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Sometimes A Great Notion - Henry Mancini

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 3. Mai 2020, 12:14pm

Kategorien: #Orchestrale Musik

Sometimes A Great Notion - Henry Mancini

Henry Mancini war berühmt für seinen Sound und sein unnachahmliches Talent für Melodien. Der US-Amerikaner italienischer Abstammung ist einer der berühmtesten Filmmusik-Komponisten, dessen Melodien auch heute noch in der Werbung verwendet werden. 

Persönlich machte ich sehr früh Bekanntschaft mit Mancini, als ich im Alter von 5 oder 6 Jahren Howard Hawks legendären Abenteuerfilm HATARI im Kino sah. Wenn man Afrikas Natur auf grosser Leinwand sieht, dazu noch John Wayne auf Safari (grandios fotografiert!) erlebt und dazu die fast mystischen Klänge von Mancini hört (mit seinem berühmten Baby Elephant Walk), dann wird man ein Leben lang geprägt.

So, wie Mitstreiter Alan Lomax ein "Songhunter" ist, bin ich ein "Score-Hunter", immer auf der Suche nach neuen, aufregenden Filmmusiken.

Als ganz grosser Fan des Kinos der Siebziger Jahre und von Paul Newman wollte ich immer schon mal SIE MÖCHTEN GIGANTEN SEIN sehen, in dem Newman neben der Hauptrolle auch die Regie übernahm. Der Film wurde bereits in die Liste derjenigen aufgenommen, die unbedingt gesehen werden müssen. Der 1970 erschienene und mit Henry Fonda, Lee Remick, Michael Sarrazin und Richard Jaeckel hochkarätig besetzte Film erzählt der Geschichte einer patriarchalisch geführten Familie von Holzfällern und Transportern in Oregon, USA. Die Familie gerät aus dem Gleichgewicht, als das schwarze Schaf der Familie heimkehrt und es zusätzlich Differenzen wegen eines Streiks mit der Gewerkschaft gibt.

Sometimes A Great Notion - Henry Mancini

Mancini überrascht mit seiner Komposition zu dem Filmdrama. Wie im Booklet nachzulesen ist, mochte Paul Newman keine Streicher und bat seinen Freund Mancini daher auf sie zu verzichten. Im Rahmen seiner Recherche vor Ort hörte Newman viel Country und Western im Radio und so ist auch Mancinis Musik geprägt von Country-Western und Cajun Elementen.

Mit einem vergleichsweise kleinen Ensemble erreicht er die (vermutlich) grösstmögliche Wirkung: Gitarre, Pedal Steel, Bass, gelegentlich ein Saxophon, Geige, Mundharmonika, Klavier und Orgel, Schlagzeug.

Wer auf der Suche nach einer klassischen Mancini-Melodie und Pop-Scoring/ "Easy Listening" ist, der ist bei dieser Musik fehl am Platz. Wer hingegen das Country- und Westerngenre mag, der wird sich in dieser halben Stunde wohl fühlen. Mancini kreiert eine wunderbare Atmosphäre und versetzt den Hörer in die Weiten amerikanischer Landschaften und Stimmungen. Es sind flotte, hörenswerte Stücke, die im Film auch als Hintergrundmusik verwendet werden. Neben einem Titelsong ("All His Children"), gesungen von Charly Pride, besteht die Musik aus 13 Titeln mit einer Lauflänge von insgesamt 32:15 Min, vergleichsweise kurz im Vergleich zu heutiger Zeit.

Die Musik zu SOMETIMES A GREAT NOTION von "Hank" Mancini ist ein gutes Beispiel für die Experimentierfreudigkeit des genialen Komponisten und gelungene Kurzweil im Country-Western Genre. Ausserdem macht die Musik auch Appetit auf einen weiteren Film aus den Siebzigern mit einem der ganz großen: Paul Newman.

Ich liebe diese Ära Hollywoods mit ihrer Musik und vermisse sie sehr.

Aus Oregon

Rick Deckard

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