Die Vorweihnachtszeit

von Alan Lomax Rick Deckard Blog  -  6. Dezember 2010, 17:38  -  #Kommunikation

Nightmare.jpg

Nein, es handelt sich bei diesem Beitrag nicht um den Film von Burton, namentlich 'The Nightmare Before Christmas'. Mir kommt diese Zeit nur immer so vor, daher habe ich das Bild gewählt, vielmehr den Bezug zum Titel.

Endlich nach Tagen, nein Wochen komme ich dazu etwas zu schreiben. Von Desinteresse am Blog kann keine Rede sein, die Zeit fehlt schlicht und ergreifend. Nichts was man sich privat vornimmt ist in diesen Tagen in irgendeiner Form zu bewältigen.

Was ich nicht verstehen kann ist die Tatsache warum alle Welt, inclusive der Berufswelt, in diesen so wichtigen Tagen vor dem Weihnachtsfest den Turbo einlegen muss? Nirgends, aber auch nirgends ist so etwas wie Ruhe oder Muße zu verspüren. Vielleicht täusche ich mich, aber mein Bauchgefühl, welches mich selten täuscht, vermeldet andere Signale.

Es scheint, als wollten die Menschen in diesen so bedeutsamen Wochen vor dem heiligen Abend alles ab arbeiten, damit die Feiertage genossen werden können. Ich lese da von 'Shopping bis 24 Uhr', etliche Weihnachtsfeiern fordern die Kondition heraus und im Beruf wird mit biegen und brechen versucht die Vorgaben für 2010 zu erreichen.

Mal im Ernst: ist diese besinnliche Vorweihnachtszeit vorgegaukelt oder gibt es sie wirklich?

Jedes Jahr wundere ich mich immer wieder, wenn am 24. 12. plötzlich auf einen Schlag für 3 Tage Stille und "Frieden" herrscht. Warum kann diese Ruhe und Stille nicht in den Tagen vorher sein, so dass der Puls langsamer wird, diese wahnwitzigen Shopping-Exzesse sich vermindern und eine innere Ruhe auf das Jahresende vorbereitet?

Normalerweise habe ich in der Woche mal Zeit Musik in Ruhe zu hören, zu lesen oder auch mal einen Film zu sehen. Momentan beschränkt sich alles darauf, einen Termin nach dem anderen abzuhaken, die vornehmlich von einem Wort dominiert werden: Weihnachtsfeier & Weihnachtsmarkt. Ob beruflich oder ausserberuflich, scheinbar dürfen diese Tage nicht vergehen ohne eine solche Festivität. Ich will nicht mosern, denn diese Feiern bieten alles was das Herz begehrt: von gutem bis miserablem Essen über Trash-Konversationen bis hin zu Kontrollverlusten aller aufgrund des Konsums von billigem Glühwein und anderen Alkoholika.

Daneben gilt es das Privatleben halbwegs zu organisieren (oder zu "Organ sezieren" wie Travis Bickle in 'Taxi Driver' sagen würde), im Beruf Stand zu halten und Planungen zu entwerfen wie man die Tage des ausklingenden Dezembers verbringen soll.

Für mich steht unweigerlich fest: Schotten dicht.

Mehr als noch in den Jahren zuvor werde ich jede freie Minute nutzen um mich mit meinen Hobbys zu beschäftigen, zu lesen und die Zeit in Ruhe zu geniessen.

Ich habe bereits langsam mit einigen Klassikern begonnen und werde hoffentlich in den nächsten Tagen Zeit haben darüber zu schreiben.

'Chestnuts roasting on an open fire...'

Rick Deckard

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren: