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Musik, Kino, Kultur, Radio


Robbie Williams – Swings Both Ways

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 28. November 2013, 11:20am

Kategorien: #Populäre Musik

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Na klar kann man der neuen Platte von Robbie Williams „Swings Both Ways“ einen kommerziellen Gedanken unterstellen, schließlich ist es Popmusik. Aber! Primär denkt man an eine Sache, wenn man die rhythmische Swingplatte hört: „Mein Gott hat der Mann Spaß am Leben, an seiner Musik und am Showbusiness“. Wenig originell ist es dann diesen Satz von Williams aus einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu zitieren: „Ich habe Spaß am Showbusiness, ich hab Spaß am Leben.“

Zitate werden diese Review des Albums weiterhin begleiten. Arthur Sponner, der exzentrische Vater von Carrie Heffernan aus der grandiosen TV-Serie „King of Queens“ sagte mal im Zusammenhang mit Frank Sinatra den denkwürdigen Satz: „…damals als Showbusiness noch etwas mit Alkohol zu tun hatte…“ und wenn wir uns in dem Kosmos bewegen und ein Gefühl herstellen wollen, um die extrem zu empfehlende Platte „Swings Both Ways“ zu besprechen muss auch Cap Calloway herangezogen werden. Williams covert „Minnie the Moocher“, der aufgrund seines Scat-Refrains weltbekannt wurde. Der Song handelt natürlich nicht vom Call and Response Effekt den Calloway weltberühmt machte, sondern um den Spaß im Opiumdrogenmilieu der 1930iger Jahre.

Und sind wir ehrlich! Die vor, um und zu Weihnachten hat im Prinzip auch nur mit Saufen, Feiern und „…kick the gong around….“ zu tun. Ein Grund für die Veröffentlichung vor Weihnachten. Weil sie tatsächlich konsensfähig ist und mit Eltern, Großeltern und den nachfolgenden Generationen gehört werden kann, sie zum Feiern, mitsingen, tanzen verleitet und eben auch weil sie etwas feierliches und prätentiöses  hat.

Die Songauswahl mag wenig originell klingen. Schön zwar das der talentierte Guy Chambers wieder mit an Bord ist, aber tatsächlich sind es die Coverversionen, die man schon so häufig gehört hat, die Highlights des Albums. „Dream a Little Dream“ besticht durch die atemberaubend niedliche Stimme von Lily Allen, „I Wanne Be Like You“ durch die wilde, schon im Dschungelbuch belegte Punkrockkraft des Affenstalls und das angestaubte „Puttin On The Ritz“ durch Williams tatsächlich vorhandenen Gesangsqualität, den Berlin-Standard sauber und durchgehend stringent im Versmaß zu interpretieren.

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Glamouröser und betörender Höhepunkt aber ist das Duett zwischen Rufus Wainwright und Robbie Williams. Die Nummer ist eine klassische Ratpack Crooner Nummer, mit einem textlich aufgelösten, direkten Verweis auf Williams „Kopfschwulheit“.  Eine Begrifflichkeit die ich bereits vor 20 Jahren erfunden habe und die Williams in einem Interview mit der Bild-Zeitung als „Ja, ich bin zu 50% schwul“ bezeichnet. Wie sollte man auch anders, wenn man dem genialen Rufus Wainwright gegenübersteht ihn intonieren sieht und hört und sich die Gefühle aus Spaß, Leidenschaft, Liebe zur Musik und zum guten Geschmack, mit einem hundert Köpfigen Orchester vermischt, welches brilliant und so gar nicht Retro-Swing-Technisch unterwegs sind, sondern über weite Stellen rockt, loopt und groovt.

Hidee hidee hidee hi
Hode hode hode ho
Hee dee hee dee hee dee hee
A hidee hidee hidee ho

Alan Lomax

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