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Shutter Island von Martin Scorsese

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 7. August 2010, 23:16pm

Kategorien: #Filme

shutter-island.jpg

Als der Film zu Ende war habe ich meine Hand hochgehoben und mit Freude "Martin Scorsese!" gerufen!

3 Dinge vorab:

1. Diesen Film werden Sie sich, liebe Leser, mit Sicherheit ein zweites Mal ansehen.

2. Alfred Hitchcock hätte den Film geliebt.

3. Martin Scorsese ist brillant!

Shutter Island ist sein Dank, so glaube ich, an die Menschen, die das Kino lieben. Er selbst tut es nach wie vor, sonst würde er solche Filme nicht drehen oder zustande bekommen. Auch jetzt noch, beim schreiben dieser Zeilen liegt mir ein schmunzeln auf dem Gesicht, weil Scorsese es geschafft hat zu zeigen, wozu das Kino, der Film in der Lage ist. 

Zur Handlung werde ich nicht einen Deut verraten, denn jeder Hinweis wäre einer zu viel.

Der Film beginnt mit einer unglaublich fiebrigen Intensität und lässt einen nicht mehr los. Man blickt wie gebannt auf den Bildschirm und ist in einigen Szenen sprichwörtlich irritiert. Der Aufbau der Geschichte, der Spannungsbogen, die Bilder, das Tempo und der Schnitt, als auch der Rhythmus sind meisterhaft. Diese Spannung schafft es Scorsese bis zum Schluss aufrecht zu halten und wirbelt den Zuschauer durch etliche emotionale Irrungen und Wirrungen. Wie sehr er diesem Medium verhaftet ist kann man jeder Szene ansehen. Viel wurde auch diskutiert über die Verwendung der Musik in dem Film, natürlich nur bei Interessierten und die Musik die Robbie Robertson für viele Szenen ausgesucht hat ist ausgezeichnet. Jede klassische Filmmusik-Komposition könnte nicht besser sein. Sehr subtil und der Handlung auf der Leinwand äusserst dienlich.

Ein Wort noch zu Leonardo DiCaprio: zweifelte ich jüngst noch bei The Inception an seiner Leistung muss ich hier sagen, dass Scorsese das Beste aus ihm herausgeholt hat und DiCaprio überzeugt hier auf ganzer Linie, ein wirklicher Tour de Force Ritt durch die menschliche Seele, die sich sehr glaubhaft in seinem Gesicht widerspiegelt. Eine exzellente Leistung und gerade diese Glaubwürdigkeit trägt auch den Film. Was aber noch interessanter ist, ist zum einen die Tatsache wie Scorsese die weiteren Charaktere einführt und wie diese spielen. Der Film ist mit Mark Ruffalo, Sir Ben Kingsley und Max von Sydow hochkarätig besetzt. Ein klasse Ensemble.

Ich schreibe das selten, aber das ist ein Film für Cineasten (ich hasse dieses Wort, finde aber kein passenderes), durch und durch und eine Anschaffung auf DVD mehr als nur wert, weil wie Eingangs erwähnt er ohne Zweifel einen weiteren Durchgang finden wird. Mir brennt es unter den Nägeln zu schreiben warum, aber damit würde ich zu viel verraten, was auch weitere Zeilen hier erübrigt, denn die Geschichte steht im Mittelpunkt und die erzählt dieser Meisterregisseur auf eine höchst perfekte Art.

Hitchcock hätte den Film deswegen geliebt, weil.... Ach, sehen Sie selbst!

Doch nun Schluss mit weiteren Hinweisen, mehr dazu in den Kommentaren demnächst.

Dennis LeHane ist ein aussergewöhnlicher Schriftsteller und ich überlege mir ernsthaft seine Romane zuzulegen, bereits Mystic River wurde von Clint Eastwood meisterhaft in Szene gesetzt.

Martin Scorsese ist einer der letzen grossen Regisseure des New Hollywood, die das Kino wirklich revolutionierten und ich bin glücklich, dass es Menschen wie ihn gibt, immerhin ist er der geistige Vater dieses Blogs:

Antwort auf eine Frage! I’ll never forget the first time (Martin Scorsese)

Mr. Lomax: ausser Frage Pflicht, sie werden begeistert sein und ich bin mir sicher, dass er bereits auf Ihrem Programm steht!

Was für Kinomomente!

Rick Deckard

 

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