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www.lomax-deckard.de

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Chet Baker plays Vladimir Cosma - Sentimental Walk In Paris

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 5. Januar 2012, 08:44am

Kategorien: #Jazz

Baker-Cosma.jpg

Brücken bauen, Verbindungen schaffen.

Das ist doch herrlich!

Ich hatte die gute alte Tante Jazz so lange nicht mehr besucht und fast schon ein schlechtes Gewissen bekommen. Doch siehe da: einer der Lieblingsmusiker und Jazz-Interpreten spielt Musik eines französischen Filmmusik-Komponisten? Bin dem Schild sofort gefolgt, nichts wie hin!

11 wunderbare Titel lullten mich ein und Baker spielt auf allen gewohnt geschmeidig, entspannt. Zu seinen Mitstreitern gehören:

  • Maurice Vander - Klavier
  • Niels-Henning Ørsted Pedersen - Bass 
  • John Guerin - Schlagzeug 
  • Pierre Gossez - Klarinette, Bass Klarinette, Alto Sax
  • Herve Sellin - Klavier
  • Vladimir Cosma - Dirigent.

Die Musik ist absolut relaxed und sehr stimmig, der Klang ausgezeichnet. Die Musiker harmonieren perfekt miteinander, hier und dort spielt das Orchester und N.-H. Orsted-Pedersen demonstriert immer wieder, warum er ein so begnadeter Bassist ist. Vander und Selin spielen nicht nur auf dem klassischen Flügel, sondern auch auf dem elektrischen und dem Fender Rhodes. Schöne Musik!

Ein absoluter Höhepunkt ist Titel Nr. 4: B.B. Blues - Scat Gesang und virtuoses Spiel von Baker, mitreissender Rhythmus! Grandiose Nummer. Ein weiteres Highlight ist das folgende 'Two Much', ein einziger musikalischer Traum aus Streichern, Trompete und Fender Rhodes. Wunderschön! Aber im Grunde sind alle Titel hier absolut hörenswert.

Es scheint verschiedene Cover zu diesem Album zu geben und rare Informationen. Scheinbar hat Cosma seine Stücke umarrangiert, um sich Chet Bakers Stil anzupassen. Der Kontakt zu Baker wurde hergestellt, als Cosma einen Trompeter für die Musik zu dem Film 'Les jumeaux' suchte. Man warnte Cosma vor der Unzuverlässigkeit und Unstetigkeit von Baker, trotzdem kam die Kollaboration zu Stande und als weiteres Ergebnis ihrer Zusammenarbeit dieses hier aufgeführte Album (aus rein kommerziellen Gründen).

2012 beginnt musikalisch aufregend und Tante Jazz ist noch immer vital und äusserst lebendig, man muss ihr nur einen Besuch abstatten und in Ruhe zuhören.

Filmmusik und Jazz: zwei meiner grossen Leidenschaften kombiniert auf einem Tonträger. Das Album ist eine sehr gelungene Melange aus Mainstream & Jazz, sowie Filmmusik.

Ausserdem blüht mein Herz auf wenn ich Baker höre.

Aus Paris,

Rick Deckard

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