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BATMAN v SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE - Zack Snyder

Veröffentlicht von Rick Deckard auf 24. März 2016, 20:32pm

Kategorien: #Filme

BATMAN v SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE - Zack Snyder

Superman ist ein Held, so wie Das Phantom, Tim & Struppi, Asterix & Obelix, Mandrake der Zauberer und Judge Dredd. Meine Leidenschaft für Comics hält ungebrochen an und eines steht fest: Nachdem ich das grandiose Graphic Novel WATCHMEN von Alan Moore zu Ende gelesen habe, werde ich mich mit dem Werk von Frank Miller beschäftigen, der so viele Regisseure und das Superhelden-Kino der Neuzeit beeinflusst hat.

Batman ist auch ein Held, zu dem ich lange keinen Zugang fand, was sich erst durch die fantastischen Verfilmungen von Christopher Nolan mit Christian Bale ändern sollte. Die Batman-Trilogie von Nolan ist ein Meilenstein des Comicverfilmungen-Genres.

Nun treffen sie im DC-Comics Universum aufeinander in dem neuen Film des Regisseurs Zack Snyder (ausführender Produzent: Christopher Nolan).

Er kann beginnen, der Kampf der Titanen.

Eines lässt sich gleich zu Beginn sagen: Der Film bietet über 2,5 Stunden optisch überwältigende Unterhaltung, wobei ich nicht verstanden habe, was 3D hier bewirken soll. Der Film hätte ohne eine viel bessere Wirkung erzielt.

Viele Fans haben sich gefragt, ob Batman überhaupt eine Chance gegen den Man of Steel haben würde, der, wie wir wissen, über übermenschliche Kräfte verfügt. Die Antwort ist im Film zu sehen.

BATMAN v SUPERMAN ist eine epische, pathetische und äusserst düstere Verfilmung geworden. Sonnenschein, Helligkeit und Freude sucht man in diesem Universum vergebens, depressiv veranlagte Menschen sollten diesen Film tunlichst meiden. Von Beginn an durchzieht den Film eine schwere Melancholie.

Wir sehen zu Beginn die Geschichte, den Vorlauf, wie aus Bruce Wayne Batman wurde. Parallel hierzu wird das Schaffen und Werk des Alien Superman auf dem Planeten Erde gezeigt.

Etwas ungelenk wird die Frage nach Moral und Ethik eines Superhelden erörtert und wie die Welt mit ihnen umgehen solle. Das passiert in Person einer US Senatorin, gespielt von Holly Hunter, die in Anhörungen diesen Fragen nachgeht. Das wirkt alles ein wenig lächerlich angesichts der Tatsache, dass hier Comics verfilmt wurden, vermutlich ein Alibi um dem Film den nötigen "Ernst" zu verleihen.

Kein Comic ohne einen Bösewicht: Alexander "Lex" Luthor, mit perfektem Overacting von Jesse Eisenberg verkörpert, sät Zwietracht zwischen die Helden und verfolgt in seinem Wahn eigene maliziöse Interessen.

Im von Luthor herbeigeführten Finale treffen sie schliesslich aufeinander, die Fledermaus aka Multimilliardär Bruce Wayne und Kal-El, Sohn von Jor-El, vom Planeten Krypton in einem sehenswerten Showdown - Dawn of Justice! Batman sah nie besser aus! Grosse Szenen.

Überhaupt hat an Schauwerten BvS einiges zu bieten, es gibt reichlich Action und virtuos choreografierte Kämpfe zu sehen, in denen v.a. Batman hervorsticht. Ben Afflecks Interpretation des alternden, jedoch keineswegs abgeschriebenen Superhelden hat mir sehr gut gefallen, er ist ohne Zweifel das schauspielerische Schwergewicht, Henry Cavill sieht als Superman gut aus, besitzt aber leider keine mimischen Fähigkeiten.

So wie bei Marvel auch haben andere Stars des DC Universums ein Cameo im Film, als Vorankündigung für weitere Kino-Abenteuer und im actionreichen Finale tritt eine weitere und äusserst sehenswerte Heldin auf ... .

Zack Snyder stand ein Budget von hunderten von Milliarden Dollar zur Verfügung, er konnte an Original Schauplätzen wie Gotham City und Metropolis drehen, trotzdem schafft er es bei allen Schauwerten und Action nicht erzählerisch zu überzeugen. Der Film wirkt, und da muss man den Kritikern einmal recht geben, fragmentarisch in seiner Erzählstruktur, wie eine Aneinanderreihung von grossen Szenen, ohne, dass sie ein narrativer Strang kittet. Das ist allerdings das einzig negative, was man über den Film sagen kann.

Comic Fans kann er uneingeschränkt empfohlen werden. Das Batmobil ist grosse Klasse und Batman zeigt, warum er ein unschlagbarer Fighter ist.

Was Superman betrifft bleibe ich lieber bei dem Richard Donner Film mit Christopher Reeve aus den 70'er Jahren. Unübertroffen!

Vom Daily Planet

Rick Deckard

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