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Shame – Songs of Praise

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 7. Februar 2018, 15:06pm

Kategorien: #Populäre Musik

Shame – Songs of Praise

Wer die Welt auch nur ein wenig hasst, den wird diese Platte glücklich machen. Die Süd-Londoner Band Shame erfinden intelligente Kompromisslosigkeit in der Musik nicht neu, definieren aber den Gedanken der kommentierte Wut interessant anders.  

Es ist sehr notwendig geworden, dass der große Mist der in Großbritannien passiert, die gesellschaftlichen Veränderungen, die Dummheit der Menschen um uns rum wütend kommentiert wird. Die Synonyme von Wut sind vielfältig: Radau, Trubel, Verwirrung und Aufruhr. Bei der Wahl des richtigen Wortes finde ich das sinnverwandte Wort:  Beachtung recht gut.

Shame Bandmitglied Charlie Steen spricht dann auch in einem Interview von der Beachtung der Nachhaltigkeit von Billy Bragg Songs im Vergleich zu möglichen Punkrockkonzerten von z. B. Black Flagg oder Dead Kennedys Konzerten, obwohl er das aufgrund seiner 20 Jahre Lebensjahre gar nicht selbst erlebt haben kann.

Nur junge Menschen wie er, können selbstbewusst mit solchen Aussagen umgehen, um eben den Grad zwischen Klischeehaften Vorstellungen und stimmiger temporärer Provokation richtig darzustellen. Aber eben auch weil den jungen Generationen der Codex egal ist und sie nüchtern verstanden haben, dass es die Äußerlichkeit uninteressant ist, wenn man dann nichts zu sagen hat.

Umdenken, hin und her marodieren, Trübsal blasen, dass bringt nichts. „I’d rather be fucked than sad“, singt Steen abscheulich gelungen und alle alten Helden in den Schatten stellend aggressiv, aber dennoch melancholisch hervorgehoben. 

In dem Call-and-Response Song CONCRETE erleben wir die Tanzbarkeit der Musik von Shame. Denn die ganze ausgekotzte Wahr- und Weisheit von Steen verschlüsselt sich hier in einem romantischen Ansatz der wiederum ehr an Bands wie die Sunflower Beans erinnern, denn Shame sind natürlich näher am Pop als am Punk, weil Pop ihr Punk ist.

Und so könnte ich schwelgen und die Platte zum X-Mal innerhalb der letzten 48 Stunden hören. In Ausführung und Kontext ist SONGS OF PRAISE, dass beste britische Gitarrenalbum seit THE QUEEN IS DEAD von THE SMITHs und somit die beste europäische Schallplatte des bisherigen Jahrhunderts! Bei aller Übertreibung, aber das kann wohl mal so schreiben!? Glaubt ja sowieso keiner, außer mir! Oder doch....

Alan Lomax

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