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Badly Drawn Boy - It's What I'm Thinking, Pt. One - Photographing Snowflakes

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 5. November 2010, 17:23pm

Kategorien: #Populäre Musik

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Nach der ganzen anstrengenden Woche, mit anstrengenden, aber auch interessanten Menschen, einer kurzen Krankheit und vielen Überlegungen über das laufende Jahr und den schönen und merkwürdigen Ereignissen, ist es an der Zeit sich der Musik zuzuwenden. Wie wunderbar, dass der alte Kauz Badly Drawn Boy gerade sein neues Album veröffentlicht hat. 

Es wurde Zeit denn seinen Score zum dicksten Mann in England http://lomax.over-blog.de/article-is-there-nothing-we-can-do--41416259.html kann, muss ich aber nicht mehr hören. Der kommt erstmal in die Schublade, bis ich wieder einen sog. Badly Drawn Boy Abend habe. An solchen Abenden höre ich ausschliesslich die Musik des Briten. Nicht viele Musiker schaffen es mich einen ganzen Abend zu unterhalten, zu überflügeln und tja, glücklich zu machen. Solche Badly Drawn Boy Abend sind spärlich, denn ich höre die Musik von ihm sowieso wöchentlich. Lange Rede, kurzer Sinn, BDB gehört zu meinen Top10 Musikkünstler aller Zeiten. Ein echter Plattenhersteller für die viel zitierte einsame Insel. Somit ist es natürlich unmöglich, auch nur ansatzweise eine objektive Kritik abzuliefern.

Warum ist das also so? Inklusive der neuen Scheibe kann ich es vielleicht mit einem Satz auf den Punkt bringen. Damon Gough Platten sind niemals eine Enttäuschung. Und zwar aus einem wiederum einfachen Grund: Er besinnt sich auf seine Fähigkeit perfekte Melodien in einfache Popsongs zu verpacken. Dabei ist er unglaublich zeitlos, fast konservativ und konzentriert sich mit seinen Melodien darauf eine sehr spezielle Atmosphäre zu vermitteln. Diesen selbst geschaffenen Raum bezeichnet Gough als "Future Folk". Wer den Typen kennt, weiß dass er eigentlich "Euro Blues" meint, aber diese Bezeichnung nimmt schon ein anderer genialer Herr für sich in Anspruch.

Die Musik des schlecht gezeichneten Herren fordert einen nicht. Sie strengt niemals an und macht glücklich. Es sind immer zeitlose Songs ohne viel Aufregung, aber mit viel Anstand und Größe für Freunde der gepflegten Melodie.

So ist auch in den letzten 10 Jahren nicht wirklich viel spektakuläres um ihn passiert. Damon Gough veröffentlicht seine Scheiben immer noch auf seinem eigenen Label und scheint trotz hoher Ansprüche (wer ihn schon mal live gesehen hat, wird das bestätigen können) zufrieden mit sich und der Welt zu sein.

Offensichtlich hat der singende Wollmützenträger aus Manchester geplant eine Trilogie zu veröffentlichen. Wunderbar, schön wenn wir weiterhin erfahren, was sich da unter der Wollkappe abspielt.

Für Einsteiger empfehle ich unbedingt nicht mit dieser neuen Platte anzufangen. Steigen sie mit dem 2000er Masterpiece "The Hour of Bewilderbeast" ein. Robben Sie sich bis zu dem verkannten nächsten Masterpiece Album "Born in the U.K" durch. Versuchen Sie sich dann an "Is there nothing we can do". 

Dann kaufen Sie sich einen teuren goldenen Tropfen bei ihrem Spirituosenhändler. Zünden Sie den Kamin an, legen die Füsse auf den Kopf des ausgestopften Tigerfells, zünden sie auf jeden Fall eine Zigarette an. Egal, ob Sie rauchen oder nicht und lauschen der neuen, schönen und unaufgeregten Platte die ich hier versuche an den Mann zu bringen. 

"It's what I'm Thinking" sollten sie mit dem beiliegendem Text hören. Eine Abrechnung! Bitterböse würde wahrscheinlich spiegel-online schreiben. Nun gut, sie würden recht haben.

"You Lied" wird schmerzhaft schön! Aber es macht keinen Sinn, sich einzelne Songs vorzunehmen. Denn ich befinde mich schon jetzt wieder im Badly Drawn Boy Rausch. Das wird ein langer Abend....

Bewilder

Alan Lomax


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