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Radikal Subjektiv: www.lomax-deckard.de

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 13. November 2012, 13:50pm

Kategorien: #Kommunikation

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Hin und wieder wird man als Blogschreiber beleidigt. Manchmal wegen der persönlichen subjektiven Sichtweise, oftmals aufgrund des tatsächlich vorhandenen schlechten Schreibstils.

Rick Deckard und ich selbst sprachen häufig intern über dieses Thema. Denn natürlich muss man sich erst einmal selbstfinden und verstehen, wie so ein Medium funktioniert. Bekannter Weise betreiben wir diesen blog aus Gründen der persönlichen Archivierung. Da wir keinen Literaturblog betreiben und uns auch sonst nicht anmaßen, den Vergleich zu irgendwelchen professionell betrieben Magazinen zu suchen, war und ist uns immer klar gewesen, dass die persönliche Sicht und der persönliche Stil sehr ok ist.

Der Wiederspruch liegt natürlich bei der Ansprache einer größeren Öffentlichkeit. Schwer da zu wiedersprechen, denn schließlich könnten wir unsere Worte auch intim und autark in einem Schreibprogramm archivieren und gut ist es.

Allerdings haben wir schon immer den Anspruch gehabt unsere Leidenschaft zu teilen, um damit in unserem Umfeld ein kulturelles Bewusstsein zu schaffen. Beleidigungen von Lesern und Kritik von Bekannten setzt an der Stelle meist ein. Denn Deckard und ich sind immer davon ausgegangen, dass der sogenannte Mainstream uns schon versteht.

Selten setzten wir voraus ein Sonderwissen oder eine elitäre Ausbildung in Richtung Kulturverständnis zu haben. Ein Grund dafür, dass wir uns bisher wenig dazu durchringen konnten radikal subjektiv zu schreiben.

Gut erzogen wie wir es sind, wollten wir immer, das alle verstehen, warum uns etwas leidenschaftlich begeistert. Zwischenzeitlich hatten wir aufgrund unseres Erfolges sogar überlegt, diese Seite zu professionalisieren bzw. kommerziell nutzbar zu machen. Um noch mehr Leser zu gewinnen, um noch mehr beachtet zu werden. Sogar AdWord-Dienste wollten wir beauftragen und einen Presseverteiler aufbauen.

Aus meiner Sicht MUSS auf einem blog Leidenschaft im Vordergrund stehen. Professionalität und Objektivität sind Attribute für eine große Auflage.

Ein normales Fanzine oder ein normaler blog unterscheidet sich von unserem dennoch. Da die meisten Kollegen und Mitanbieter monothematisch agieren. Da gibt es den Musikblog, den Konzertblog, den Filmblog, den Jazzblog, den Serienblog usw. ! Meist sprechen diese blogs eine eigene Sprache und setzen voraus, dass die Leserschaft ein Grundwissen besitzt oder eben aus der gleichen Szenen kommt.

Für uns ist es, neben den persönlichen Gründen, unseren Unterschied als wesentlichen Charakterzug darzustellen. Vielfältigkeit und Unabhängigkeit gegenüber irgendwelchen Stilen, Genre und Schubladen.

Und das macht so einen Egoblog (Perzine) vielleicht auch aus: Eine Vernetzung über Szenegrenzen hinweg. Persönliche Eindrücke bezogen auf kulturelle Ergebnisse, ohne sofort wieder in ein Schema gepresst zu werden.

Radikale Subjektivität kann daher auch nur ein Mittel zum Zweck sein. Gefällt ein Film nicht, muss erklärt werden, warum das so ist. Gefällt ein Film sehr gut, muss es ebenso erklärt werden,

Bedenken Sie dies bitte immer bevor Sie uns kritisieren! Ein blog muss eine Mediengattung bleiben, wo der freie Geist und die freie Meinung im Vordergrund stehen. Professionalität, Objektivität und Einflussnahme von Industrie und Werbung in den Hintergrund tritt. Unbenannt.JPG

Ich nehme mich nicht besonders wichtig. Entweder Sie lesen unsere Seite oder nicht! Das inflationär verwahrloste Wort Respekt wäre hier angebracht. Denn auch Sie als Leser haben die gleiche Aufgabe, wie wir als Autoren: Ruhig mal Subjektiv zu sein, aber trotzdem eine Begründung mitzuführen und vor allen Dingen zu überlegen, wo denn Ihre objektive Meinung her kommt.

Aufgrund von Statistiken die uns Overblog zur Verfügung stellt, können wir sehr genau nachvollziehen, warum Sie auf unsere Seite gekommen sind, also wonach Sie gesucht haben und wie viele Leser tatsächlich bei einem Artikel hängen geblieben sind. Diese Statistiken sind teilweise unglaublich verwirrend, zeigen aber immer wieder, dass das Interesse an unseren Themen sehr groß ist.

Umso verstörender ist es für uns, dass wir wenig Feedback bekommen. Ab und zu ein Kommentar, mal eine Email, aber in Relation zur Reichweite der Leserschaft, ist die Responsequote der Interaktion extrem gering.

Woran liegt das? Wir würden uns sehr über Ihre Meinungen freuen, auch über Diskussionen. Antworten werden wir immer und haben Sie etwas ausführlich zu sagen, werden wir diesen Kommentar, vielleicht sogar als Gastbeitrag posten!

Wir freuen uns sehr auf den Dialog und Ihre Subjektivität!

Alan Lomax / Rick Deckard

P.S.: Lesen Sie auch folgenden Artikel, der mir ehrlich gesagt angst macht, gleichzeitig aber auch motiviert hier weiter zu machen!

http://www.absatzwirtschaft.de/content/online-marketing/news/facebooks-kommunikationsregeln-bevormunden-werber-und-entwickler;78537

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