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Jahresrückblick 2011 - Jazz

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 16. Januar 2012, 19:08pm

Kategorien: #Jazz

Jazz

Warum habe ich als Rückblick auf das vergangene Jahr und den Jazz dieses Album ausgewählt? Weil es den vielleicht schönsten Titel für ein Musik-Album überhaupt trägt und es so zeitlos schön ist.

Bill Evans, Eddie Gomez und Eliot Zigmund spielen darauf mit einer solchen Sensibilität und Hingabe, dass man sich beim Hören von dieser Welt entfernt. Glauben Sie mir! Hören Sie nur einmal auf die ersten Töne die Evans auf dem Klavier spielt, hören Sie wie subtil Gomez und Zigmund ihn begleiten. Was für atemberaubend schöne Musik. B Minor Waltz in 3:18 min: formvollendete Schönheit. So viel Emotion, so viel Hingabe ... das ist Jazz.

Auch 2011 gab es im Jazz viel zu bewundern und zu bestaunen: Stacey Kent, die mit ihrer bezaubernden Stimme für Eleganz und Anmut sorgte, Götz Alsmann, der in Paris unterwegs war und wieder einmal bewies, dass populäre Musik auch deutschsprachige Wurzeln haben kann, das Tingvall Trio, welches mit Vägen ein fantastisches Album hinlegte und Pascal Schumacher, der neue Wege aufzeigte ... im Jazz gab es immer wieder etwas zu entdecken.

Jazz fordert mich, er regt mich zum denken an, er provoziert mich, er bringt mich zum lachen, er zeigt was möglich ist, wenn Menschen, ungeachtet ihrer Herkunft, zusammen Musik machen, er verleitet mich dazu, mich in der Historie zu bewegen, er zeigt mir meine eigenen Grenzen auf. Jazz ist Musik für das Herz und den Verstand, oder sollte ich es anders herum aufzählen?

Ganze 20 Einträge gab es im Jahr 2011 auf diesem Blog unter der Rubrik Jazz. Das ist es vielleicht, was dieser Musikgattung eine Sonderstellung im letzten Jahr verschafft hat. Wie sagte vor kurzem der Bösewicht im grandiosen Tatort mit Ulrich Mühe:

"Kunst ist Selektion, nicht Anhäufung!"

Ein Satz über den ich wiederholt nachgedacht habe. Offensichtlich zwar, aber auch mit viel Wahrheit im Kern und im Hinblick auf die Musik mit Praktikabilität verbunden. Lieber weniger hören, dafür mehr geniessen und sich intensiver mit der Musik auseinandersetzen.

Ich bin froh, dass es im Dreigestirn der Musik den Jazz gibt. Ein idealer Gegenpart, eine perfekte Balance (wenn nicht noch mehr) zur schwachsinnigen (im wahrsten Sinne des Wortes!) Popmusik und belebenden, höchst intensiven orchestralen Musik.

2011 war definitiv das Jahr des Jazz - ich habe so viele, unzählige schöne Alben gehört, auch morgens auf dem Weg zur Arbeit, über die ich hier aus Zeitgründen nicht habe schreiben können.

2012 soll und muss das anders werden.

Wenn ich einen musikalischen Vorsatz für dieses Jahr habe, dann den.

Sie dürfen mich gerne am Ende des Jahres zitieren.

Bis dahin zitiere ich andere:

Billie Holiday
"I never sing a song the same way twice."

You must believe in Spring!

Ein sehr glücklicher,

Rick Deckard

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