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Fuck Art, Let's Dance - Erster Versuch Jahresrückblick der Lieblingsmusik 2011

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 25. November 2011, 17:43pm

Kategorien: #Populäre Musik

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Verehrter Deckard, Sie brauchen hier drauf nicht direkt zu antworten, weil es noch nicht die offizielle Zusammenstellung ist. Ich begebe mich kurz in eine Vorüberlegung, die Sie aber kommentieren MÜSSEN:

In den letzten 30 Minuten habe ich dieses Lied hier 6 x gehört. Und während ich schreibe läuft es immer noch:

Bei dieser an alles erinnernden Song handelt es sich um The Conqueror der Hamburger Band Fuck Art, Let's Dance!

Ohne viele Worte zu verlieren, muss ich kurz an das hier denken:


Es ist nichts Neues! Wer mich kennt weiß wie sehr ich Signs von Bloc Party liebe und ab Stelle X immer wieder nicht zu beschreibende Gefühlsausbrüche bekomme:

Auch 1517 von The Whitest Boy Alive finde ich großartig und verdammicht noch mal, ich höre diese Nummer ca. 70 mal im Jahr.

Was ich sagen wollte: Musik ist so schön, mit so vielen schönen Liedern. Wir Plattenregalaufsteller neigen ja immer zur Euphorie. Was ich aber mal aussprechen muss, ist folgender Gedanke, der mich bereits seit Wochen quält, insbesondere bei der Überlegung, was eigentlich wichtig und würdevoll ist und was eigentlich der Unterschied zwischen liebster und bester Musik ist!?

Diese ganzen Bands, diese ganzen Platten, die ganzen Alternativen, die ganzen Überlegungen, warum Band A gut ist und warum Band B ehr nervt, lässt sich auf einen Satz reduzieren:

Alle diese Bands sind nicht in der vielfältigen musikalischen Lage ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, weil sie nicht über das entsprechende und notwendige theoretische Wissen verfügen. Daher drehen sie sich immer wieder im Kreis, landen in unseren Herzen, weil sie was machen, was wir schön finden, erreichen aber nicht die Größe die wir oftmals fordern, weil sie eben nur einen begrenzten Horizont bei der Komposition haben. Machen wir deswegen immer wieder Ausflüge in Welt der komplizierten Notierungen?

Ich meine sind wir doch mal ehrlich: Thees Uhlmann, Brent Cash, Stephen Malkmus, Wilco, Cake, Destroyer (alles Lieblingsbands und Helden) usw. sie alle nutzen Noten in einer sehr reduzierten Form. Taktmaße, Harmoniezusammenhänge, Notenwerte, all' das hat in der Popmusik noch nie einen Wert gehabt. Herr Deckard bei ihren Ausflügen zur kompositorischen Musik, sind Sie doch immer wieder auf der Suche nach diesen Dingen. Und mit Verlaub, ist dieser Grenzgang überhaupt möglich? Oder ist die Erklärung ganz einfach: Wir alle machen uns etwas vor! Eigentlich ist das menschliche Gehirn nur in der Lage eine Art von Musik zu verstehen. Komplexe Partituren oder die der berühmten vier Akkorde bzw. die der reduzierten Noten!? Wo stehen wir? Mache ich mir zu viele Gedanken. Bin ich Mensch oder Tänzer? 

Alan Lomax

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