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Musik, Kino, Kultur, Radio


Glen Hansard - Laß dir darum keinen Bart wachsen

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 4. April 2013, 13:54pm

Kategorien: #Populäre Musik

once2.jpg

Ich kann keine bärtigen Musiker mehr sehen und hören.  Sie wissen welchen Typen  ich meine: Blitzen Trapper, Bon Iver, Fanfarlo, Ed Sheeran, Of Monsters and Men, Megafaun, Bowerbirds, Wye Oak und wie sie alle heißen.

Ihr aus der Country Musik und Indie Rock entstandener ewig  heulender, nerv tötender Beklemmungspop macht mich fertig und traurig. Schlimmer ist es noch, wenn ich diese Waldschratte auf der Bühne sehe. Meist mit einem Karohemd ausgestattet und fürchterliche Instrumente spielend. Wenig wertlegend auf diffizile Kniffeligkeiten, Finesse und Verve, sondern fokussiert auf Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit und verträumter Holzfällerlyrik.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Bon Iver‘ EP Blood Bank oder The Clearing von den Bowerbirds sind berückende Alben.  Ben Howard, Iron & Wine oder The Shins (erweiterbare Liste) halte ich für progressive Musiker, deren Musik ich oft höre. Aber mir geht es hier um das ganze Genre. Und das muss über den Kamm geschert werden. Bzw. wie es der Volksmund sagt:

„An armer Leute Bart lernt der Junge scheren.“

cover.jpgBetrachtet man das Bildnis von Glen Hansard auf dem Foto seines Albums Rhythm and Repose das erste Mal, ist man wohl gefangen in meinen einleitenden Worten. Ein nachdenklicher Hansard mit Bart, schlechten Hautpartien und versoffenen irischen oder mindestens schottischen Blick.

Wer ist das eigentlich? Hansard ist ein irischer Sänger und Gitarrist. Einen wirklichen musikalischen Durchbruch hatte er mit seiner Band The Frames. Einer von den Pixies beeinflussten Rockband mit nachweisbaren kommerziellen und künstlerischen Erfolgen, die primär in den 1990er stattfand.

Einen neuen Bekanntheitsgrad erreichte Hansard durch den schönen Musikfilm Once. Für die wunderschöne Single Falling Slowly hat der Ire sogar einen Oscar für den Besten Song erhalten.  

Once ist ein empfehlenswerter Film über Straßenmusik, Liebe und Ernsthaftigkeit. Normal schön könnte man auch sagen, wenn man das ganze mittelmäßig reduzieren möchte. Für viele Menschen wird aus heutiger Sicht auch Alan Parkers Musik zu „The Commitments“ mittelmäßig sein. Der Film erzählt die Geschichte einer in Dublin gegründeten Soul-Band.

Hinter jedem Portrait tritt irgendwann die Wahrheit ans Licht und ja richtig, Sie haben Hansard wiede rerkannt. Er ist Outspan Foster, der Gitarrist der Commitments. Den Zweck der Gitarre hatte der junge Glen Hansard schon damalig erkannt. Seine funky Riffs bei Mustang Sally sind zwar nicht wegweisend, stellen aber einige der Aufnahmen von Wilson Picketts ehr verhaltendem Original rhythmisch in den Schatten.

Als Fortsetzung des Once Soundtracks ist noch das tolle Album The Swell Season erschienen. Wieder geht es um die Liebe zur Musik. Ein offensichtlicher Leitfaden durch das Hansardsche Gesamtwerk. Gemeinsam mit der Pianistin Marketa Irglova legt Glen Hansard hier eine Scheibe vor, die alles andere als bodenständig ist. Vorerst erinnert die Musik natürlich an die zurückgenommene Art der Bärtigen. Mit der sparsamen Instrumentierung (Gitarre, Piano, ein paar Streicher), aber den inbrünstigen Vokalstimmen der beiden, macht das alles sehr viel Sinn und ist mehr als schön beeindruckend und gefühlsecht. Anspieltipp: When Your Mind Mape Up.

Auf dem Haldern Pop Festival im August –Zenit der Bärtigen– wird Hansard einen Headlinerslot auf der Mainstage bekommen. Mit seiner angsteinflößenden Brachialstimme, seiner Bühnenerfahrung und seinem Liederbuch an Hits, wird der Auftritt bestimmt einer der Highlights des Festivals.

Bei der Gelegenheit möchte ich auch nochmal darauf hinweisen, dass das Forum auf www.haldern-pop.dewebseite_festivalnews-Kopie-1.jpg keineswegs repräsentativ für die Zuschauer auf dem Festival ist. Eine kleine Meute von „Kennern“ und „ Kritikern“ macht sich dort breit und stänkert permanent am Programm bzw. am Line-Up rum, wünscht sich dabei debile bekannte Bandnamen, ohne erst mal zu verstehen, wer denn dort überhaupt auftritt.

Natürlich ist ein Forum auch zum Kritik äußern da, aber dafür ständig das Konzept des Festivals in Frage zu stellen! Ich finde es enorm lässig von den Haldern-Machern, dass sie diese oftmals unerträglich dummen Meinungen so stehen lassen und keinen Moderator einbauen.

Glen Hansard ist ein gutes Beispiel für intelligentes und effizientes, kommerzielles und künstlerisches Booking. Immerhin ein ausgezeichneter Oscar-Preisträger mit zahlreichen Hits und einem interessanten Background bzw. musikalischem Werk. Der durchaus zeitgenössische Musik macht und einem anspruchsvollen, sowie mainstreaminteressierten Publikum gefallen sollte. Wenn es denn in der Lage ist, Musik nach dem Hören von Musik und nicht von Aussehen, Bärten oder ein minutigen itunes-Ausschnitten zu bewerten.

Alan Lomax

http://www.glenhansardmusic.com/songofgoodhope/

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Alan Lomax 04/11/2013 15:12


Autsch! ...nix verstanden, auf Wiedersehen!


P.S.: ...und was Damenbärte angeht da halte ich es mit Die Ärzte: Rasierst Du täglich Deinen Damenbart oder hast Du im Garten ein paar Leichen verscharrt? Die NAchbarn haben da so was
angedeuetet, also wunder Dich nicht, wenn bald die Kripo bei Dir läutet....

Wye Oak 04/04/2013 18:26


Wye Oak? Bart? Frauenbart oder was?


Du wirfst anderen stänkernde Forumsbeiträge vor, dabei stänkertst Du in der Einleitung mehr als irgendein Haldernunzufiedener.


Ich hab noch nie so einen selbstverliebten und schlechten Artikel gelesen.

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