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Better Oblivion Community Center

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 7. Februar 2019, 16:53pm

Kategorien: #Konzerte, #Köln, #Populäre Musik, #album

Better Oblivion Community Center

Das eine direkt vorweg: Conor Oberst ist ein Held und er wird es immer bleiben. Seine neue Platte hat er mit der Sängerin Phoebe Bridgers aufgenommen. Beide Stimmen harmonieren zusammen und sind sanft, sehr eindringlich schön. Solche Songs wurden in früheren Jahren, als man noch über Musik in Zeitschriften schrieb, als Weltschmerz mit einem Hauch von Americana und alternativen Country beschrieben.

Dieses Album eröffnet dem wissenden Liebhaber, aber auch dem Neueinsteiger, den Fundus in das Ex-Saddle Creek Universum. Dazu kann auch das kultivieren der alten Bright Eyes Scheiben gehören, wie auch die neuerliche Entdeckungen von Bands, wie Azure Ray oder Rilo Kiley (Jenny Lewis).

Better Oblivion Coummunity Center hört sich fein, verirrt und poppig an. Nach dem erstmaligen internalisieren, schleicht sich allerdings dieser merkwürdig zitiert wirkende Nachhall ein, der sich, scheinbar, aus Kilometerweiter Entfernung vom Friedhof der Millionen Plattenkritiken losgelöst hat und einst so formuliert wurden: „Das Album ist so wie man sich das vorstellt!“

Eine etwas geistlose und zum Glück ungebräuchliche, frühzeitliche Umschreibung und gleichzeitiger reaktionärer Versuch, darauf hinzuweisen, dass Popmusik immer neugeboren sein muss! Denn was soll, das schon bedeuten? Z. B., dass Musik nur eine Relevanz hat, wenn diese eine entgegengesetzte Funktion hat?  

Die Idee und das Motiv, Alben wie dieses aufzunehmen, liegt einzig und allein in der wunderbaren Verwundbarkeit und der anmutigen Verzweiflung dieser beiden Musiker.

 „…to find out I’m fine with what I lost!“

Und somit stelle ich hier ein sehr persönliches Album vor, welches neben einigen schönen Lebensweisheiten, wenig Grund zur Sorge gibt. Außer, dass Conor Oberst keine Songs mehr schreibt (Zitat: Kritik zu dem Conor Oberst Album Ruminations von Birgit Fuss; 06.10.2016)

Auch am 06.05. im YARD Club der Kölner Kantine live zu sehen

Ich bin auf jeden Fall dort, wenn ich nicht woanders wäre!

Alan Lomax

 

 

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