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The Trial of the Chicago 7 – Aaron Sorkin - Netflix

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 19. Oktober 2020, 15:31pm

Kategorien: #Festivals, #Filme, #Filmmusik, #Haldern Pop, #Kommunikation, #Popmusik

The Trial of the Chicago 7 – Aaron Sorkin - Netflix

Dass dieser Blog eine tiefe Freundschaft mit dem Haldern Pop Festival verbindet ist kein Geheimnis. Der Grund dafür sind nicht nur langjährige gemeinsame Erlebnisse, sondern natürlich auch das wirklich immer wieder beeindruckende Booking von neuen Bands und Musiker*innen, die auf dem Festivaleigenen Label veröffentlicht werden.

Über das unsagbare Jahr der Absagen 2020 muss nicht länger referiert werden. Aber die britische Singer-Songwriterin CELESTE, muss im Zusammenhang mit dieser Filmbesprechung erwähnt werden. CELEST singt nämlich den Maintitel HEAR MY VOICE in dem neuen NETFLIX Film THE TRAIL OF THE CHICAGO 7 von AARON SORKIN und wäre im August am Niederrhein aufgetreten.

Der Regisseur und Drehbuchautor AARON SORKIN ist ein auch ein alter Bekannter dieses Blogs. Schließlich hatten wir lange, lange das Still-Photo des Filmes THE SOCIAL NETWORK, auf dem JESSE EISENBERG (als Mark Zuckerberg) und ANDREW GARFIELD (EDUARDO SAVERIN) in Konversation zu sehen sind, als Profilfoto (…unbelievably confident and secure.“;-) 

 

ALAN SORKIN ist ein bahnbrechend unterhaltsamer Erzähler, scheinbar einfacher Motive, die immer einen komplexen, politischen Hintergrund haben. So erleben wir TOM HANKS ist seinem wohl besten Film DER KRIEG DES CHARLIE WILSON (Regie: Mike Nichols) als texanischen Kongressabgeordneten und süffigen Helden oder BRAT PITT in einem der wohl besten Sportfilme der letzten 10 Jahre MONEYBALL (Regie: Bennett Miller), für den SORKIN ebenfalls das Drehbuch geschrieben hat.

Nun erzählt und verfilmt er die Geschichte der Chicago Seven. Diese wurden 1968 vor Gericht gestellt und wegen Aufhetzung, Demonstrationen und Verschwörung angeklagt. Als achter (denn eigentlich Chicago Eight) wurde zudem der Black Panther Aktivist Bobby Seale angeklagt, der aber während des Prozesses vom Verfahren ausgeschlossen wurde.

1968 im Zeichen des Vietnamkrieges, der aufkommenden Hippiekultur und einer für die Gesellschaft völlig neuer Protestbewegung, erregte der Prozess ein unglaubliches Medienaufkommen. Der Film spielt zu 70 Prozent im Gerichtssaal und konzentriert sich sehr bewusst auf die interessante Beziehung zwischen den sieben Angeklagten. Diese wurden nämlich völlig willkürlich als Bauernopfer ausgewählt.

Damit so ein Gerichtsfilm funktioniert, benötigt ein Film zwei wesentliche Ressourcen: Gute Schauspieler und einen wortreichen, flotten Dialog- und Erzählstil.

Sascha Baron Cohen, Eddie Redmayne, Jeremy Strong, Daniel Flaherty, Joseph Gordon-Levitt, Michael Keaton, John Carroll Lynch etc… sorgen für die erste und letztendlich SORKINS flotter, charmanter, niemals verkopfter, aber immer lässiger, cooler Erzählstil für den zweiten Nachhaltigen Bestand.

Der Film ist sehr empfehlenswert und etwas mehr als Samstagabendliche Unterhaltung. Denn letztendlich ist die Geschichte natürlich auch eine Geschichte des Protests und folgt somit auch dem Traum eines besseren Lebens. Und das bleibt. Ebenso wie so vieles anderes Schönes, strahlendes und schreckliches in diesem Jahr bleibt oder geblieben wäre.

CELESTE singt im Abspann des Filmes: „Hear my voice, hear my dreams, Let us make a world in which we believe, in which we believe.“ Ein Gefühl der Hoffnung und der Möglichkeit, Licht im jenseits der Dunkelheit zu sehen…

From The Trail Of The Haldern 7

Alan Lomax

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