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STAR TREK DISCOVERY - Staffel 3 (NETFLIX)

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 21. Januar 2021, 14:22pm

Kategorien: #Fernsehen, #serien

STAR TREK DISCOVERY - Staffel 3 (NETFLIX)

Um es gleich vorweg zu nehmen, ohne viel zu verraten: 

Die letzten beiden Episoden mit dem Finale sind spektakuläres Home-Entertainment!

Was einst als Trash-Serie Ende des letzten Jahrhunderts begann, durchlief, häufig den Zeitgeist aufnehmend, eine kleine Evolution und kulminiert aktuell in der 3. Staffel des Franchise Ablegers DISCOVERY. Welche technischen Möglichkeiten das Fernsehen aktuell zu bieten hat, verdeutlicht die 3. Staffel. 

Mit dieser Ansicht stehe ich nicht alleine da. Mit allen, mit denen ich mich bislang über die Serie unterhalten habe und die, zugegebenermaßen, oder vielleicht gerade deswegen, ST Fans sind, waren begeistert und einhellig war man der Auffassung, dass Serien zuweilen "Kino-Charakter" erreichen. Zudem, und der Meinung schliesse ich mich an, hat der ST Franchise etwas erreicht, was dem STAR WARS Franchise nach der Original-Trilogie nicht vergönnt war und gelungen ist: Die jeweilige Idee dahinter innovativ unter Einbindung der Historie erfolgreich in die Zukunft zu führen. Seien wir ehrlich: Die Prequel- und Sequel Trilogien bei STAR WARS sind eine Katastrophe.

Was bei STAR TREK weiterhin fasziniert, und auch bei Staffel 3 wird grossen Wert darauf gelegt, sind die Visualisierungen der Gedankenwelten eines Gene Roddenberry. Wenn man sich etwas näher mit ihnen befasst, so bieten sie eine Utopie, die Menschen durchaus in der Lage wären zu erreichen, insofern sie sich nicht selbst vernichten. Denn im Kern geht es bei den existenziellen Fragen vornehmlich um die Frage:"Wohin gehen wir?". Die (fiktive) Möglichkeit, die das STAR TREK Universum bietet und mit der sie die Frage beantwortet ist "faszinierend!".

ST ist im besten Sinne Science-Fiction und ärgert man sich, dass es so wenige gute Science-Fiction Filme im Kino gibt, die Anspruch, Fiktion und Unterhaltung miteinander verbinden, so lässt sich die Frustration auflösen, indem man sein Augenmerk auf das serielle Erzählen, zumindest in diesem Fall, richtet. In dem Punkt, und nur in dem, würde ich Kompagnon Alan "The Vision" Lomax uneingeschränkt recht geben und mit meiner kritischen Haltung Serien gegenüber etwas (!) zurücktreten. Um vollends zu begeistern, bedürfte es mehr solcher (qualitativ sehr guten) Serien.

Staffel 3 ist seitens der Handlung kompliziert und man muss sich sehr konzentrieren, was nicht in jeder Folge gelingt, was aber nicht weiter schlimm ist, denn dann lässt man sich einfach von den Schauwerten und der Action "berieseln". Nach wie vor regiert das Pathos und hier und dort wird richtig dick aufgetragen, Michael Burnham weint weiterhin mit Meryl Streep um die Wette und die Mischung aus Soap, Science-Fiction und Space Action funktioniert auch in der 3. Staffel par excellence!

Ich hätte es niemals für möglich gehalten - bin ich bislang von der Tatsache ausgegangen, dass intensive Beschäftigung mit Literatur, Selbstreflexion und Verhaltensänderung Toleranz hervorbringen können - dass populäre Kultur mit Fernsehen auch in der Lage ist, einen dazu zu bringen, über Toleranz zumindest nachzudenken! Erstaunlich. Das STAR TREK Universum ein Paradebeispiel für möglichen popkulturellen Einfluss.

First class entertainment!

🖖

Aus den tiefen des Weltalls,

Rick Deckard

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