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Musik, Kino, Kultur, Radio


Ke-mo sah-bee

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 22. Dezember 2013, 18:55pm

Kategorien: #Filme

The-Lone-Ranger.jpg

Ein Grund zu Freude.

Ein Western.

Eine Komödie.

Eine Western-Komödie.

Und was für eine!

Regisseur Gore Verbinski lässt die Legende um den Lone Ranger und seinen Sidekick Tonto im Kino auferstehen und liefert damit einen der prächtigsten Filme des Jahres ab.

So wie ich bei Elysium die Lobhudelein nicht verstanden habe, so verstehe ich die Verrisse bei The Lone Ranger nicht. Der Film bietet grossartige Unterhaltung in Form famos fotografierter Landschaften, vielen Schauwerten, spektakulären Action-Szenen, einer spannenden Handlung und blendend aufgelegten Darstellern. Selbst ein Hans Zimmer schrieb eine (im Film) hörenswerte Musik, von der berühmten Wilhelm Tell Ouvertüre abgesehen.

Verbinski erzählt eine Geschichte aus dem fernen Westen, fast schon ein Märchen, über einen rechtschaffenen Mann, der mittels Hilfe eines Native American zu einem Helden wird, der nicht mehr unter dem Banner des Gesetzes agieren kann. Verkörpert wird der Lone Ranger bzw. der Charakter des John Reid von Armie Hammer.

Ihm zur Seite steht der eigentliche Held und Star des Filmes, sein indianischer Freund Tonto, gespielt von Johnny Depp. Auf Tonto lastet eine schwere Bürde aus der Vergangenheit und der Zuschauer erfährt nach und nach warum.

Die Chemie zwischen den beiden stimmt wie ich finde und wenn auch die klassischen Einzeiler Johnny Depp gehören, so macht Hammer durch den ganzen Film hindurch eine gute Figur. Er, bzw. die Drehbuchautoren nehmen den Charakter des Lone Ranger nicht ganz ernst, was den Film sehenswert macht.

Denn der Western, was der Film definitiv ist, wird mit viel komödiantischen Elementen bereichert und das ist sehr lustig, phasenweise sogar extrem komisch. Johnny Depp sollte für den Oscar nominiert werden, denn das was mit Maske so einfach aussieht, ist wenn man genauer hinsieht, grossartige Schauspielkunst.

Schön anzusehen bei The Lone Ranger ist die Art und Weise wie er gekonnt mit den Mythen spielt und ein Western nach dem anderen zitiert. Mir sind aufgefallen: Once upon a time in the West, The Good, The Bad And The Ugly, Little Big Man, Die John Ford Western (Cheyenne Autumn). Allein diese Zitate machen den Film sehenswert, weil er vielleicht das Kinogenre des vergangenen Jahrhunderts gemeinhin würdigt.

The Lone Ranger hat das Zeug zum Kultfilm. Das finale furioso ist perfekt inszeniertes Kino. Man verlässt den Kinosaal oder die heimische Couch mit einem guten Gefühl nach 2:15 min hervorragender Unterhaltung.

Der Western lebt.

Aus dem Monument Valley,

Rick Deckard

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