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www.lomax-deckard.de

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Download: 3

Veröffentlicht von Alan Lomax und Rick Deckard auf 27. April 2009, 16:16pm

Kategorien: #Populäre Musik



Eine bunte Mischung mit Präferenz auf den Jazz. Motivation: eher zufällig als gewollt die 70'er und 80'er Jahre aus den Tagesangeboten eines bekannten Download Supermarkts. Manchmal entdeckt man bei den Angeboten auch gute Tracks. Es ist natürlich auch alles sehr abhängig von der Stimmung, wie beim normalen Einkauf eben auch, bei dem man gewohntes in den Einkaufswagen tut, bekanntes aber auch neues zum ausprobieren. Die vertrauten Artikel haben da natürlich Vorrang, weiss man doch wie sie schmecken, bzw. wie sie klingen. Wie dem auch sei:

Shangri-LA DEE DAA/ Hello It's Late/ Stone Temple Pilots

Noch nie von denen gehört. Mal in das Album 'reingezappt: lauter lautes, krachiges, schrammelndes Zeug, bis auf diese wunderbare leise Nummer. Gleich zu Beginn einladend weiter zu hören. Sehr schöne Melodie. Gitarren mal nicht nervenzerfetzend, sondern akzentuiert. Zeitlos schöner Song.

Young Team/ Yes! I'm a long way from home/ Mogwai

Stimmt, daher kam ich nicht umhin den Track zu laden. Ich muss ehrlich sagen: die ersten Minuten, der Einsteig, der Aufbau, der fast meditative Charakter ist sehr beruhigend. Alles nachvollziehbar, danach ab 03:35 min bis ca. 05:00 min wird es etwas lauter, unharmonischer und merkwürdig. Aber ich glaube denen geht es gar nicht um Verständnis. Wie nennt man so etwas? Soundcollage? Soundscapes? Ich weiss es nicht. Mir gefällt es deswegen, da mich der Aufbau dieses Mini-Stücks etwas an Ragas erinnert, eine Kompositionsform aus dem fernen Osten. Zuhause kann man Mogwai gut hören. O.K., ich bin diesbezüglich ein Indie-Weichei-Opportunist. Kann aber gut damit leben.

SoleSides Greatest Bumps/ Swan Lake/ Blackalicious

Immer auf der Suche nach gutem Hip Hop. Gesampelte Bläser. Gesampelte Flöte. Entspannter Flow. Ein bisschen Old School. Ein buntes Sammelsurium aus Allem. 

John Lennon/ Plastic Ono Band/ Isolation/ John Lennon

Es gibt nur ein Wort dafür: meisterhaft, grossartig. Ich habe beide gemocht. Keinen mehr als den anderen. Lennon wird es nicht müde zu betonen: er erwartet kein Verständnis. Ein unnachahmlicher, fantastischer Musiker und Komponist. Ein Mensch der Visionen hatte, egal nun ob er nackt mit seiner Frau im Bett lag oder sich aus dem fernen Osten Inspirationen geholt hat. Das ist Musik mit einem höchst intelligenten Fundament und nebenbei perfekte PoP Musik?

Endless Harmony Soundtrack/ 'Til I Die (Alternate Mix) / The Beach Boys

Meine Herren! (im wahrsten Sinne des Wortes). Was soll man dazu noch sagen oder schreiben. Ich will mal wieder gewisse Randgruppen der Gesellschaft zitieren: GANZ GANZ GROSS! Irgendwie behagen einem die Harmonien und die Instrumentierung, andererseits flössen sie einem auch Angst ein. Ist da irgendetwas psychedelisches dabei? Hört sich so an, als wäre da ein dunkler Schleier über der Musik. Merkwürdig: sonnig ist mir gar nicht zu Mute. Genial! Brian Wilson: He John Ross Ewing! - Danke für die "Initial-Zündung" damals und die LIVE Doppel CD, höre ich immer wieder gerne.

The Anthology/ Space Circus/ Return to Forever

Eine Ode an Alan Lomax. Mit dieser Truppe begann die gigantische Euphorie für die 4 Buchstaben mit dem 'J' am Anfang. Die ersten 1:30 min mit einem Keyboard-Einstieg der Extraklasse sind schon hörenswert genug, danach geht, proletarisch und un-akademisch formuliert, die 'Post ab': Funky, catchy, jazzy, weird. Man lese bitte auch den Blog Eintrag vom 19.12.08. Durchgeknallte Musik. Das Intro kann man sich wieder und wieder anhören: bitte auf den spanischen Einschlag achten - famos.

Bad Benson/ My Latin Brother/ George Benson

Das CTI Label hat versucht in der Cover Gestaltung mit Blue Note mitzuhalten, manchmal wie in diesem Falle ist es Ihnen gelungen. Zu George Benson habe ich immer eine etwas gespaltene oder gar keine Beziehung gehabt, oder sagen wir nie so richtig 'ernst' genommen. Man wird ja immer eines besseren belehrt. Ron Carter und Kenny Barron begleiten den Mann an der Gitarre und intonieren zusammen den lateinamerikanischen Bruder. Sensationelles Solo von Mr. Benson mit perfekter Geschwindigkeit, wirklich! Soviel Virtuosität hätte ich ihm nicht zugetraut. Sparsame Streicher. Wunderbare Keyboards. Treibende Percussions. Das ganze Album wollte ich dann doch nicht laden. Ich hatte Angst. Aber dieser Track ist superb, soviel steht fest.

Breezin'/ Breezin'/ George Benson

Steht im Widersprich zu oben geschriebenem, aber ich war etwas im Benson-Rausch und wollte mein Vorurteil bestätigt sehen, was in die Hose ging, na ja fast. Also das passt perfekt zu blauem Himmel, Sonne, Strand, Drinks und "die ganze Welt ist ein Strand". Unabhängig davon ein cooler Track. Klare Strukturen. Ein einfacher Klassiker!

Native Dancer/ Tarde/ Wayne Shorter

Fantastisches Trash Cover, fast loungige Musik, man meint Julio Iglesias würde hier singen, ist es aber nicht, sondern Milton Nascimento. Dürfte Charles M.-E. gefallen. Südamerika ich komme!

Jazz Duets, Vol. 1/ God bless the Child/ Al Jarreau, George Benson, Jill Scott

Er scattet im Hintergrund, der andere spielt Gedanken versunken und Jill singt betörend wie immer. Sehr schönes Duett, sehr beruhigend das alles. Kein Mainstream, aber auch kein richtiger Jazz. Ein Hybrid.

Und wie immer gilt: die TDT Chronisten werden diese Tage beliefert.

Stay tuned,

R.D.
 

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