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Giant Sand King Georg Klubbar Köln 04.12.2018

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 5. Dezember 2018, 15:28pm

Kategorien: #Konzerte, #Kommunikation, #album

Giant Sand King Georg Klubbar Köln 04.12.2018Giant Sand King Georg Klubbar Köln 04.12.2018Giant Sand King Georg Klubbar Köln 04.12.2018
Giant Sand King Georg Klubbar Köln 04.12.2018

Das Werk und die Geschichte des Giant Sand Gründers Howe Gelb ist lang und vielfältig. Um ihn zu umschreiben müssen Wegbegleiter genannt werden. Zuerst sind da natürlich John Convertino und Joey Burns, die lange bei Giant Sand gespielt haben und später Calexico gründeten. Auch Jonathan Richman oder Chris Cacavas spielten in der Band. Mit Neko Case, Juliana Hatfield, PJ Harvey, Steve Wynn, Kurt Wagner und Vic Chesnutt nahm er unglaubliche Songs auf. Mit Giant Sand hat er bis heute über 20 Alben veröffentlicht. Die gleiche Anzahl alleine bzw. solo und von den ganzen Seitenprojekten kann hier nicht gesprochen werden.

Wenn Sie mal gar nicht wissen, was sie kaufen sollen, dann geht ein Howe Gelb Album immer. Seine Songs sind magisch, werden unvergesslich und stemmen sich auch oftmals sehr selbstbewusst gegen vieles und anderes. Rick Deckard schrieb 2016 einen guten aufschlussreichen Beitrag auf diesen Seiten:

Nun steht er also mit seinem Powertrio, im wiedermal völlig anders wirkenden King Georg und spielt unkonzentriert wie eh und je Teile des Albums Returns To The Valley Of Rain. Das Album gilt als Giant Sand Debut, wurde 1985 veröffentlicht und ist ein krachendes, kräftiges, rotzendes Gitarrenalbum zwischen Rock, Rock und Rock. Denn lassen Sie sich nichts erzählen! Die ständige unwahre Berichterstattung von Americana, Grunge und Country kommt hier noch lange nicht vor. Und eigentlich ist der Mann aus Tucson Arizona auch keiner der sich später festgelegt hat.

Das einstündige Set bestätigt das. Keine Setlist oder Best-Of Überlegung, sondern der Stimmung angepasste Songs aus dem Oeuvre der Band. Dabei fällt kurzweilig auf, dass Howe Gelb ein ziemlich großer Gitarrist ist, der wahrscheinlich unterschätzt ist und es wird schnell klar, dass Howe Gelb ein ziemlich sympathischer Typ ist, der aber bestimmt unzählige Macken hat. Mir kommt er in erster Linie so vor, als wenn er sich von niemanden etwas sagen lässt. Vielleicht hat das auch zu vielen Nachlässigkeiten, seitens künstlerischer und monetärer Natur geführt.

Nun ist er 62 Jahre wirkt glücklich und ich freue mich für ihn und die Zuschauer, dass es noch möglich ist ein so wundervolles, dichtes, ohne Fragen stellendes und Antworten forderndes Konzert zu erleben.

Ich erwähnte zu Beginn das völlig anders wirkenden King Georg und meinte damit natürlich sinnbildhaft, die Vorstellung in einer Bar am Rande der Sonora-Wüste zu sein, etwas Sand zu fressen, mir die Band anzuhören, bevor ich mich aufmachen um über den Highway 86 Tijuana zu erreichen.

Es stimmte eben alles, bis auf die Tatsache, dass ich jetzt nicht Tijuana bin. Die Wände der alten Klubbar/Tabeldance Bar wirken etwas nach Hillybilly und der Rest kommt vom Fass und dem wohlklingenden Röhrenverstärker von Howe Gelb.

Immer noch am Ebertplatz

Alan Lomax

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