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www.lomax-deckard.de

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Galaxy Quest - David Newman

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 29. April 2012, 10:52am

Kategorien: #Orchestrale Musik

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David Newman aus der grossen Newman Musiker Familie steht, so scheint es, stets im Abseits der übermächtigen anderen. Er wurde 1954 als Sohn von Alfred Newman und Martha Louise geboren. Sein Bruder ist der nicht minder bekannte und mehrfach preisgekrönte Thomas Newman. Unerwähnt bleiben darf auch nicht sein Cousin Randy Newman.

Insofern ist es erfreulich, dass das Label La-La Land seine Komposition zu der Dean Parisot Parodie aus dem Jahr 1999 veröffentlicht hat. Der Film selbst ist eine sehenswerte und vergnügliche sowie komödiantische Persiflage des Star Trek Franchise. Was das angeht, werden naturgemäß diejenigen, die die Filme um Cpt. Kirk & Spock kennen, diesem Film vielleicht mehr abgewinnen können. Tim Allen, Sigourney Weaver, Alan Rickman und Sam Rockwell spielten die Hauptrollen.

Die Musik hat vorwiegend einen monothematischen Ansatz. Newman schreibt eine melodische und klassisch-heldenhafte Fanfare getragen von Bläsern, welche im Film als Galaxy Quest - The Classic TV Theme erklingt. Um dieses Thema herum variiert er größtenteils die anderen Elemente des Scores, angepasst an die jeweilige Situation. Das beinhaltet dramatische, action-orientierte aber auch komödiantische Anteile. Dazu bedient sich der Komponist gängiger Science Fiction Stereotypien, webt Abenteuer Musik mit hinein und dort wo es erforderlich erscheint auch elektronische Klänge. Um die Mystik und die fiktionalen Elemente zu betonen arbeitet er sehr häufig mit Chören.

Der Score ist in Zeiten der Überproduktionen mit 54 min. erfreulicher Weise gut und kompakt zusammengestellt. Er ist unterhaltsam und als musikalische Untermalung einer Science-Fiction Actionkomödie Energie geladen, was beim Hörerlebnis in der Mitte und auch gegen Ende der CD etwas ermüdend wirkt. Hier geht es um Kinetik. Dementsprechend sind die ruhigeren Momente eher in der Minderzahl. Auch die komödiantischen Anteile der Musik unterliegen, besonders gegen Ende, der Action.

Mit 23 Seiten gibt es, wie gewohnt bei La-La Land, ein opulentes Booklet mit vielen Informationen zum Film und zur Musik. Allen David Newman Bewunderern sei die Musik empfohlen als gute Ergänzung ihrer Sammlung. Der gemeine und eher umfassend orientierte Filmmusik-Hörer wird die Musik vermutlich als durchschnittlich bewerten, oder als klassische Filmmusik mit einigen kleinen Highlights, die aber keine Jubelarien aufkommen lassen.

Rick Deckard

 

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