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Dan Berglund’s Tonbruket

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 30. Januar 2010, 11:42am

Kategorien: #Jazz

Tonbruket_klein.jpg

Dan Berglund hat sich nach dem tragischen Tod von Esbjörn Svensson und der logischen Auflösung des überaus erfolgreichen Jazztrios e.s.t. entschlossen weiter zu machen. Dazu er sich eine skandinavische Superband zusammengestellt: Gitarrist Johan Lindström spielte bereits in den Neunzigern gemeinsam mit Berglund in der Hardrockband „Per Texas Johansson“ und später häufig mit Kristofer Äström und Sophie Zelmani. Unangefochtener Star aus meiner persönlichen Sicht ist Martin Hederos, Keyboarder bei „The Soundtrack of Our Lives“. Am Schlagzeug sitzt Andreas Werliin der auch schon im Duett „Wildbirds & Peacedrums“ mit seiner Frau seine vielseitigen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Alle Zusammen versuchen mit sehr vielschichtiger Musik dort weiter zumachen, wo e.s.t. aufgehört haben. Als Mitglied von e.s.t. war Berglund der Rocker des Trios, während Esbjörn Svensson für die klassischen Einflüsse stand. 

Dan Berglund’s Tonbruket klingt beim ersten durchhören extrem sperrig. Manchmal nach einer schlechten Filmmusik aus einem drittklassigen Tatort, dann auch wieder nach einem Selbstfindungskurs in einer einsamen schwedischen Holzhütte. Einzig allein Hederos Klavierpartituren bleiben hängen und bewegen für’s erste. 

Der Pressetext zur Platte sagt: „Meisterlich gelingt es dem Quartett, eine überzeugende Klammer für die Elemente aus Bands wie YES, Emerson, Lake & Palmer, Deep Purple, später Radiohead oder Royksopp herauszulesen“. 

Nach dem dritten Mal hören und dem Versuch von dem "Lesen" der genannten Bands abstand zu gewinnen, bleibt der Eindruck, dass ich es hier mit einer sehr komplexen Werk zu tun habe, welches mir mehr und mehr gefällt. 

Wenn wir ständig von dem Stillstand in der Populärmusik sprechen und keine Bewegung entdecken, sollten wir es doch zumindest hier mit versuchen. 

Denn einerseits werden hier die Grenzen des Jazzgenres neu abgesteckt, anderseits die alten Weg der Popmusik umgeleitet. 

Viel Spass beim Entdecken!

 

Alan Lomax 

 

 

 

 

 

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