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Musik, Kino, Kultur, Radio


Ghostpoet - Köln, 08. Mai 2015 - CBE Cologne

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 10. Mai 2015, 15:53pm

Kategorien: #Konzerte

Ghostpoet - Köln, 08. Mai 2015 - CBE Cologne

Es ist ein richtig schöner Club, dieser Club Bahnhof Ehrenfeld! Direkt unter dem Ehrenfelder S-Bahnhof urban und mit Biergarten ausgestattet. Man kommt rein fühlt sich wohl! Im Bahnhofsbogen ist alles belassen. Kein Nippes, keine Deko, kahle Wände und eine tolle hohe Bühne. Dort sehen Musiker nicht nur übermässig aus, sondern man sieht sie auch mal. 

Obaro Ejimiwe alias Ghostpoet konnte man auch bereits vor dem Konzert entspannt mit einer Flasche Kölsch sehen können und man hätte ihn fragen können, ob er sich ehr in der Tradition seiner minimalistischen englischen Kollegen  (Tricky, Portishead und The Streets) sieht oder im Spokenwordrausch einer Kate Tempest oder als MC oder doch ehr als ein Gil Scott-Heron, an den er mich zumindest persönlich sehr stark erinnert. 

Das neue Album SHEDDING SKIN, welches er am Freitag präsentierte ist ein selbstbewusster und richtiger Schitt in eine etwas musikalisch reichhaltigere Zukunft, als seine 3 vorherigen Scheiben, die etwas experimentellerer,, elektronischer Natur waren. 

Kommerzieller und eindeutiger, muss nicht immer gleich schlechter sein. Das neue Album ist einprägesamer und hörbarer und doch musikalisch facettenreicher. Zudem sind die Gastauftritte von Melanie De Biasio und Paul Smith eine interessante Möglichkeit für den englischen Musiker sich von seiner Sperrigkeit zu entlasten.

Auch die Live Band tut seiner Musik und ihm selbst sehr gut. Denn nun punktet er mit mehr Lockerheit und entfernt sich etwas von dem langweiligen Glauben an sich selbst, dass er Künstler ist, der Klänge erzeugt und nicht mehr! 

Das Konzert ist ein verdichter, sphärischer Traum zwischen melancholischen Echos, Dub-Beats und finalisierten, pointierten Harmonien und hypontisierenden Basslines. 

Das grandiose Liiines (2011) trägt uns in die Kölner Nacht hinaus die wir nach viel eigenem Gefrickel und zu viel Mainstream, standesgemäß bei einem sehr guten Cocktail zum Morgengrauen verlassen. 

Ganz im Geiste von Scott Heron und seinem ersten furiosen Album Small Talk at 125th & Lomax Ave (1970)!

Alan Lomax

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