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The Gunman - Pierre Morel

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 6. September 2015, 09:47am

Kategorien: #Filme

The Gunman - Pierre Morel

Spannender Action-Thriller.

Die Filme eines Sean Penn verbinden überwiegend Anspruch mit guter Unterhaltung. Der bereits zweifach Oscarprämierte Mime kann eine lange und beeindruckende filmische Vita aufweisen, mit einer sehr großen darstellerischen Breite und Genrevielfalt. Penn ist einer der grossen amerikanischen Schauspieler der Gegenwart.

In diesem Thriller von Pierre Morel nach einem Roman von Jean-Patrick Manchette spielt er den "Gunman" Jim Terrier, der in dem von Ausbeutung, Hunger und Krieg gebeutelten Kongo ein Attentat verübt und aufgrund dessen den Kontinent verlassen muss. Jahre später kehrt er in die Krisenregion zurück und leistet, wie auch damals Aufbauhilfe, bis eines Tages 3 Männer ihn aufsuchen und töten wollen. Wie konnten Sie von ihm wissen?  Terrier macht sich auf den Weg, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Wir sehen einen alternden Penn, der uns über London nach Barcelona und Gibraltar führt. Neben diesen attraktiv fotografierten Städten (Barcelona muss wirklich eine Traumstadt sein) liefert der Film, wie sollte es anders bei einem Sean Penn Film sein, ein Hauch Sozialkritik und verweist auf Mißstände, die so in Afrika nicht unbekannt sind, beleuchtet diese aber aus einem neuen, etwas anderen Blickwinkel. Das gelingt den Drehbuchautoren und dem Regisseur meines Erachten sehr gut. Der mahnende Zeigefinger und moralinsaure Statements bleiben aus.

Penn scheint vor dem Film Monatelang trainiert zu haben einschliesslich Bodybuilding. Man sieht ihn in mehreren Szenen des Films mit nacktem Oberkörper, einem perfekten Six Pack und einem erstklassig durchtrainierten Body. Die Venen quellen hervor, jeder einzelne Muskel ist klar definiert, nur die Haut macht nicht mehr so recht mit. Einigen Damen dürften die Augen überquellen bei diesem Anblick, die Herren erblassen vor Neid. Es wirkt alles trotzdem ein wenig peinlich und nicht standesgemäß. 

Aber das nur am Rande.

The Gunman ist ein spannend inszenierter Thriller mit sehr gut choreografierten Kampfszenen und punktgenau dosierter Action. Die schauspielerischen Leistungen sind glaubwürdig bis auf einen Javier Bardem, der, ähnlich wie bei Skyfall, seine Rolle etwas überinterpretiert und nicht so recht in den Film passen will. Scheint sich zu einem Meister des dandyhaften Overacting zu entwickeln.

Die "Kritiker" waren von diesem Film nicht so recht überzeugt und zogen die üblichen Floskeln aus der Hüfte, aber was verstehen die schon vom Kino.

Aus Barcelona,

Rick Deckard

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alan Lomax 04/13/2016 17:21

Interessant Sicht auf den Film! Meine Meinung: Zunächst einmal ist der Film und auch Regisseur Morel interessanter als gedacht. Moral entwickelt so langsam ein erneuertes Genre bzw. wenn man so will und an Luc Besson denkt die Renaissance des europäischen Action Films. Ich finde aber nicht, dass er eine trashige Note hat. Ehr noch eine eigene Stilistik, die er mit 96 Hours begonnen hat. Über Penn müssen wir nicht sprechen, sehe ich genau so und über Bardem auch nicht. Keine Ahnung was er in der Rolle gesehen hat. Die ist völlig überinterpretiert und nicht nachvollziehbar. Insbesondere die Performance in dem Landhaus ist lachhaft. Aber egal, dafür ist der anschließende Shoot-Out umso besser.

Und ja am schönsten kommt wieder mal Barcelona davon. Eine perfekte Filmstadt, der man tatsächlich im echten Leben mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Gute Unterhaltung also und alles gut!

alan Lomax 04/13/2016 20:41

Verzeihung! Musste erst auf den Computer wechseln via. Mobile App geht die Kommentarfunktion irgendwie nicht richtig! Also zu Deinen Fragen:

Neeson kämpft in den Filmen so einen eigenen Stil, den ich vergessen habe, aber so glaube ich dem Judo angelehnt ist. Das ist großartig. Die Filme eigenen sich gut zum sehen, ohne nachzudenken oder irgendeine Art von Anspruch zu haben. Trotzdem macht es Spaß! Die Handlungen sind immer gleich, nur an anderen Orten mit anderen Typen -bei 96 HOURS sind es Albaner- die eins auf den Setz bekommen! Die Taken Reihe habe ich mir wegen Liam Neeson angesehen, Gunman habe ich gesehen, weil er auf meiner Rick Deckard Must See Liste steht.

Alan Lomax Rick Deckard Blog 04/13/2016 20:19

Wieso Versenkung! Bin doch da! Immer!? Neeson ist famos! Beste Handkampfkunst der Welt!
V

Rick Deckard 04/13/2016 18:01

Eine Frage noch, bevor Sie wieder in der Versenkung verschwinden: Sie erwähnten 96 HOURS. Ist dieser Streifen und der ganze TAKEN Kram sehenswert oder ist das 08/15 Action im B-Film Modus?
Ich habe einige Trailer gesehen und die waren durchaus ansprechend. Zudem hat Liam Neeson eine bestechende Leinwandpräsenz, auch als Action Darsteller.
Und zweite Frage: Wie ist es gekommen, dass Sie sich diesen Film angesehen haben? Zufall oder Planung?
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antworten.

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