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www.lomax-deckard.de

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FRINGE - 1. Staffel

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 19. Februar 2012, 18:38pm

Kategorien: #Fernsehen

Fringe.jpg

Sensationell!

Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich heute die erste Staffel beendete.

Mittlerweile hat sich das was 'Fernsehen' bedeutet im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte verändert. Natürlich sind diese Serien hier und auch in Übersee Bestandteil des Fernsehens, aber die Möglichkeit die Inhalte in Form von DVD's zu betrachten wann man will u.v.a ohne lästige Werbeunterbrechungen ist schon eine Art Revolution. Der viereckige Kasten im Wohnzimmer hat eine andere Bedeutung als vor Jahrzehnten.

Doch zurück zu 'Fringe'. Ich bin wahrscheinlich einer der letzten, der sich diese grandiose Serie ansieht, die in den USA 2008 und hier zu Lande ab 2009 ausgestrahlt wird. Die Skepsis hatte einen Grund. Zu komplex das Dickicht aus angebotenen Serien, zu wenig neutrale Informationen über die wirkliche Qualität. Die Fans werden natürlich alles unreflektiert loben, die Kritiker das genaue Gegenteil tun. Ich hätte meinem Instinkt folgen sollen. Jegliche Skepsis war in diesem Fall jedoch unbegründet, denn die Serie ist beachtlich und absolut großartig.

Die Schöpfer sind J.J. Abrams, Alex Kurtzmann und Roberto Orci.

Es geht in der Serie v.a. um die Beurteilung menschlichen Fortschrittsdenkens und der sich stetig entwickelnden Technologien. Zumindest bisher ist der Grundkonsens diesbezüglich ein sehr kritischer, in dem Sinne, dass diese Entwicklungen mehr schaden als nutzen.

Ohne viel zu verraten: den Kern der Serie bildet eine Spezialeinheit des FBI, die sich mit mysteriösen Vorkommnissen beschäftigt. Hauptdarstellerin ist Anna Torv, die die FBI Agentin Olivia Dunham (sehr einnehmend übrigens) verkörpert. Sie wird dabei unterstützt von ihrem Vorgesetzten Phillip Broyles (Lance Reddick, den man bereits aus 'The Wire' kennt), einem hochintelligenten und äussert verschrobenen Wissenschaftler namens Dr. Walter Bishop (exzellent gespielt von John Noble!), sowie seinem Sohn Peter Bishop (Joshua Jackson). Diese Einheit stellt fest, dass Experimente an zivilen Opfern ausprobiert werden und kommt einem 'Schema' auf die Spur ... .

Fringe-II.jpg

Die erste Staffel schafft es Spannung auf einem hohen, bis sehr hohem Niveau durch alle Folgen hindurch aufrecht zu halten. Das liegt an der stringenten Erzählweise, denn alle unnötigen Nebenhandlungen und Nebenfiguren werden konsequent vermieden. Von der ersten Minute an wird der Zuschauer an einem roten Faden durch die Handlung geführt. Das sorgt für atemberaubend spannende Momente, gerade zu Beginn einer jeden Folge und v.a. am Ende, wobei auf unsinnige Cliffhanger verzichtet wird.

Die Qualität der Produktion ist, was man heute fast erwarten darf, exquisit, sowohl was die Optik, die Effekte als auch die schauspielerischen Leistungen betrifft. Die Musik wurde komponiert von Michael Giacchino, der Titel gar von Abrams selbst.

Welches Kriterium soll nun gelten, ob man die Serie nun mag oder nicht?

Das ist das Thema der Serie selbst und die eigene Affinität dazu. Wenn man sich auf diese Grenzwissenschaften einlassen kann und offen für derlei Gedankengänge ist, dann ist 'Fringe' eine Offenbarung. Wobei gesagt werden muss, dass es sich hier nicht um Unfug handelt, sondern um Themen, die nicht nur die Menschen seit jeher beschäftigen, sondern in Teilen auch Gegenstand seriöser Wissenschaft sind.

Doch neben aller Spannung kommt auch der Humor nicht zu kurz. Geschuldet werden diese Momente John Noble: der Wissenschaftler ist einerseits so in seine Experimente vertieft, auf der anderen Seite aber so unbeholfen im Hinblick auf die Dinge des alltäglichen Lebens, dass daraus teils skurrile Momente erwachsen.

Leider gibt es im Kino Handlungen dieser Art und Qualität, v.a. aus diesem Genre, in kompakter Form nicht mehr und genau diese Lücke wird durch Serien wie 'Fringe' ausgefüllt. Unglaublich, was die Drehbuchautoren an Fantasie haben müssen.

Für alle, die die Serie nicht kennen sollten und anfangen wollen: uneingeschränkt empfehlenswert.

Das Ende der letzten Folge ist ein echter Knüller und auch wenn es sich widerspricht: Kintopp der Extraklasse.

Ich freue mich auf die 2. Staffel und werde berichten.

Aus dem ..., ups, fast hätte ich mich verschrieben.

Rick Deckard

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