwar mit den Worten: „Deine Songs sind noch schlechter als zu Beginn Deiner Karriere“

5-h-343_bild.jpg

Angeblich versuchte Max Herre noch zu kontern, stürmte dann aber beleidigt aus dem Studio.

Was soll man davon halten? Meine Position? Ganz einfach, endlich sagt mal jemand in der Öffentlichkeit seine Meinung zu dieser ganzen Pseudo-Angeber-Deutsch-Lyrik-Popfraktion! Vielleicht hätte es nicht direkt Max Herre treffen sollen, der zumindest gute und authentische Roots hat, aber stellvertretend für die Poisells, Bendzkos und Jupiter Jones war das einfach mal notwendig.

In Zeiten wo wir unseren Kindern gegenüber einen Markus Lanz vertreten müssen bzw. ihnen erklären müssen, dass solche Typen die Welt mit ihrer Unehrlichkeit und Verlogenheit zu Grunde richten und die Gleichen kleinen Wesen keine Feindbilder mehr haben, muss geholfen werden!

Um Position zu beziehen: Roche & Böhmermann ist dies am vergangen Sonntag nicht gelungen. LAnz war Gast und Profi! Weder mit Beleidigungen noch mit Subversion! Aber was gelungen ist und immer wieder gelingen wird, lässt sich am Besten mit einem Zitat von Loriot belegen:

„Humor entsteht, wenn Ordnung durchbrochen wird“

Und da sind beide Moderatoren nach wie vor auf dem richtigen Weg....

Offen bleibt für mich die Frage nach der Subversion?

Und im Magen liegt mir nach dem Schreiben nun auch noch folgendes Textzitat der sehr guten und empfehlenswerten Band Kraftklub:

Zu Jung

Unsere Eltern sind schuld,
sie haben uns in diese Welt entlassen,
voller Angst, Hass, Lady Gagas und Massenvernichtungswaffen.
Doch vor allem ohne Rock’n’Roll, auf Green Day ist geschissen.
Meiner Meinung nach können sich alle Bands verantwortungsvoll in Interviews geben, meine Vorbilder werden sie eh nicht.
Ich bin 20, einer ganzen Generation geht es ähnlich.
Pornos, Gruppensex, alles schon mal dagewesen. Wir haben Philipp Roth 10 Jahre danach gelesen.
Unsere Eltern kiffen mehr als wir. Wie soll man rebellieren?
Egal wo wir hinkommen, unsere Eltern waren schon eher hier.
Wir sind geboren im falschen Jahrzehnt und wir sitzen am Feuer, hören zu, was die Alten erzählen.

Vom Lagerfeuer!

Alan Lomax

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