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Largo Winch - Der Film und die Comics

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 26. November 2009, 15:26pm

Kategorien: #Filme



Schon lange überlege ich wieder mal Comics zu lesen, aber der Beruf, die liebe Zeit und so viele andere gleich geschaltete Interessen verhindern immer wieder eine Renaissance dieses Bereiches der PoP- Kultur. Im Grunde ist das bedauerlich, denn gerade Comics laden wunderbar dazu ein sich zu verlieren und sich in eine bestimmte Atmosphäre zu vertiefen, insbesondere an solchen kalten und verregneten Tagen. Bereits in Kindertagen war ich fasziniert von diesen 'bebilderten Büchern', die mich mitnahmen auf eine Reise in fremde Länder mit interessanten Charakteren und spannenden Geschichten: 'Das Phantom', 'Mandrake, der Zauberer', 'Flash Gordon','Superman', 'Batman', 'Tim und Struppi', 'Die Zack-Comics' mit 'Michel Vaillant' oder 'Zendo, der Hai', als auch 'Asterix & Obelix' um nur einige zu nennen. Das faszinierende an Comics war immer, dass man, trotzdem die Geschichte bekannt war, immer wieder zu einem bestimmten Band zurückgriff um diesen zu lesen, weil man immer wieder etwas neues entdecken konnte oder sich in den Bildern verlor.

Nun bin ich kein ausgewiesener Kenner von Comics und mache mir keine Gedanken über diesen oder jenen Zeichenstil, die Farbgestaltung, Dramaturgie oder ähnliches, sondern ich erfreue mich einfach an den Geschichten die da erzählt werden. Das 'Gute' ist, dass man Comics mit sehr viel mehr Zeit und Ruhe lesen kann, als herkömmliche Bücher. Ich meine damit, dass man im Rahmen des 'Lesens' auch einmal bei einigen Bildern verweilen kann um sich in Ruhe anzusehen was da eigentlich gezeichnet wurde. Bei dem einen Bild schaut man sich das Gesicht eines Charakters an, bei dem anderen verliert man sich in einer Landschaft oder einer Action Szene, bei größeren Bildern macht es irrsinnig viel Spass die ganzen Details zu suchen und zu erkennen. Also fast so, als würde man in einem Museum sich fortlaufend Bilder in einer chronologischen Reihenfolge mit Text an sehen. Ich weiss, der Vergleich hinkt, aber das erklärt vielleicht die Natur von Comics vielleicht am besten.

Gestern habe ich mir 'Largo Winch' auf DVD angesehen und war begeistert. Die Verfilmung der Comic-Bände 1-4, geschrieben von Jean Van Hamme und gezeichnet von Philippe Francq. Es geht dabei um den gleichnamigen Titelhelden, der ein vermögendes aber auch schweres Erbe antreten muss, um Wirtschaft, Verrat und Freundschaft. Das ganze ist Welt umspannend und spielt im ehemaligen Jugoslawien, Brasilien und Hong Kong. Der Film bietet spannende und gute Unterhaltung und verzichtet auf einen speziellen visuellen Stil im Sinne von '300' oder 'Sin City'. Ob und wie optisch die Vorlagen aus den Comics übernommen wurde kann ich nicht sagen, aber es war gute und ansprechende Unterhaltung, vollkommen unsinnig vermarktet als der 'Französische James Bond', mit dem diese Figur rein gar nichts zu tun hat.

Der Film war letztes Jahr in Frankreich enorm erfolgreich und auch die Comic Bände, generell Comics sind in Belgien und Frankreich sehr viel mehr erfolgreicher als hier zu Lande. Warum das so ist hat mich schon interessiert und daher im folgenden einige interessante Links

Hier kann man zunächst den ersten Band 'Der Erbe' komplett online lesen: link


Zwei sehr aufschlussreiche Interviews mit dem Zeichner der Serie Philippe Francq auch im Hinblick zur Popularität der Comics in Belgien und Frankreich mit historischen Erklärungen: 

link (Saarbrücker Zeitung)

link (Tagesspiegel)

Weihnachten und Wunschlisten stehen vor der Tür. Vielleicht sollte ich einfach mal mit den 'Largo Winch' Comics anfangen ... .


Zu guter Letzt noch einen Hinweis auf einen hier im Blog erschienenen Artikel von Mr. Lomax zu einem Museum, welches ich unbedingt besuchen muss: 
Musée Hergé

For Good,

Rick Deckard

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