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Der Mann, der Spione liebte und sie zum Mond schoss - In memoriam Lewis Gilbert

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 4. März 2018, 21:45pm

Kategorien: #Filme

Bildquelle: empire online

Bildquelle: empire online

Gemeinhin werden hinter dem Bond-Franchise die Regisseure oftmals vergessen, stehen doch der nonchalante Protagonist und seine Gadgets immer im Vordergrund. Zu Unrecht! Die langlebige Serie um den Agenten im Dienste Ihrer Majestät war und ist nicht nur erfolgreich wegen der Produzenten und Hauptdarsteller, sondern auch wegen ihrer Regisseure.

Nun definierte sich der Brite Lewis Gilbert nicht nur über die Bond Filme, sondern auch über Filme wie ALFIE (mit dem überragenden Michael Caine) und FRIENDS, beides Filme, die weltweit (!) grosse Popularität erlangten. Filme, die sich nicht des üppigen Budgets eines Bond Films bedienen durften. Gilbert konnte Geschichten erzählen und das mit nur wenigen Mitteln. Das zeugt von einer Meisterschaft, von der nur wenige behaupten dürfen, dass sie sie besitzen.

Doch kommen wir zurück zum Secret Service Agenten.

Dieser muss gekonnt präsentiert werden, zu groß der Druck den Erwartungen der Zuschauer nicht Stand halten zu können. Wie man den Spion mit der Lizenz zum Töten bildgewaltig in Szene setzt und zeitgleich zwei Klassiker der Reihe erschafft, das bewies Gilbert mit Roger Moore in THE SPY WHO LOVED ME und MOONRAKER.

​​​​​​​Das mögen wahrscheinlich nur Menschen nachvollziehen können, die mit Moore als Bond und mit der Zeit, in der diese Filme gedreht wurden, aufgewachsen sind. Der Regisseur musste nicht nur das grosse Budget stemmen, sondern gerade in MOONRAKER sorgsam darauf achten, dass der Agent Ihrer Majestät nicht zur Karikatur verkommt. Es ist mitnichten eine leichte Aufgabe Action-Szenen zu drehen und mit einer weltumspannenden Handlung die Zuschauer zu unterhalten.

​​​​​​​Dem Briten ist dies auf unnachahmliche Weise gelungen.

Vergleichen Sie einmal, sollten Sie Bond Fans sein, die Brosnan und Craig Filme, mitnichten schlechte Filme, aber sie versprühen nicht den Zauber, nicht das Mondäne und auch nicht die Romantik (!) der beiden oben genannten Filme. 

Nicht nur für zwei der besten Bond Filme aller Zeiten gebührt dem Engländer unser tief empfundener Dank, sondern vor allem dafür, dass er uns schöne und unauslöschliche Kindheitserinnerungen im Kino hinterlassen hat.

​​​​​​​Der britische Regisseur verstarb am 23. Februar 2018 in Monaco im Alter von 97 Jahren.

Keiner machte es besser.

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