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www.lomax-deckard.de

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Musik, Kino, Kultur, Radio


Better Call Saul – Vince Gilligan

Veröffentlicht von Alan Lomax Rick Deckard Blog auf 12. Mai 2015, 16:49pm

Kategorien: #Fernsehen

Foto: Alan Lomax Foundation (Barcelona 2015)

Foto: Alan Lomax Foundation (Barcelona 2015)

Irgendwann hatte Walter White (Breaking Bad) mit dem Kochen und Dealen von Crystal Meth so viel Geld verdient, dass es weg musste. Gut, dass der Anwalt Saul Goodman, gerade einen riesen Werbefeldzug gestartet hatte. „Geldwäsche ist nicht mehr das, was es mal war, Gott, ich vermisse die 80er“, sagt Goodman dann beim ersten Aufeinandertreffen und kümmert sich fortan, um Whites Geschäfte.

Die von Vince Gilligan und Peter Gould erschaffenen Charaktere in Breaking Bad sind wunderbar. Keinen möchte man missen. Weltweit ist ein Hype ausgebrochen. Die Menschen wollten mehr und so entschied man sich, nach Breaking Bad für das Spin-Off BETTER CALL SAUL.

Eine scheinbar zum Scheitern verurteilte Unternehmung, welche in der amerikanischen Fernsehwelt noch nie funktioniert hat, von Kritikern noch vor der ersten Ausstrahlung zerfetzt und von den Zuschauern einfach nicht geliebt wurde.

Dabei ist die Qualität der neuen Serie im direkten Vergleich zu BREAKING BAD ebenso hochklassig, originell und lohnenswert für die Geldschmiede und für den Zuschauer. Eine zweite Staffel ist bereits geplant und ehrlich: Wen interessiert es nicht, wie aus dem Pflichtverteidiger Jimmy McGill, Saul Goodman wurde? ...wenn er dann BREAKING BAD gesehen hat!

Und das ist ja nicht die komplette Zweifelagenda der persönlichen Investition! Warum sollte diese Serie nicht funktionieren? Denn Gilligan, Gould und Odenkirk haben freie Hand gehabt und dabei ist das ganze eben tatsächlich sehr großartig geworden. Odenkirk’s tragische Darstellung hat Tiefe, die langen wunderbaren Kameraeinstellungen und kargen Dialoge vermitteln eine cineastische, traumwandlerische sichere Ästhetik und legen sich nicht auf die Muster von Breaking Bad fest, obwohl es einen angenehmen Gleichklang gibt. Wofür natürlich in erster Linie das Tempo und der blaue Himmel über New Mexico zuständig ist. Denn dieses Setting ist einfach eine sehr gute Wahl. 

Faszinierend ist der Schmerz und das Drama um Jimmy McGill, der verzweifelt versucht ein rechtschaffender Anwalt zu werden und immer wieder auf dramatische Weise scheitert. In wenigen Ausnahmen ist das komisch, überwiegend aber so tragisch, dass einem die Worte fehlen und man so viel Hochachtung vor dem Stehaufmännchen bekommt, wie es zuletzt vielleicht der anthropomorphen Ente Donald Duck gelungen ist, unsere Herzen zu erobern!

Aus Albuquerque  

Alan „Mike“ Lomax

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